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Kurzellenempfang mit dem Perseus


Die Entwicklung des Perseus SDR schlägt schon vor seiner Verfügbarkeit hohe Wellen. Das wirklich revolutionäre Empfangskonzept mittels "Software Definierten Radios" ist der Entwicklungsphase entsprungen und wurde durch Nico Palermo, konsequent für den Kurzwellenhörer umgesetzt.

Noch ist der Perseus nur in sehr geringen Stückzahlen verfügbar, die Software im Betastadium. Den ersten Perseus in Deutschland konnte der bekannte Journalist Nils Schiffhauer kürzlich freudig an seinen Antennen begrüssen. Nils Schiffhauer berichtet in der A-DX Mailingliste seither über seine Eindrücke und Empfangserfolge.

Durch das grosse Interesse an dieser zukunftsweisenden Technik möchte ich allen Kurzwellenfreunden die nicht Bezieher der A-DX Liste sind hier die Möglichkeit geben das Perseus-Tagebuch von Nils Schiffhauer mitzuerleben.

Anfang Dezember 2007 sind nun die ersten Exemplare des Perseus vom Vertrieb SSB Electronic an die Hörer ausgeliefert worden.


Perseus Tagebuch, 1. Teil, ab Oktober 2007

Hier finden Sie den ersten Teil des Perseus-Tagebuchs vom Oktober bis Dezember 2007. Die Einträge sind in absteigender Folge angordnet, in den neueren Seiten wurde wegen der besseren Lesbarkeit die Reihenfolge geändert.

Den zweiten Teil des Tagebuchs von Nils Schiffhauer finden Sie hier: Link zu Nils Schiffhauers Perseus Tagebuch, 2. Teil

Den dritten Teil des Tagebuchs von Nils Schiffhauer finden Sie hier: Link zu Nils Schiffhauers Perseus Tagebuch, 3. Teil

[A-DX] Perseus ante portas!
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Perseus ante portas!
Datum: 9. Oktober 2007 08:27:43 MESZ

Gestern brachte Stefan Brockmann ein Perseus-SDR aus Italien mit. Und wir
haben schon mal heftig darin herumgehört. Heute morgen kam AFRTS Hawaii auf
10.320 kHz allerliebst, und als gestern der IC-R8500 bei AFRTS Guam auf
5.765 kHz nichts brachte, war das Umschalten zum Perseus wie der Besuch in
einer Neuen Welt.

Der Receiver selbst ist fertig und übertrifft hinsichtlich seines
HF-Verhaltens alle vernünftigen Erwartungen hinsichtlich Großsignalverhalten
und Empfindlichkeit. Der Demodulator (noch war hier der Synchrondetektor
nicht implementiert) präsentiert die Stationen in jener Transparenz und
knackigen Verständlichkeit, wie jeder es mag, seit er mal vor einem HF-1000
gesessen hat.

Dennoch: der Betreff dieser Nachricht ist ernst zu nehmen. Der Perseus
befindet sich erst "vor der Tür" In diesem Falle sogar vor den Türen, und
zwar des Adventskalenders. Wenngleich die Software zu 95% fertig ist, fehlen
dort noch Kleinigkeiten, die der Entwickler zwar schon vorbereitet, aber in
dieser Version aus Zeitgründen noch nicht implementieren konnte. Wir mussten
ihn für diese Herausgabe von Einzelstücken gewissermaßen "vor der Zeit" sehr
nerven, was wir mit Hingabe taten.

Das alles wird beim Verkaufsstart anders sein. Dabei geht es nicht um
Monate, sondern allenfalls um Wochen. Die aber werden sich nochmals lohnen.
Die gute Nachricht ist in jedem Fall: die Hardware (an der ja ohne Aufwand
kaum etwas mehr zu ändern wäre) ist ein genialer Schuss ins Schwarze!

73 Nils

[A-DX] Perseus ante portas!
Von: nils.schiffhauer
Betreff: AW: [A-DX] Perseus ante portas!
Datum: 9. Oktober 2007 17:13:00 MESZ

Im (immer noch: ersten) Vergleich erweist sich der Perseus als Receiver, der
(ich höre gerade zum Vergleich Singapore 6.000 und 6.150 kHz) den IC-R8500
in der Verständlichkeit und den SDR-14 im Großsignalverhalten überflügelt.
Der SDR-14 ist vom Empfängerteil wegen seines besonders an der Windom
begrenzten Dynamikbereiches (obere) Mittelklasse.

Aber inzwischen bin ich ja nicht der einzige Abonnent, der ein solches Gerät
hat. Deshalb: weitere Stimmen willkommen!

Sobald die Software mit Synchrondetektor etc. komplett ist, wird es
Hörproben im Netz geben. Stay tuned!

73 Nils

[A-DX] Perseus ante portas!
Von: nils.schiffhauer
Betreff: AW: AW: [A-DX] Perseus ante portas!
Datum: 12. Oktober 2007 15:33:24 MESZ

* Die Frequenzwahl läuft beim derzeitigen (!) Stand der Beta-Software
entweder durch Rollrädchen der Maus (auf zu ändernde Stelle der
Frequenzanzeige zeigen), Doppelklick im Spektrumdisplay oder "klicken,
halten und ziehen" im unteren Spektrumdisplays. Ich selbst nutze, wie beim
SDR-14, eine Abstimmung in einstellbaren Schritten mit dem praktischen
"Power Mate" von Griffin:
http://www.griffintechnology.com/products/powermate/ Direkteingabe der
Frequenz kommt ebenso wie Speicher. Es war, wie gesagt, unsere "Schuld", da
wir Nico das Ding ziemlich aus den Händen gerissen haben.
* Die Software läuft stabil und kann parallele Programme ab.
* Die Grafik ist ebenfalls stabil. Man kann Perseus in der Taskleiste
versenken und mit einem Klick in voller Schönheit (anders also als bei
Spectravue) wieder aufs Display holen.
* Ziel ist, den Perseus an möglich viele Softwares anzuschließen. Nico ist
da sehr offen - mit Rat, Tat & DLLs.
Der erste Hörtest sollte sich wirklich nur aufs Hören konzentrieren. Alles
Andere wird kommen.
Für die November-Ausgabe des "Radio-Kurier" der ADDX ist ein erster
Erfahrungsbericht vorgesehen. Bis der erscheint, wird sich schon wieder
einiges mehr getan haben.
73 Nils

[A-DX] Audio vom Perseus
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Audio vom Perseus
Datum: 21. Oktober 2007 17:18:05 MESZ

Liebe Gemeinde - um die Wartezeit auf den richtigen Perseus ein wenig zu
verkürzen, stelle ich gerade mal ein paar Audioclips zusammen, die dann
(vermutlich: zur Wochenmitte) auf der Website vom deutschen Perseus-Vertrieb
( http://www.ssb.de/amateur/ ) abrufbar sein werden.
Ich finde die Qualität erstaunlich. Aber mein subjektives Urteil besagt ja
wenig, wenn sich bald jeder selbst sein Hörbild davon machen kann. "Bleiben
Sie dran!"
73 Nils

[A-DX] Perseus im Netz hören
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Perseus im Netz hören
Datum: 23. Oktober 2007 17:57:30 MESZ

Liebe Gemeinde - bei meinem Perseus-Test habe ich manches mitgeschnitten.
Zunächst ca. 20 Audioclips stehen auf folgender Website zum Reinhören zur Verfügung:

http://www.ssb.de/amateur/simplay/mp3.shtml

Wer sich beeilt, kann dort noch die verbrummte DRM-Testsendung von HCJB
mithören; sie wir schon morgen durch einen perfekten Mitschnitt von Radio
New Zealand auf 7.145 kHz, ebenfalls in DRM ersetzt sein ("Könnte mich glatt
zum DRM-Hörer machen", staunte fühlbar gegen seinen Willen ein DRM-Skeptiker
da beim Hören von "Neptune's Fork").

Alle Audioclips wurden noch mit der ersten Beta-Version der Software
aufgenommen und in MP3 gewandelt. Erst die zweite Beta-Version wird den
Synchrondetektor (damit nicht immer die ein, zwei Hz Differenz bei ECSS
bleiben!), Störaustaster, Rauschfilter und Passband-Tuning enthalten. Dann
wird auch wieder Bewegung in die Audioclips kommen. Die Mongolei etwa hätte
schon einen Tag mit günstigerem Hormonpegel der Ionosphärengöttin verdient
...

Und, das muss jetzt aber unter uns bleiben: Bald nach Aufspielen der zweiten
Beta-Version wird es ein kostenlos herunterladbares Booklet als "Beiheft"
einer zukünftigen Bedienungsanleitung geben. Die reich bebilderten schon
jetzt 38 A4-Seiten werden dann noch ein wenig angewachsen sein und vor allem
mit den neuartigen Möglichkeiten, dem Potential und der Praxis des "Perseus"
vertraut machen. (Wie würde Martin Elbe dittschen: "Paradigmenwechsel ist
jetzt das Stichwort!" "Jau, mein Martin!")
Wer will, kann die erste Fassung als "Fahne" auf der Interradio bei Stefan
Brockmann schon mal durchblättern.

Kommentare zu den Audioclips und Wünsche für weitere (auf ZLXA und The Cross
kam ich allerdings schon selbst) erwünscht: Nils

Perseus und PC
Von: nils.schiffhauer
Betreff: AW: [A-DX] Perseus
Datum: 25. Oktober 2007 07:59:05 MESZ

Guten Morgen, allerseits - den Perseus betreibe ich hier mit einem Medion
96500, dessen Intel Pentium M 740 mit 1,73 GHz getaktet ist und der sich auf
1 GB RAM verlässt. Windows Home XP war die Grundausstattung des Laptops, der
2005 allerdings doch stolze 1.300 ALDI-Euro kostete.
Perseus läuft damit flüssig und ohne Probleme. Auch wenn ich die NF
analysiere - etwa mit SBSpectrum oder SpectraPlus 5.0 - bleibt alles im
grünen Bereich.
Zumindest bei der Noch-Version "Beta01" (mit deren wenigen Bugs die Beta02
aufräumt) stößt die Kombination "Darstellung 400 kHz" und "Decodieren mit
SkySweeper Professional 5.12" jedoch an die Grenzen dieses Laptops.
Madame freilich trägt einen Medion 96290 unterm Herzen, wo es VISTAmäßig
klopft: Pentium Dual Core T2130 im 1,86-GHz-Takt mit 2 GB RAM. Und nur 700
Euro. Der wird dann mal ausprobiert, wenn sie nicht so genau hinschaut ...
73 Nils

Collaborative Working
Von: nils.schiffhauer
Betreff: AW: [A-DX] Perseus
Datum: 25. Oktober 2007 08:17:48 MESZ

Frage von Christof Proft

Schön wäre es, wenn es in absehbarer Zeit eine Demoversion der Software
und einige der 400 kHz-Bandscans zum Runterladen gäbe. Dann kann sich
jeder mal selber ein Bild vom Empfang machen, ich denke, mit dem
nachträglichen Durchstöbern eines entsprechenden Bandscans kann man
Stunden verbringen.

---

"Collaborative Working" ist jetzt das Stichwort, oder?

Im Ernst, Christof: eine sehr gute Sache. Ich habe sie mit Nico schon
diskutiert. Das wird kommen. Wunsch ist natürlich eine Freeware-Version der
Software, die dann eben "nur" die Files auslesen kann.

Für die Freeware Winrad hat Nico bereits eine
DLL geschrieben, damit also funktioniert eine Kostenlos-Sache schon.

http://digilander.libero.it/i2phd/winrad/index.htmlFreeware-Software Winrad

Für 500
kHz (nein, kein Druckfehler!) aufgezeichneter Sekunde will Winrad knapp 2 MB
sehen. Das sind 7 GB/Stunde oder rund 170 GB/Tag. 500 GB externe Festplatte
kosten derzeit ab um die 100 Euro.
Ich sehe es schon kommen, wie nach einer DX-Pedition nördlich des
Polarkreises dann die Mittelwelle 500-kHz-weise portioniert herumgereicht
wird: "Halbes Megahertz an der Asien-Beverage! Wer hat noch nicht?" Und wer
zuerst Radio Fiji hört, ist König ...

[Winrad allerdings hat nur eine begrenzte Anzahl von Demodulatoren - kein
AM, z.B., aber wir können ja ECSS! - und fällt auch im Hinblick auf die
Wiedergabequalität im Vergleich zum Original um mit spitzen Ohren Hörbares
ab (klingt leicht dumpfer). Wurde eben mit anderem Schwerpunkt entwickelt.]

73 Nils

Perseus im Netz hören
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Perseus im Netz hören
Datum: 25. Oktober 2007 15:37:06 MESZ


von Keith Grünberger

Um die Fähigkeiten des Perseus besser zu verdeutlichen wäre es besser
die Audiofiles so zugestalten wie es Christoph Ratzer tut. 30 Sec
Station XXX mit z.B. Icom 8500 und dann umschalten auf Perseus. Dann
würden die zweifelslosen beeindruckenden Ergebnisse des Perseus für
jeden erkennbar und nicht nur deshalb weil’s ein "Receiver-Guru" sagt.
Für die Empfangsleistung sind, meiner Meinung nach, immer noch zu 80%
Standort und Antenne wichtiger als der Empfänger selbst. Wenn Wellen
nicht zur Antenne finden kann der beste Empfänger auch nichts
daherzaubern. Vielleicht wäre dann auch die Diskussion bezüglich des
Preises beendet! Denn 800€ für ein Gerät, dass laut Nils hervorragend
ist, sind nicht zuviel, speziell wenn ich an den R9500 denke. (dafür
bekommt man 15Stk. Perseus und kann 6Mhz in Echtzeit aufzeichnen)

So long
Keith

---

Ja, Keith, es ist so Vieles wünschenswert! Ich habe den Perseus natürlich auch mit dem IC-R8500 verglichen. Aber, wie man so sagt, "es war kein Vergleich!". Ein cheek-to-check-Vergleich wäre interessant mit dem AR-7030 oder mit dem HF-1000 oder dem E-1800 oder auch dem IC-R9500. Ich habe keinen der genannten Receiver, aber in Bälde wird es ja solche direkten Vergleich eben auch geben.

Das qualitativ Neue am Perseus ist seine Konzentration auf einen guten HF- und Digitalteil gleichermaßen. Wobei das mit den Vorfiltern natürlich auch wiederum ein Kompromiß ist. Aber ein hörbar besserer als z.B. beim SDR-14, der bei hohen Summensignalen leicht mal in die Knie geht.

Standort (Einfamilienhaussiedlung in einer 30.000-Einwohner-Stadt) und Antenne (42 m lange Windom, aber auch DX-One) sind für einen Kurzwellenhörer über Durchschnitt, für einen Funkamateur eher unter Durchschnitt. In jedem Fall haben die Antennen mehr oder minder Rundumcharakteristik, also wird nur der Pegel angehoben, nicht etwa der Signal-/Rausch- und Störabstand in einer Richtung verbessert!

Ich werde demnächst mal ein paar Audioclips stärkerer Stationen einsammeln und dann sehen, dass die in kommenden Woche auf die Website kommen (zusammen mit HCJB und KWHR von heute vormittag). Wünsche werden, wie gesagt, gerne entgegengenommen!
Aber schon jetzt höre man sich "Teheran" oder "Nigeria" mal an. Für die Transparenz und Verständlichkeit dieser Signale spielen 10 oder sogar 20 dB niedrigerer Pegel keine Rolle. Da kann man beliebig vergleichen. Auch bei Singapur 6.150 kHz ist der limitierende Faktor nicht das Signal, sondern es sind Weitabselektion (& Flexibilität) der Filter sowie Rauschfaktor des Oszillators.

Es schwirren ja noch einige Perseus in Schwarzrotgold herum. Wäre ja auch interessant, wie deren Erfahrungen mit deren Vergleichsgeräten, Standorten, Antennen und Lieblingsstationen wäre!

73 Nils

Zeitversetztes DXen


Von: nils.schiffhauer
Betreff: AW: AW: [A-DX] Perseus
Datum: 27. Oktober 2007 12:53:20 MESZ

von Christof Proft

Das war eher im Sinne "Ich habe hier einen Mitschnitt. Hör mal rein,
könnte das Papua sein?"
Wer mag, kann ja auch QSLs mit Auswertung der Logs im Kurier oder dem
Hören des parallelen Internetstreams erschleichen. Oder er kauft gleich
ein Lot QSLs auf eBay. Oder die Mitschnitte...
Wer vom Beschei**en glücklich wird, bitte schön.

---

Christof - Deine Haltung ist verständlich, aber womöglich ist sie zu hart
bzw. gilt nicht für alle.

Vielleicht aber zählt die Möglichkeit "zeitversetzt DXen" gerade zu jenen,
an die sich gestandene DXer erst gewöhnen müssen. Wir sollten uns alle klar
darüber sein, dass die Digitalisierung zu einer Revolution eben auch des
DXens und des Hinterfragens liebgewonnener Traditionen führen wird.

Einerseits sind wir immer mehr Störungen ausgesetzt, die Vielen schon jetzt
den Tropenbandempfang etwa völlig unmöglich machen. Für die ist es doch eine
schöne Sache, zeit- und ortsversetzt gewissermaßen selbst auf die Jagd zu
gehen. Bleibt ihnen ja unbenommen, zwei getrennte Logbücher und QSL-Karteien
hierfür zu führen. Ich denke, dass die Freue über eine QSL ohnehin eine
ziemliche Privatsache ist. Und nur wer zu Selbstbetrug neigt, wird sich über
eine zuhause mit eigenem Equipment rausgebuddelte ZLXA-QSL genauso freuen
wie über eine, die er mit einem Empfangsbericht via 500-kHz-Abschnitt aus
dem höheren Norden bekam.

Das ist ja auch im Grund nichts Neues, denn die fernbedienbaren Receiver im
Internet machen das schon jetzt möglich.
Mit dem Kauf von QSL-Karten hat das nichts zu tun. Und ob man das für
Beschi?? hält, sollte man selbst entscheiden.

Eines aber, Christof, ist sicher: technische Möglichkeiten werden sozusagen
sportliches DXen neu bewerten müssen und - hochgestochen gesprochen -
ebenfalls die "DX-Ethik".
Für Kurzwellenhörer ist das nicht so klar wie für Funkamateure, bei denen ja
ein Zweiwege-Kontakt einigermaßen zwingend für eine QSL sein sollte. Doch
auch hier gibt es fernbedienbare Stationen, und mancher hält den Runden- und
Listenbetrieb ja schon für deren Vorform ("Tiere schießen im Zoo", sagte
dazu mal jemand).

73 Nils

Jeder nach seinem Geschmack
Von: nils.schiffhauer
Betreff: AW: [A-DX] Perseus
Datum: 30. Oktober 2007 09:18:13 MEZ

von Albert Kosnopfel

Ich sehe das so:

Mit dem DXen ist es wie mit dem Kochen. Einer steht selbst am Herd,
der andere kauft ein Fertiggericht und schiebt es in die Mikrowelle.
Am Ende essen beide, aber nur einer von beiden darf von sich sagen er
könne kochen ;-)

73, Albert

---

Albert - das ist ein schöner Vergleich! "Jeder nach seinem Geschmack",
könnte man hinzufügen und dem DXen innerhalb eine
400-kHz-Festplattenausschnittes vielleicht die Stellung des Convenience Food
einräumen, das sogar in der Kurz-vor-Sterne-Küche eingesetzt wird.

Das Kino hat ja diese Dinge schon hinter sich. Ein Hitchcock etwa ist - auch
von der Rezeption her, nicht nur vom Format aus gesehen - explizit fürs
Massenerlebnis Kino gedreht worden. Auch hier: Vereinzelung und Zeitversatz.

Das DXen wird sich neu definieren müssen. Insofern sind SDRs hier eine
disruptive Technologie. Sie erweitern die Möglichkeiten, ohne aber andere
einzuschränken. "Bleibt mir ja unbenommen" (Dittsche), weiterhin live zu
DXen. Hinzu aber tritt eben auch die Möglichkeit, der Jagd nach Stationen
zeit- und ortsversetzt nachzugehen. Eine Wildkatze im Harz zu sehen ist was
anderes, als hinter Gittern.

Die Frage, was denn welche QSLs wert sein mögen, berührt eigentlich ganz
andere Dinge. Einem selbst kann das herzlich egal sein. Man weiß hoffentlich
um den Wert der auf diese oder eben auf jene Art geschossenen Trophäen. Geht
man damit jedoch in die "Öffentlichkeit", so bekommt die QSL natürlich
Repräsentations-, Distinktions- und Renommiercharakter. Damit allerdings
tritt sie gleichzeitig aus dem Bereich des eigentlichen DXens hinaus in die
Sphäre des gesellschaftlichen Umganges. Wird sie hier als "Zahlmittel" für
das Maß der Geltung auf den Tisch gelegt, geht’s eigentlich nicht mehr ums
DXen.

Übrigens hat der Amateurfunk ja auch seinen Teil zu diesem Thema schon
hinter sich, aber umgekehrt: von der Angebotsseite her mit
robinsonclubmäßigen DX-Peditions, die auch nur noch mechanische
Kürzest-Rapports austeilen. Die Nachfrageseite müht sich erst vereinzelt mit
ferngesteuerten Transceivern.

Eigentlich könnte aus diesem Paradigmenwechsel doch mal ne Magister-
zumindest aber ne Bachelor-Sache entstehen, oder?

73 Nils

[A-DX] Perseus: Erfüllte Wünsche kriegen Junge
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Perseus: Erfüllte Wünsche kriegen Junge
Datum: 30. Oktober 2007 13:47:59 MEZ

Eine guten Tag in die Runde - noch ist Perseus nicht auf dem Markt, es gibt
kein Handbuch und nicht einmal in Booklet (letzteres aber in Bälde!), kriegt
dieser erfüllte Wunsch schon allerhand Junge. Nicht nur hier, auch in der
Yahoo-NG.
Vielleicht einmal grundsätzlich:
* Als SDR bietet Perseus die Möglichkeit, unglaublich Vieles zu realisieren.
Und wofür ein Markt da ist, das wird bestimmt auch gemacht werden.

Ich setze das Ding z.B. gerade mit PC-HFDL, dem DX-Atlas und Google Earth
ein. Da "vermisse" ich schon eine Frequenzsteuerung des Perseus aus PC-HFDL
heraus. Auch würde ich mich über eine Brücke nach MixW2 freuen. Und die
Datenbankeinträge für eine Ausbreitungsprognose gerne mit Ioncap (wie bei
ERGO4) und einem Greyline-Programm (hier böte ich wiederum der DX-Atlas an)
kombinierbar sehen.

Einigermaßen sicher bin ich, dass das alles kommen wird. Womöglich nicht
völlig kostenlos und sämtlich von Nico, sondern eben für einen kleinen Preis
und auch von Drittanbietern (wie PC-HFDL oder SkySweeper). Wenn dann alle
meine heutigen Wünsche erfüllt sind (ja, auch die Synchronisierung auf
Ionosonden für hausgemachte Ionogramm gehört dazu, wird aber wohl eine
GPS-Zeitsteuerung verlangen), gibt es garantiert wieder: viele neue.

Viele Software-Autoren werden Perseus als auch HF-mäßige solide und haltbare
Plattform nehmen, um hierfür Anwendungen zu entwickeln. Im Sommer 2008 sieht
die Welt dann wenigstens in diesem Punkt sicherlich ganz anders aus.
Nico arbeitet mit unglaublichem Einsatz eine ziemliche Liste eigener Ideen
ab, um Perseus so schnell wie möglich als mit einiger Sicherheit
konkurrenzlose Combo von Hard-/Firm- und Software auf den Markt zu bringen.

73 Nils

[A-DX] 60 m in Ketten
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] 60 m in Ketten
Datum: 31. Oktober 2007 09:24:55 MEZ

Guten Morgen, in die Runde - die Nacht über habe ich mal das 60-m-Band in
400 kHz Bandbreite mit dem Perseus aufgenommen (Lacie-HD, 500 GB, Firewire).

Die Abspeicherung in Zehnminuten-Abschnitte zu je knapp 1,8 GHz funktioniert
prima, auch die automatische Verkettung dieser Abschnitte beim Abspielen.
Die Software versieht die Dateinummer selbsttätig mit einer fortlaufenden
Nummer ab 000.
Folgendes hat sich als praktisch herausgestellt:
* Man sucht sich einen Abschnitt heraus, der kurz vor einer vollen Stunde
beginnt (Indien-Fans natürlich: kurz vor XX:30)
* dann markiert man im Balken der Aufzeichnung einen Bereich von ca. 2
Minuten um diese volle Stunde herum, der nun als Schleife wiedergegeben wird
* jetzt springt man von Frequenz und Frequenz und sahnt nur noch so die
Stationsansagen ab / für Details eines Empfangsberichtes vertieft man sich
dann in andere Takes (dabei kann man natürlich dann einen Audiorecorder wie
Audacity - Freeware, incl. Konvertierung zu MP3 - laufen lassen und die
Ansagen noch einmal in Ruhe hören / damit einem keine Verwechselung zwischen
Ost-Nepali und Nordwest-Burmesisch mehr unterläuft ...)

Bei dieser Art zeitversetzten Empfangs kann man alles ändern - incl-
Betriebsart, Bandbreiten, AGC und sogar den Noiseblanker.

Ich bin sicher: das ist eine neue Dimension des DXens und könnte selbst mich
notorische Schlafmütze zum Südamerika-Fan machen!

73 Nils

[A-DX] Zwei Seelen
Von: nils.schiffhauer
Betreff: AW: [A-DX] Zwei Seelen
Datum: 2. November 2007 08:26:56 MEZ
von Gerhard Hübner

Guten Abend,

mit etwas Wehmut las ich in den letzten Tagen hier über die Sony -
Empfänger, die nun schon (wirklich)
JAHRELANG ihren Dienst tun und immer noch Spitzenleistungen bringen.

Wehmut, weil ich mich frage, was wird wohl in (NUR) 10 /15 Jahren mit
unseren SDR - Geräten sein?
Wird da auch noch ein Jürgen Martens mit Liebe, Geduld und Fachwissen so
einen Kasten entstauben,
reparieren und ihn wieder wie neu herrichten? Wohl eher nicht! Und das
Problem wird ja nicht nur das
Gerät selbst sein, sondern der PC und das Programm mit seinem
(un)verträglichen Betriebssystem zum Steuern von
den Geräten der neuen Generation.

Mit welcher Halbwertzeit muß ich denn rechnen, wenn ich denn dann
"endlich" Mitte November (hoffentlich !!) vor meinem
PERSEUS sitzen werde? Sind das dann Monate, bis der Herstellen XY was
ganz Tolles auf den Markt bringt, basierend auf
der allerneuesten PC-Technik? Schaut doch 'mal auf die Entwicklung SDR
1000 / SDR 5000!
Besteht nicht die Gefahr,dass ich, wenn ich auf der SDR - Schiene fahre,
quasi durch die Entwicklung im PC-Sektor ,
sehr schnell Niemanden mehr finde, der bei Hard- oder Softwareproblemen
in der Lage ist, zu helfen, weil ja sein und mein PC
mit ihren Betriebssystemen sich nicht mehr verstehen. Werde ich mit
jedem neuen PC gezwungen auch ein neues passendes Radio zu erwerben?
Oder laufen bei Euch alle Programme, die Ihr unter Windows 98 gekauft
habt auch unter Vista? Von DOS ganz zu schweigen. Und was ist z.B. mit
seriellen Ports und USB/ FireWire, am RX und PC?

Ich kann mich jedenfalls nicht dazu aufraffen mir "heute" einen Vista-PC
anzuschaffen, weil ich den Aufwand nicht betreiben
will, alle Programme, die mir das Hobby verschönen, neu zu installieren,
zu testen, zu konfigurieren und ggf. neu zu
beschaffen.

Ich stehe Neuerungen gewiss nicht ablehnend gegenüber, aber das Tempo,
mit dem die Entwicklungen voran gehen,
ist mir zu hoch. Um mitzuhalten fehlt mit der schnöde Mammon und,
schlimmer, die Zeit.

Meine AOR 7030 werde ich in Ehren halten; hoffentlich braucht er noch
lange keinen Jürgen Martens! Ich warte DENNOCH gespannt auf meinen Perseus (und freue mich darauf).

Vielleicht liegt es am trüben Novemberwetter, dass ich etwas skeptisch bin.

Grüße aus Burgdorf
Gerhard

---

Ein spannendes Thema, Gerhard, das sicherlich die Gedanken jedes Einzelnen
und auch die Diskussion hier beflügeln wird - und das ja schon getan hat.

Es gibt mehrere Perspektiven:* klassische Receiver werden derzeit nur noch für den Hobbymarkt gefertigt,
die Profis wollen alles digital haben / aus Kosten- und Nutzenerwägungen
* für den Liebhaber klassischer Receiver (der Profis) werden deren Preise
sinken. Man bediene sich!
* dieser objektiven Entwicklung steht der subjektive Aspekt gegenüber.
Dieser gewissermaßen "Privatnutzen" hat zwei Geschmacksrichtungen: den der
Leistung, die ein Receiver bringt und den der Aura, die er hat
* zur Leistung des eigentlichen Wiedergabe von Radio Timbuktu zählen heute
die Möglichkeiten breitbandigen Empfanges und breitbandiger Aufnahme, wie
sie nur Digitalreceiver bieten. Wer das nicht braucht, ist in diesem
Leistungsspektrum mit einem AR-7030 genauso gut bedient
* Digitalradios gibt es derzeit nur um den "Preis" der PC-Bedienung. Das ist
Sinn der Sache (Flexibilität, Nachhaltigkeit durch neue Firmware,
Produktionskosten). Wer das nicht /auch noch in der Freizeit!/ auf den
Bildschirm starren mag, für den also kommt dieser Receivertyp (erst einmal)
nicht infrage.

Trotz der unbestreitbaren Vorteile digitaler Fotografie gebe ich meine Nikon
F2 und meine Leica M6 und meine Sinar P2 nicht weg. Teils aus sentimentaler
Nostalgie, teils aus praktischen Erwägungen, da es zumindest zu den letzten
beiden Genannten noch keine Alternative (für mich) gibt. (Einschub: obgleich
mir Ricohs GR Digital auf Reisen die M6 rein objektiv betrachtet schon
ersetzt, aber die letzte Faser des Kamera-Auges will da noch nicht
kapitulieren - Altersfrage, vermutlich?!)

Die Skepsis der Haltbarkeit von Anschlüssen und Softwarenormen ist
berechtigt. Sie trifft auch das Problem digitaler Archivierung (wiederum:
Bilder, aber auch von Texten). Jetzt kommen ja die ersten Digitalreceiver
auf den Surplusmarkt, und man hat Mühe, das Diskettenlaufwerk dazu zu
bekommen, um den wachzuküssen.
Allerdings, obwohl Liebhaber eher ewig haltbarer Dinge: ich bin dann schon
neugierig darauf, welche Möglichkeiten die nächste und die übernächste
SDR-Generation bieten.

Also: einen SDR-14 neben einem Collins 51S-1 auf dem Tisch stehen zu haben
(hätte ich letzteres doch nur!) und beide einigermaßen fleißig auszuführen -
das ist für mich vollkommen verständlich und keine Frage des Entweder-Oder
oder ein Konflikt des Ungleichzeitigen im Gleichzeitigen.

Die Diskussion darüber ist jedoch sehr fruchtbar, weil sie bei jedem
Einzelnen im Kopfe wieder etwas bewegen könnte.

November ist schon gut! 73 Nils


Breitbandige Aufzeichnung
Von: nils.schiffhauer
Betreff: AW: [A-DX] Turkmenistan 4930 kHz in LSB
Datum: 5. November 2007 07:31:21 MEZ

von Jürgen Martens

Hallo Nils,

früher saß man morgens vor einer großen Tonbandspule und
wertete diese den ganz Tag (minstens!) aus, heute ist es datenmässig
fast noch mehr.

---

Guten Morgen, Jürgen & die Runde - das mit der Tonbandspule weckt
Erinnerungen. Allerdings sind heute SDRs wie der SDR-14 oder Perseus
demgegenüber ein qualitativer Sprung.

Die wichtigstens Zeiten zum DXen sind ja wohl:
* s/on
* s/off
* Sonnenaufgang/-untergang Sendeort
* Sonnenaufgang/-untergang Empfangsort

Letztere von wegen "Greyline enhancement". Die breitbandige (!) Aufzeichnung
nun versetzt einen in die Lage, schnell bei einer Station zwischen diesen
Zeiten zu wechseln. NBC Kaduna 4770 kHz etwa kommt beim s/on (verspätet,
aber) recht eindrucksvoll mit dem Testton, der gleich zeigt, woran es am
Sender mangelt (s/on von Djibouti 4.780 kHz mit dem selben Testton überzeugt
ungleich stärker). Ist der Empfang zu den anderen Zeiten besser? Zwei, drei
Mausklicks, und man weiß es. Oder man klappert nacheinander alle Inder nach
einer Lokal-ID ab, die oft zwischen 15:25 und 15:30 Uhr UTC erfolgt. Oder
man sieht in der Aufzeichnung genau jene Lücke, die ein störender Sender
hinterläßt.
Perseus teilt ja die bis zu 400 kHz breiten Aufnahmen automatisch in
Abschnitte zu zehn Minuten, die beim Abspielen fugenlos wieder
zusammenfließen. Einen beliebigen Abschnitt daraus kann man als Schleife
durchhören, beispielsweise 01:59 bis 02:01 Uhr UTC, um sich auf die Suche
nach Stationsansagen zu begeben. Das "Original" geht dabei nicht verloren,
man kann beliebig viele Versuche unternehmen, hinsichtlich Bandbreite,
Demodulationsart und Noiseblanker (z.B.) den Empfang zu optimieren.

Das alles sind die entscheidenden qualitativen Unterschiede (und bei weitem
noch nicht alle), die die neue Dimension des DXens ausmachen. Wobei selbst
meinem einigermaßen hellen Kopf erst langsam - weil: konditioniert durch
jahrzehntelanges Scheuklappen-DX hinsichtlich Zeit & Frequenz - die
tatsächlichen Möglichkeiten aufgehen / eine Energiesparlampe erreicht da
ihren Nennluxwert bedeutend schneller ...

Was mich zudem begeistert, ist die optisch gestützte und somit optimierte
Wahl der Bandbreiten. Man glaubt gar nicht, wie eine derart angepaßte
Bandbreite die Verständlichkeit erhöht! (Zwischen Uighur und Turkmenisch
konnte ich allerdings auch schon am SPR-4 wenigstens unterscheiden; mit dem
Doppel-Blind-Test allerdings würde ich da wohl scheitern). Hinzu kommt die
verblüffend klare Demodulation, besonders, wenn ein Synchrondetektor zum
Einsatz kommt.

Hinsichtlich des Perseus stelle ich gerade weitere fast 30 Audioclips
zusammen, die dann auch Beispiele mit Synchrondetektor enthalten. Dann kann
sich jeder selbst davon ein Hörbild machen. Ja, die Aufnahme von
Turkmenistan ist dann auch dabei - nur echt mit der Kuckucksuhr zur vollen
Stunde!

73 Nils

[A-DX] Perseus: Hörbeispiele verdoppelt
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Perseus: Hörbeispiele verdoppelt
Datum: 7. November 2007 18:28:33 MEZ

Guten Abend, in die Runde - die Anzahl der Hörbeispiele des "Perseus" auf
der SSB-Website sind nun verdoppelt worden. Die neuen AM-Sendungen sind
weitgehend mit Synchrondetektor aufgenommen und zeigen manche Wechselfälle
des DXens von World Harvest Radio/Hawaii über verschiedene AIR-Locations bis
hin zu NBC Kaduna. Auch der DRM-Teil wurde erweitert.
Link: http://www.ssb.de/amateur/simplay/mp3.shtml


Viel Spaß: Nils

[A-DX] Perseus an der 700 m langen Beverage
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Perseus an der 700 m langen Beverage
Datum: 12. November 2007 16:40:08 MEZ

Hallo, zusammen, am Wochenende haben ein paar Italiener den "Perseus" mal an bis zu 700 m lange Beverages angeschlossen, um in Norditalien mal die DX-Fähigkeit des SDR zu testen. Hier ein Logauszug von Alessandro Groppazzi:

10 November
1755 1566 KOR HLAZ, Jeju
1811 1566 IND AIR Nagpur
2100 4874.54 INS RRI Sorong
2101 4789.95 INS RRI Fak Fak
2152 1070 CAN CBA Moncton NB
2216 1520 USA WWKB Buffalo NY
2223 1500 USA WWWT Washington DC
2316 1540 CAN CHIN Toronto ON
2350 1390 USA WEGP Presque Isle ME
2357 1320 CAN CKEC New Glasgow NS

11 November
0006 1130 USA WBBR New York NY
0038 1700 USA KVNS Brownsville TX
0111 590 CAN VOCM St.John's NL
0112 620 CAN CKCM Grand Falls NL
0137 1510 USA WWZN Boston MA
0145 680 CAN CFTR Toronto ON FIRST FOR PIA !
0235 1650 USA WHKT Portsmouth VA
0403 1470 CAN CJVB Vancouver BC FIRST FOR PIA !
0439 1510 USA KGA Spokane WA FIRST FOR PIA !
FIRST FOR ITALY ?
0601 1410 CAN CFUN Vancouver BC FIRST FOR PIA !
FIRST FOR ITALY ?

73 Nils, der auch über die hier gemeldeten umwerfende Empfänge aus China, Japan, Alaska etc. von einem Staunen ins nächste fällt. Eine K9AY müsste doch zu machen sein?!

Perseus Antenne
von Heinz
Krubner
Gesendet: Montag, 12. November 2007 16:55
Betreff: Re: [A-DX] Perseus an der 700 m langen Beverage

Diese Logs sind schon sehr beeindruckend. Aber wer hat schon eine 700 m lange Beverage. Mich würde interessieren, was man z.B. an einer Indoor betriebenen Aktivantenne in normaler Wohnlage mit den üblichen Störungen erwarten kann. Respektive würde mich interessieren, was z.B. mein EK 890 an so einer Monsterantenne bringt. Leider kann ich den auch nur indoor mit der HE 011 indoor betreiben. Und Gelegenheit zum Anschluss an so eine Antennenanlage hatte ich noch nie.

Grüsse
Heinz


Hallo, Heinz - ich nutze des Perseus ja (auch) an einer Indoor-Antenne, an
der DX-One, der ich aufgrund ihrer beiden Loops eine noch bessere
Performance als der zweifelsohne sehr guten HE011 zusprechen möchte.
Ohne einen direkten Vergleich zu haben, bringen Logs an sehr
unterschiedlichen Antennen in der Tat nicht sehr viel. Da muss man also
einfach abwarten. Überbrücken lässt die Wartezeit sich, indem man mal ein
paar Audioclips mehr oder minder gewöhnlicher Stationen hört. Also Nigeria
15.120 kHz, wo es auf die Verständlichkeit ankommt oder 938 Live, wo es auf
6.150 kHz darauf ankommt, wie gut die Filter den ORF 6.155 auf Abstand
halten. Bei Sendern wie Mongolei und Hawaii spielt auch die Antenne eine
große Rolle, bei Sendern, die 20-30 dB stärker reinkommen, sollte der
Unterschied nicht so ins Gewicht fallen.

[A-DX] Perseus
von Andreas Wohlhaupter
Gesendet: Montag, 12. November 2007 17:15
Betreff: [A-DX] Perseus

Hallo zusammen,

das klingt ja alles sehr beeindruckend, was über den Perseus so
zu lesen ist.

Was mich als UKW-DXer interessieren würde: sind solche Projekte
auch für Frequenzbereiche oberhalb 30MHz angedacht? Mir ist klar,
dass die nötigen Bandbreiten im UKW-Bereich und darüber hinaus
ganz andere sind als im AM-Bereich, aber neuere Radios arbeiten
intern wohl auch bereits "software defined", nur zu sehen kriegt
man halt nichts.

Viele Grüße,
Andreas

Ja, Andreas, diese Entwicklung ist absehbar, und die Profis beschreiten
diesen Weg ja schon, beispielsweise mit dem EM550, der VHF/UHF/SHF-Version
des SDR "EM510" von Rohde & Schwarz. Der kostet 30.000 Euro, die bis 30 MHz
gehende Version nur 20.000 Euro. Noch also ist es teuer, den Bereich
oberhalb von 30 MHz zu erschließen. Aber auch 256-MB-Speichersticks kosteten
mal ne ganze Menge ...
Dennoch: mit Hardware alleine und somit dem segensreichen Wirken von einfach
Moore's Law ist es hier nicht getan. Denn die Software ist ja das Herz eines
solchen Radios.
In dieser "Übergangszeit" nutze ich den SDR14 und Perseus daher zusammen mit
dem 4 MHz breiten ZF-Ausgang des IC-R8500 als Spektrum-Analyzer und manchmal
auch als Demodulator, der mir z.B. Signale von Wetterballonen mit einem
Klick heranzaubert.
73 Nils

[A-DX] Antennen und Greyline
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Antennen und Greyline
Datum: 19. November 2007 09:22:17 MEZ

Guten Morgen - derzeit höre ich bis etwa 11 Uhr Lokalzeit Radio Rebelde
5.025 kHz und überbrücke die knapp zwei Stunden, bis denen Lhasa auf 5.240
kHz einfällt, mit einem Mittagsschlaf ...

Greyline ist jetzt das Stichwort. Also jene Dämmerungszone, die zweimal um
die Erde zuckelt (einmal vorne, dann wird es Nacht; einmal hinten, dann tagt
es). Für "tiefe" Frequenzen (meist so unter 5 MHz) geht’s dann am besten,
wenn die Strecke im Dunkeln liegt. Da es dabei aber ja nur auf die
Reflektionspunkte an der Ionosphäre ankommt, die in einem Umkreis von bis zu
ca. 3.000 km um Sender/Empfänger herum liegen können, wird das manchmal
etwas unübersichtlich - zumal die meisten ja die Erde nur als Rechteck der
Mercator-Projektion kennen und auch keine rechte Vorstellung von ihrer
schiefen Achse ("Inklination") haben. Der Vorstellung helfen im Prinzip zwei
Dinge auf:

* ein Globus mit jenem sinnreichen Innenleben, das die Hell- und Dunkelzonen
zu jedem Tag im Jahr und zu jeder Stunde jedes Tages zeigt (plus den
jeweiligen Punkt des Sonnenhöchststandes). Neben meinem Receiver steht eine
vor einem Vierteljahrhundert (genauer: Titelgeschichte der funk 1/1980) mal
vertriebene Amateurfunkversion mit Präfixen, Senderstandorten und vor allem
strahlenförmig von Deutschland ausgehenden Großkreisen mit Unterteilungen
alle 3.000 km (= ein Ionosphärensprung!). Den gibt es aber nicht mehr.
Dennoch ist die Version mit einfachem physischem Kartenbild eine gute Hilfe
und schmuck obendrein (150 Euro):
http://www.geodus.com/de/globen-columbus-globus-planet-erde_423052-9.htm

* eine Software, die das alles schön auf dem Display darstellt. Kostenlos
ist da AzMAP (http://www.aa6z.com/) in (nur) optisch holzschnittartiger
Anmutung, während der DX-Atlas in vielerlei mehr Hinsicht eleganter ausfällt
und neben Hell- und Dunkelzonen sogar die MUF anzeigt, wobei er zudem - das
ist rar! - die erdmagnetische Aktivität berücksichtigt:
http://www.dxatlas.com/ 30-Tage-Version kostenlos, sie lohnt sich!

Mit der Greyline-Methode kann man auch nur kurzzeitig offene Pfade
entdecken, die einem eine Ausbreitungsprognose im Stundentakt (VoACAP, z.B.)
nicht bietet - also Deutschland-Hawaii am Nachmittag auf 5 MHz.
Greyline-Ausbreitung ist oftmals durch flache Kopplung in die/aus der
Ionosphäre verbunden, was dann zu kurzzeitig relativ starken Signalen führt.

Mit Antennen wiederum ist es so wie mit dem Arzt: wer hilft, hat recht. Wer
mehr wissen will, dem sei die leichtfaßliche, mit vielen Beispielantennen
versehene und auch mit einem Blick verständliche 3D-Ansichten auswerfende
Kostenlos-Software MMANA-GAL empfohlen; in Deutsch:
http://www.dl2kq.de/mmana/4-7.htm

Da kann man dann den Einfluß der Höhe auf bestimmte Frequenzen sehen, den
Verlauf der Anpassung etc. Manchmal wundert man sich daraufhin, dass bei der
dann sichtbaren "Steilstrahlung" üblich niedrig aufgehängter Antennen doch
noch allerhand flach einfallendes DX zu hören ist ...

Frohe Woche: Nils

[A-DX] Perseus: Booklet zum Download


Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Perseus: Booklet zum Download
Datum: 19. November 2007 13:30:49 MEZ

Mahlzeit - das reich illustrierte 50seitige Booklet: "Perseus - eine
Kurzwellen-Revolution, die begeistert!" ist jetzt kostenlos von der
SSB-Electronic-Website abrufbar (knapp 5 MB):
http://www.ssb.de/amateur/pdf/Perseus_SDR_1107.pdf

Kommentare & Kritik bezüglich des Inhaltes bitte an mich; Lob wegen des
gelungenen Designs/Layouts bitte an den verehrten Herrn Listenbetreiber;
Esq.

73 Nils

[A-DX] Radio Neuseeland : schwer in DRM
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] RNZI: schwer in DRM
Datum: 20. November 2007 13:22:26 MEZ

Mahlzeit - die DRM-Zuspielsendung für pazifische Rundfunksender von RNZI auf
9.870 kHz kämpft gegen 12:00 UTC hier recht erfolglos gegen AM-Sender auf
9.865, 9.870 und 9.875 kHz. Bei einem SNR von unter 6 dB ist gerade mal die
ID zu lesen. Das hatten wir im vorigen Jahr besser.
73 Nils

[A-DX] Perseus: Systemvorraussetzungen des Notebooks?
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Perseus: Systemvorraussetzungen des Notebooks?
Datum: 23. November 2007 12:55:16 MEZ


Hallo Jürgen (Martens) und Willi (Passmann)

Zu meiner Bemerkung zum Perseus möchte ich mich für eure Antworten bedanken!

Was mich jetzt noch interessieren würde: Welches sind eigentlich die
minimalen oder auch optimalen Systemvoraussetzungen für das angeschlossene
Notebook? USB 2.0 scheint auf jeden Fall obligatorisch zu sein und
funktionieren tut's wohl mit WinXP und Vista. Ist sonst noch was zu
beachten? Beim Durchstöbern der Seiten von SSB-Elektronik habe ich zu diesem

Thema keine Details gefunden. Bestimmt kann auch Nils weiterhelfen.

Viele Grüße
Peter


Hallo, Peter - systematisch kann ich da leider nicht weiterhelfen. Aber ich
denke, nach dem Treffen mit Nico in der ersten Hälfte der kommenden Woche
werden wir ein wenig weiterwissen. Der nächste Schwung wird - annähernd
zeitgleich - dann voraussichtlich mit der Software-Version 03 ausgeliefert.
Sie läuft dann auch auf Vista, und Nico hat den Computer-Hunger nochmals
verringert.
73 Nils


[A-DX] Kleines Erntefest auf 60 m
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Kleines Erntefest auf 60 m
Datum: 24. November 2007 19:11:25 MEZ

Hallo, zusammen - immer noch kaue ich auf 241 GB: 24 Stunden 60 m vom 21. Auf den 22.November.
Nett fand ich:
5.100 R. Bana, s/on mit ID 03:55 UTC
5.066,3 R. Candip s/on 04:00
5.010 R. Malagasy, f/out 03:40
4.874,55 RRI Sorong, 22:00 "Song of the Coconut Islands" (zu hören ab etwa 21:05)
4.790 R. Vision (wer "Visionen" hat, gehe zum Arzt ...), f/out 08:30 (ca. 07:00: O=4)
Gehört mit Perseus & mit der Software-Version 032, die auch auf Vista läuft sowie mit mitlaufender/editierbarer EIBI- und HFCC-Liste plus verbessertem Synchrondetektor geliefert wird. Parallelbeginn von Sendungen, Warten auf IDs und Schlaf haben damit ihren Schrecken verloren. Alles ist möglich!

73 Nils

[A-DX] Perseus im Funkamateur
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Perseus im Funkamateur
Datum: 24. November 2007 19:24:40 MEZ

... eine schöne Titelgeschichte mit u.a. dem Fazit: der Leser "kann nach Entrichtung eines vergleichsweise angemessenen Entgelts seinen Platz im Technologie-Himmel einnehmen."
Den Dynamikbereich hat Clemens Seidenberg mit 103 dB bei 2,4 kHz Bandbreite gemessen, den Rauschflur mit -158 dBm/Hz. (Ist ja immer beruhigend, wenn der ohrenoffensichtliche Eindruck zudem durch kühle Messdaten bestätigt wird.)

Noch eine kurze Bemerkung hinsichtlich der Abtastfrequenz: die halbe Abtastfrequenz legt die höchste Bandbreite, nicht jedoch die höchste Frequenz fest, die ohne Mehrdeutigkeiten (wie dunnemals: "Spiegelfrequenzen") digitalisiert werden kann. Deshalb ist z.B. der SDR-14 über den Direct-Eingang mit passender Vorstufe (30 MHz - Nyquist! - und Vorverstärker) auch im UKW-Rundfunkband noch gut brauchbar. (Klassisch dazu: http://www.stanford.edu/class/ee104/shannonpaper.pdf)

73 Nils

[A-DX] Erste Erfahrung mit Perseus
von Thomas Moeller
Gesendet: Freitag, 30. November 2007 21:03
Betreff: [A-DX] Erste Erfahrung mit Perseus

Hallo in die Runde,
nachdem nun "endlich" die ersten Perseus ihren Besitzer gefunden
haben, möchte ich kurz über meine
bisherigen Erfahrungen mit der "Wunderkiste" berichten.
Was der Perseus alles so kann, und vor allen Dingen darstellen kann,
darüber ist ja schon hinlänglich berichtet worden.
Auf dem DX-Camp ( 20.11.-25.11.) in Hanstedt konnten sich 17 Dxer ein
Bild von den Empfangsleistungen und besonders von den
Einstellmöglichkeiten ein Bild machen.
Mit einem Beamer wurde der Perseus an die "Wand geworfen" und über
Aktivboxen konnte jeder mithören.
Gelobt wurden die Dinge, über die uns Nils schon vorab informiert hat.
Erstaunen und Fragen, wie ist so etwas überhaupt möglich, oder, das
dieses alles in so einer kleinen Kiste Platz findet, waren die
Reaktionen.
Fazit ist, darüber sind sich die meisten Dxer einig, das ist die
Zukunft!
Leider hat sich aber auch gezeigt, das die Bedienung (Software) noch
eine "Baustelle" ist und zum wirklichen dxen noch einige wichtige
Einstellmöglichkeiten fehlen.

Bemängelt wurden mehrheitlich folgende Punkte:
Werte für die AGC-Regelung fast-medium-low nicht einstellbar
AGC manuell hat keine Funktion und es fehlt ein Gain-Regler !!! (sehr
wichtig)
Fenster von Perseus ist in der Größe nicht veränderbar.(Anpassung an
den Bildschirm)
Es fehlt eine/zwei Uhren. MEZ / UTC
Noch keine Speichermöglichkeit von einzelnen Stationen !!!
2 VFO`s
(Notch, PBT und NR sollen ja in Beta 3:0 kommen)
Viele hatten natürlich ganz spezielle Wünsche und Zukunftsvisionen,
die jetzt erst möglich wären könnten.
(da würde aber Nico doch sehr in´s Schwitzen geraten)
Vielleicht sollten sich alle Perseusbesitzer in einer Wunschliste
äußern, die dann von Stefan an Nico weiter gereicht wird, in der
Hoffnung um Realisierung.

Als ehemaliger ELAD-Besitzer(5.0) würde ich mir die AGC-Einheit, das
Notchfilter-System, die Speichermöglichkeit und den Equalizer vom
FDM77 für den Perseus wünschen. Dann wäre die Kiste nahezu perfekt!
Gruss
73
Thomas




Prima, Thomas, dass der Perseus so gut ankam!

Was die Wünsche angeht, so kriegt ja jeder erfüllte Wunsch Junge. Folgendes
wird definitiv kommen:
* Schnittstelle zu Steuersoftware wie ERGO4 und VisualRadio
* Notchiflter

Auch an einer Speicherung des Wasserfalls (plus Zeitstempel) ist Nico dran.

AGC/Verstärkung: Man vergleiche mal die Situation 6.150 kHz (Singapore vs.
ORF 6.155 kHz) mit dem Perseus und mit einem Receiver, der eine manuelle
HF-Regelung bei gleichzeitig abschaltbarer AGC hat. Ich habs gemacht, z.B.
mit dem RX1001 von Hagenuk: kein Unterschied. Die gut 100 dB Dynamikumfang
reichen. Gleichwohl habe auch ich Nico eine abschaltbare AGC vorgeschlagen,
um bei rasch aufeinanderfolgender Kurzzeitsignalen Amplitude und
Ankunftszeit zugleich schwacher Signale korrekt auswerten zu können. Das
Bakennetz um GB3WES mit 0,5 Millisekunden kurzen Impulsen und deren
Auswertung mit Scattergram sind hier die Stichworte:
http://www.netronic.co.uk/mm1rah/scattergram.htm (Aber das geht auch jetzt
schon mit Perseus; ich will mal zusehen, dass ich in Nicos Mailinglist mal
entsprechende Screenshots stelle). Ein weiteres Argument in Sachen AGC war,
"on par" (oder "auf Augenhöhe") mit SDR-14/Spectravue zu bleiben. Womöglich
wird sich hier noch etwas bewegen.

PBT: Ist schon realisiert - die Filterflanke kann beliebig verändert werden.
Nichts anderes ist der Effekt. Ich hatte Nico gebeten, den Knopf
wegzuradieren und die Funktion im Handbuch zu erklären.

Zwei VFOs: Wird sich durch die Schnittstelle zu anderen Programmen
erledigen. Nico wird definitiv nicht an Datenbanken etc arbeiten / sondern
lieber neue Idee z.B. der Störbeseitigung entwickeln/realisieren, die mit
SDRs überhaupt erst möglich geworden sind. Diesen Aktivitäten wird
einigermaßen sicher auch der Wunsch nach zwei Uhren (und eine dritte für
Venezuela, gar?) zum Opfer fallen - eines, das wir bringen sollten.

Weitere Wünsche: Im Gespräch sagte Nico, er hätte noch keinen Wunsch gehört,
auf den er nicht schon selbst gekommen wäre. Im Gegenteil - er selbst hätte
so viele qualitativ gänzlich andere Ideen, nur käme er leider nicht dazu,
sie zu implementieren. Jedes SDR ist ein unvollständiges Produkt. Aber eines
mit der Chance, das man es durch Software von Dritten für seine eigenen
Wünsche maßschneidern kann. Diese Auffassung von einem "Produkt SDR" gehör
tmit zum Paradigmenwechsel. Am Ende werden viel, viel mehr Wünsche erfüllt,
als man je zu träumen wagte. Das SDR-Konzept kann ja - bei einigem Interesse
der Nachfrager - gar nicht anders!

Das Schönste: die Investition "Perseus" als sehr HF-fähiges Radio bleibt ja
bestehen. Man wird sich aber an den Gedanken gewöhnen müssen, diese durch
Software-Optionen (eher von Dritten als von Nico selbst) aktuell zu
halten/aufzurüsten. Der Perseus ist also kein auf ewig fertiges Radio (wie
z.B. der NRD-545), sondern ein beinahe beliebig erweiterbares System.

73 Nils

[A-DX] Inventur: 24 Stunden auf 60 m
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Inventur: 24 Stunden auf 60 m
Datum: 2. Dezember 2007 16:11:54 MEZ

Guten Nachmittag, in die Runde - Christoph war so freundlich, das Ergebnis
meiner stundenlangen Sichtung "Ein Tag auf 60 m" (241 GB!) hier auf seine Website
zu stellen:

Es ist einfach neu&unvergleichlich, systematisch z.B. den Sendebeginn aller
Inder nach "Vande Mataram" auch in der Frühstückspause abklappern zu
können.

Mein Standort ist Hannover, die Antenne eine 42 m lange Windom. Manche f/ins
kamen erstaunlich früh, manche f/outs zogen sich erstaunlich lange. Noch
länger aber hätte es gedauert, nun auch noch zu jeder Station
Empfangsberichte zu schreiben ...

Ergänzungen & Korrekturen willkommen: Nils


FREQUENZ STATION s/on f/in s/off f/out REMAKRS

4725 UNID IS 19:00, female
4735 UNID 16:00 14:55 mx
4750 Qinghai PBS 22:00 16:00/02:00 "at s/on TS, ID in C & E; s/off 02:00 after TS"
4750 Bangla Desh Betar 16:00 "ID 15:59 ""Bangladesh Betar"", mostly Qinghai dominating"
4760 AIR Pt. Blair 23:52 1:30 s/on with 1-kHz-tone, ID AREPS: f/out 00:30
4760 AIR Leh 2:12 3:15 English news 02:45
4765 UNID 12:58 sounds like TX intermod from medium wave
4770 NBC Kaduna 4:30 22:32 s/off with local ID in E
4777 RTV Gabonaise 04:58/16:00 16:55 6:15 "s/on 04:48 with anthem and detailed ID in F, no s/off at 06:00; s/on 16:00 with f/in; 16:55 sudden s/off"
4780 RTV Djibouti 3:02 14:45 4:45 "s/on with ""Sala'am aleikum"" & ID, 19:00 ID (Somali?)"
4790 R. Visión 8:30 "06:53 ID ""Radio Visión"" & ""La Voz de la Salvacion"" (O=3-4)"
4790 RRI Fak-Fak 21:01 weak
4795 Kyrgyz Radio 13:30 18:00 "low modulation, ID in E as ""International Service"""
4800 Voice of China 19:59 12:15 17:31 2:45 s/on with anthem and TS, s/off with anthem
4800 AIR Hyderabad 0:10 13:00 17:40/02:15 "s/on with 1-kHz-tone, f/in under China; s/off 02:15: local ID in E"
4810 Armenian Public Radio 4:30 s/on with anthem & ID, 19:00: musical box IS, anthem, ID in Armenian at 19:01:30
4810 AIR Bhopal 0:25 13:00 s/on with 1-kHz-tone, local ID
4820 Xizang PBS 20:00 12:30 2:30 s/on with TS and ID
4820 La Voz Evangelicá? SIO 142 in Spanish, after f/out Xizang PBS at 02:35
4820 AIR Kolkata 0:25 s/on with 1-kHz-tone, under PBS Xizang
4828 Voice of Zimbabwe 16:30 4:15 E, but traceable from around 16:00 (so earlier s/on than listed 16:30)
4830 Mongoliin Radio, Altay 22:00 IS, start of program 115 seconds late with female ID
4835 ABC Alice Springs 21:30 s/on nearly coincided with f/out
4840 AIR Mumbai 23:53 13:40 3:15 s/on with 1-kHz-tone, ID 23:56
4860 AIR Delhi 12:45 3:10 TS, 17:30 nx in E (who behind?)
4874,55 RRI Sorong "22:00 ""Song of the Coconut Islands"", low mod"
4880 AIR Lucknow 0:25 13:10 s/on with 1-kHz-tone, ID
4885 Radio Clube do Para 8:10 06:57 ID
4895 Mongoliin Radio, Murun 22:00 IS, start of program 115 seconds late with female ID
4895 AIR Kurseong 0:52 13:15 2:15 s/on with 1-kHz-tone, distorted mod, local IDs 00:56 & 01:00
4905 Xizang PBS 21:00 12:20 2:40 "s/on also in E, male and female: ""China Tibet People's Broadcast Company"""
4910 AIR Jaipur 0:20 13:00 17:41 3:15 s/on with 1-kHz-tone, 17:30 local ID, nx in E (also 02:45)
4915 Radio Difusora Macapá 8:30 ID 08:01
4920 AIR Chennai 2:45 s/off with ID, 17:30 nx in E under Xizang PBS
4920 Xizang PBS 21:00 12:10 2:40 "s/on also in E, male and female: ""China Tibet People's Broadcast Company"""
4930 VoA Botswana 15:55 19:00 VoA-ID & News, QRM Türkmen Radio (but only in LSB!)
4930 Türkmen Radio 0:58 s/on with 1-kHz-tone, transmitting in LSB, problems with their audio mixer of their 2nd and 3rd px
4940 VoA Sao Tome 19:58 21:01 s/on and s/off: Yankee Doodle, ID [not 18:00 - 18:30!]
4950 AIR Kashmir 13:15 2:14 15:00 ID in Hindi?, switched to nx in E
4960 VoA Sao Tome 3:58 6:30 "s/on ID in E, Yankee Doodle; s/off after F, ID in E, Yankee Doodle, vy late reception!"
4965 CVC Zambia 4:30
4965 AIR Shimla 0:25 17:30 s/on with 1-kHz-tone, under Zambia
4970 AIR Shillong 0:22 s/on with 1-kHz-tone, local ID
4975 Voice of Russia, Yangiyul 19:00 World Service ID, Chimes
4976 Radio Uganda 1:57 4:30 s/on with S6, but low audio, 04:00 nx in E
4980 Xinjang PBS 23:30 12:45 3:00 "s/on ""East is read"", ID, s/off 03:00 just before f/out"
4985 Radio Brasil Central ID 06:31
5010 AIR Thiruvananthanpuram 0:20 13:30 17:41 s/on with 1-kHz-tone, ID, 17:30 nx in E, s/off suddenly
5010 Radio Nasionaly Malagasy 19:00 3:40 s/on before 02:20, beating with AIR until s/off or f/out around 02:40
5015 AIR Delhi 12:40 18:31 18:30 ID, nx in E, sudden s/off , Türkmen Radio behind
5020 SIBS SIBS tried during greyline 07:30 and 19:00, not a trace
5025 ORTB Parakou 16:26 sudden s/on into running px, 19:00 ID in F, E in background (VL8K that day?)
5025 Radio Rebelde 21:30 10:15 f/in under ORTB
5030 Radiodiffusion du Burkina 05:20/17:01 0:00 7:15 "s/on 05:20 1-kHz-tone, covering CTR, 05:27 anthem; s/on 17:01 abruptly with mx, covering CHN"
5030 Voice of China 16:00 ID (Beijing), TS, in C
5030 University Network, Cahuita 7:20 E
5035 R. Aparecida 7:10 Portug., but no ID hrd
5040 UNID 19:00 weak spurious, Hrvatski Radio?
5040 AIR Jeypore 0:23 17:40 s/on with 1 -kHz-tone, ID, 17:30 nx in E
5050 WWRB 0:00 s/on weak with E ID under Chinese, but getting better soon/vy weak at 04:50, lost or s/off seconds later
5060 Xinjang PBS 23:30 12:40 18:00/03:00 "s/on: TS, ""East is Red"", local ID in C und E (""China Xinjang People's Radio Station""), s/off: TS, ID in C, s/off 03:00 just before f/out"
5066,33 R. Candip 4:00 S6, well modulated
5070 WWCR 22:59 10:20 listed s/on NOV-MAR: 22:00, ID
5075 Voice of Pujiang? weak, 16:00 typical TS of chinese stations, C
5100 R. Bana Asmara 3:55 IDs, low modulation

[A-DX] Frage an Perseus-User
Gesendet: Donnerstag, 6. Dezember 2007 15:49
Betreff: [A-DX] Frage an Perseus-User

Da dieses Forum ja viele stolze Besitzer dieses kleinen Käschtle's hat,
würde mich interessieren, wie so die Auslastung des Rechners ist, wenn die
Software läuft. Kann man noch etwas auf dem PC machen oder sind die
aktuellen Modelle
schon an der Leistungsgrenze? Interessieren würde mich speziell, ob es zu
Tonaussetzern oder Fehlern in der Software kommt, wenn ich ein anderes
Programm, sagen wir mal Word oder einen Internetbrowser parallel laufen
lassen würde? Speziell die Notebooks sind da doch sicher überfordert oder?
Technisch würde mich zudem interessieren, ob es eine gemeinsame Masse
zwischen der Antennenbuchse des Perseus und der Masse des USB-Ports gibt
oder ob diese potentialgetrennt ausgeführt sind? Eine Anfrage an den
Hersteller blieb bislang unbeantwortet und auf dem Blockschaltbild kann ich
leider nichts erkennen.
Außerdem sind ja hier genug Fachleute versammelt, die das Gerät inzwischen
aus dem FF kennen...

Grüße
Gernot




Moin, Gernot - heutige PCs und auch Laptops sind mit Perseus & ein wenig
Parallelbetrieb gewiss nicht überfordert. Ich habe jedenfalls keine Probleme
auf meinem ca. zwei Jahre alten Medion, Perseus, DRM, Photoshop, Internet
und Office 2007 parallel laufen zu lassen, auch den DX-Atlas, sehe ich
gerade. Perseus allein frißt in eingeschwungenem Zustand zumeist zwischen 12
und 15% der CPU-Leistung (Pentium R4, 3,2 GHz, 1 GB RAM).
Bei meinem zwei Jahre alten Samsung-Micro Q30 knabbert Perseus zwischen 40
und 50 % der Leistung. Schalte ich DRM hinzu, werden es rund 70% bis 80%.
Für Jonglieren mit weiteren Programmen sitzt das Leibchen eng. Obwohl: Auch
den live aufgenommenen Screenshot "Perseus gibt RNZI in DRM mit gut 15 SNR
wieder" habe ich problemlos in Photoshop fallen lassen und dabei RNZI
weiterhören können. 1,2 GHz und 0,5 GB RAM hat der Pentium M, was dann also
erfreulicherweise sowohl die Minimalausstattung in deutschen
Kurzwellenhörerbuden, wie für den Perseus sein dürfte.
Bei einem anderen Laptop mit Pentium M, 1,73 GHz und 1 GB sind es im
Normalfall um die 25% CPU-Auslastung.
Alles unter Windows XP SP2.
Und Viva Vista? Perseus bei normaler Wiedergabe zwischen 20 und 30% mit
einem 700-Euro-Medion-Laptop (Intel Pentium Dual Core T2130, 1,86 GHz, 2 GB
RAM).
Alles im grünen Bereich, somit.
73 Nils

[A-DX] AW: Frage an Perseus-User
Gesendet: Donnerstag, 6. Dezember 2007 23:09
Betreff: [A-DX] AW: Frage an Perseus-User

Hallo Martin, hallo Nils, hallo Liste,

vielen Dank für eure beiden Statements zum Perseus.
Welche Fragen jetzt noch offen bleiben, sind die
nach den Hörbeispielen unten rum und die Potentialtrennung zwischen HF
und PC.
Schön zumindest, dass die Software auf meinen Geräten laufen würde.
Speziell mein neues Toughbook halte ich da aber erstmal raus.
Das ist ein reines Arbeitstier und selbst für einen Perseus irgendwie
noch zu schade :-)

Viele Grüße
Gernot



Moin, Gernot - unter 100 kHz habe ich ein wenig probiert, und es sieht sehr
gut aus, wie z.B. der Audio-Clip "RJH69" von 25 kHz zeigen sollte:
http://www.ssb.de/amateur/simplay/utilitymp3.shtml
Ich habe keine gute VLF-Antenne, sondern "nur" die DX-One unter Dach.
Deshalb habe ich noch keine weiteren Versuche in diesem Bereich angestellt,
außer, dass ich "die üblichen Verdächtigen" von den russischen Alpha-Sendern
bei knappt 12 kHz bis DCF77 natürlich alle empfangen habe.
Potentialtrennung? Die Frage leite ich mal weiter.
73 Nils, DK8OK

Perseus als Messgerät?
Von: nils.schiffhauer
Betreff: AW: [A-DX] Perseus
Datum: 12. Dezember 2007 19:27:28 MEZ


... vielleicht noch ein imho-Hinweis, also von völlig unmaßgeblicher Seite:
Laut Nico wurde Perseus "auch" als Meßgerät entwickelt. Deshalb zeigt es
auch in dBm an, die Umrechnung in uV fällt ja leicht, wenn man die
Impedanzen kennt (zumeist: 50 Ohm). Empfohlen sei hierfür u.a. der "Kleine
HF-Rechner":
http://www.mydarc.de/dl1anh/Software.html#HF-Rechner
Ebenfalls lt. Nico zeigt das S-Meter linear im Bereich von S1 bis gut S9+70
dB an. Besonders interessant ist das natürlich für den unteren
Leistungsbereich. Ausgewertet zur Anzeige wird die AGC-Regelspannung. Das
führt dazu, dass üblicherweise professionelle Empfänger dann keine
S-Meter-Anzeige bei abgeschalteter AGC aufweisen. Es gibt einen Trick, indem
man mit dem HF-Regler lediglich die Einsatzschwelle der AGC einstellt. Aber
das ist zur Messung stark fluktuierender Signale (womöglich: über Stunden
ohne manuellen Eingriff) eigentlich nicht anzuraten. Gedacht ist diese
Methode vor allem für CW- und SSB-Netze, in denen man schwächere Signale
gezielt unterdrücken möchte.
73 Nils, DK8OK

[A-DX] Perseus VLF
Gesendet: Montag, 10. Dezember 2007 21:14
An: A-DX Liste
Betreff: [A-DX] Perseus VLF

Ein kurzer ad-hoc Test mit der MiniWhip und dem Perseus ergab:

Die russischen RTTYs auf 18.1, 20.5 sowie Skelton auf 22.1 und Saterland
auf 23.4 kommen alle zwischen S8 und S9+10. Somit sollte auch SAQ gehen.
Und was mich zum Grübeln bringt: auf dem SDR-IQ geht es heute auch
störungsfrei.
Für das Dekodieren von Signalen und für Spektrogramm Anwendungen bringt
Martins Vorschlag "Virtual Audio Cable" leider nichts. Das Problem ist,
dass nur eine Soundkarte die Standardsoundkarte sein kann, auf die sich
dann Decoder und Perseus gemeinsam stürzen. Bei SpectraVue oder Dream
ist das clever gelöst. Diese Programme bieten alle vorhandenen
physischen und virtuellen Soundkarten als Quelle / Ausgabemedium an. Ich
hab 2 Soundkarten gesteckt und damit können Decoder / Spektrogramme
parallel zu SpectraVue laufen. Kann jemand beim Perseus schon Erfolg mit
DREAM vermelden? Obwohl der Perseus sehr friedlich mit dem
Hardwareressourcen umgeht (15% CPU) bringt das parallel laufende DREAM
bei mir die perseus.exe zum einfrieren. Ansonsten läuft sie nahezu
klaglos stabil.

73 de Matthias


Moin, Matthias - ja, mit DREAM & VAC habe ich u.a. RNZI auf 9.870 kHz recht
gut gehört. (Mit so einem Medion-Laptop für die üblichen 699 Euro, Windows
Vista)
Die Sache mit den individuell eingebbaren Ein- und Ausgabe-Soundcards habe
ich ich Nico schon mal vorgetragen. Er jedoch wollte es für den
Durchschnittsnutzer so bequem wie möglich bieten. Mal sehen, vielleicht
ändert sich da noch etwas.
73 Nils

[A-DX] Perseus VLF
Ich hoffe sehr drauf. Ich bin als Baken DXer auf die
Spektrogrammanwendungen angewiesen. Die NDBs, die man auch hören kann,
hab ich schon alle :-) Und leider gibt es keine vernünftige
Spektrogrammanwendung, die die Wahl der Soundkarte erlauben würde. Mit
den Decodern ist es dasselbe. Der Perseus braucht ja gar keine
Eingabesoundcard. Er gibt ja nur aus. Nico kann es doch den Nutzern
weiterhin sehr einfach machen und sich auch. Die Oberfläche bleibt wie
sie jetzt ist (denn sie ist gut!) und der ganze Einstellungskram wird in
eine perseusconfig.exe ausgelagert. Verständigung über config-File. Wer
das nicht braucht, arbeitet halt mit der mitgelieferten
Standardkonfiguration. Wennn er dann noch die Frequenzdatenbanken über
eine Schnittstelle anbindet und auch aus der Kernanwendung rauswirft und
die Kernanwendung über ein API für die Fernsteuerung zugänglich macht,
dann hat er eine übersichtliche beherrschbare und trotzdem auf lange
Sicht erweiterungsfähige Anwendung.

73 Matthias


... nur ganz schnell: wenngleich der Begriff "vernünftig" bei
Spektrogrammanwendungen sicherlich interpretierbar ist, so möchte ich doch
darauf verweisen, dass das in meinen Augen "beste" (wieder so ein dehnbarer
Begriff) Programm "SpectraPlus 5.0" eben diese Möglichkeit biete / "ab 295
US-$", http://www.spectraplus.com/index.html, sollte sich im Internet weiter
umsehen.
73 Nils

Aktuelle Tipps

zum Fernempfang

Alle Zeitangaben beziehen sich auf UTC Weltzeit, früher auch als GMT bekannt, also während des Winters MEZ minus einer Stunden. (10 Uhr UTC = 11 Uhr MEZ)

Funkwetter aktuell

Uganda

UBC Red Channel aus Kampala ist abends im Tropenband auf 4976 kHz gut zu empfangen. (24.2.13)

Papua

Radio New Ireland ist Abends zum Sendebeginn nach 19.oo UTC schwach auf 3905 kHz zu hören. Der Empfang sollte in den kommenden Wochen noch etwas besser werden. (10.12.12)

Kongo

Nils Schiffhauer berichtet über guten Empfang von Radio Congo aus Brazzaville auf 6115 kHz. Beste Empfangszeit ist gegen 1730 UT bis zum Sendeschluss gegen 1820-1840 UT. (12.10.12)

Indien

Der neue "Super-Power" Sender aus Rajkot, Indien auf 1071 kHz Mittelwelle ist abends gegen 17 Uhr UT in oftmals erstaunlicher Qualität selbst mit kleineren Empfängern zu hören. (22.9.12)

Indonesien

Die Stimme Indonesiens aus Jakarta sendet sein deutsches Programm ab 1. September 2012 täglich von 17-18 Uhr UT auf 3955 kHz. Sehr guter empfang in Mitteleuropa! (1.9.12)

Somaliland

Radio Hargeisa ist mit dem neuen 100 kW Sender auf 7120 kHz Anfang September abends gegen 17 Uhr UT gut gehört worden. (1.9.12)

Oman

Radio Sultanate of Oman ist nachmittags gegen 14 Uhr UT auf 15140 kHz mit seinem Programm "90.4 FM" zu hören, berichtet Felix Lechte in der A-DX Liste. (16.06.12)

Deutschland - HCJB

Radio HCJB nutzt seit Mitte Juni einen neuen Sender mit Standort Weenermoor. Auf der Frequenz 3995 kHz ist abends guter Empfang der deutschen Sendungen aus Equator möglich. (11.06.12)

Äquatorial Guinea

Radio Bata ist abends im Tropenband auf 5005 kHz wieder zu hören, zumeist gibt es ein hörenswertes Musikprogramm. (10.6.12)

Australien

VL8A, Alice Springs sendet nun durchgehend auf 4835 kHz im Tropenband und ist abends auch in Europa zu hören. (01.06.12)

Sansibar

Radio Tanzania Sansibar ist recht überraschend wieder auf Kurzwelle zu hören. Nach 17 Uhr UT ist auf 11735 kHz ein sehr gutes Signal in Mitteleuropa zu hören. (25.04.12)

Malaysia

TraxxFM aus Kuala Lumpur ist gegen 17 Uhr UT auf 7295 kHz gut zu hören, berichtet Herbert Meixner in A-DX. (9.4.12)

Philippinen

Radio Philippinas ist gegen 19 Uhr UT sehr gut und mit vielen Stationsansagen auf 15190 kHz zu hören. (9.4.12)

Bonaire

Guter Empfang von Radio Nederland aus Bonaire um 21:00 UTC auf 15315 kHz und 17605 kHz (da bis 21:57 UTC) in Holländisch. Da Radio Nederland seinen Holländischdienst am 11.Mai schließt, ist nicht mehr viel Zeit für einen Empfangsbericht berichtet Gerald Kallinger in unserer A-DX Fernempfang Facebook Gruppe. (9.4.12)

Kongo

Der nationale Rundfunk des Kongos aus Brazzaville ist Anfang April gegen 18 Uhr UT auf 6115 kHz zu hören, da die Frequenz nicht von anderen Stationen belegt wird. Ein seltener Fang! (1.4.12)

Neuseeland

Radio Neuseeland ist abends gegen 20 Uhr UT gut auf 11725 kHz zu hören berichtet Felix Lechte in A-DX. (27.3.12)

Bhutan

Der lokale Kurzwellensender aus Bhutan ist wieder im Tropenband zu hören! Seit den Weihnachtstagen wird auch auf 5030 kHz getestet, ein schwacher Empfang ist dort gegen 14 Uhr UT und nach 00 UT möglich, wenn auch nicht täglich. Zeitgleich ist auch die Frequenz 6035 kHz im Einsatz. (27.12.11)

Afghanistan

Seit wenigen Tagen ist der neue Sender des staatlichen Radios aus Kabul auf 7200 kHz zu hören, berichtet Herbert Meixner in A-DX. Die gut zu hörende Sendung beginnt gegen 15.30 UT und endet um 16.30 UT. (28.11.11)

Alaska

KNLS Anchor Point ist schwach gegen 10 Uhr UT auf 11870 kHz mit dem Sendebeginn zu hören, berichtet Eike Moeckel in A-DX. (20.10.11)

Argentinien

Das argentinische Auslandsradio RAE ist am Abend nach 21 Uhr UT sehr gut in Europa zu hören. Die deutsche Sendung auf 15345 kHz bietet dann einen sehr guten Empfang! (18.10.11)

Diego Garcia

American Forces Network ist abends nach 19 Uhr UT auf der USB Frequenz 4319 kHz sehr gut in Mitteleuropa zu hören, berichtet Kai in der A-DX Liste. (20.6.11)

Guatemala

Radio Verdad aus Guatemala hat ja dieser Tage den verbesserten Sender auf nun genau 4055 kHz mit nun 700 Watt in Betrieb genommen. Dieser bringt gegen 03 UT ein wunderschönes S7+ Signal in Salzburg. Hörbar war die Station von ca. 0130 UT bis zum Sendeschluß um 0604 UT, am besten in LSB zu hören. (6.4.11)

Japan

NHK Radio Japan ist mit der englischen Sendung mittags um 12 Uhr UT auf 9790 kHz gut zu hören. (13.3.11)

Niger

La Voix du Sahel hat die Frequenz 9705 kHz reaktiviert und ist abends schwach zu hören berichtet Thorsten Hallmann in A-DX. Auf gleicher Frequenz sendet gelegentlich auch Äthiopien bis 21 UT, Niger meist länger. (21.11)

Kuba

Der neue Sender von Radio Havanna im Tropenband auf 5040 kHz wurde von einigen Hörern Ende März in der A-DX Liste gemeldet. Der Empfang sollte während der späten Nachtstunden problemlos möglich sein.

Kuba

Radio Rebelde ist eine der am lautesten hörbaren Stationen im 60 Meter Tropenband. Auf 5025 kHz kann der Sender ab ca. 22 Uhr UT die ganze Nacht selbst mit kleinen Radios gut gehört werden.

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