Di. 26.02.2013 |


A-DX Liste

NET-RADIO Liste

A-DX Archiv

A-DX fördern: Bestellen bei Amazon

A-DX Facebook

Audio-Files

DXer im Bild

Empfänger

DXing Papua!

KW-Infos

QSL - Karten

weltweit hören vor 30 Jahren

Newsletter

Hörer-Klubs

Hobby-Links

Kontakt

Home

Detailsuche



Zuletzt aktualisiert:
24.02.2013 | 20:13



Kurzwellenempfang mit dem Perseus-Kurzwellenempfänger


Durch das grosse Interesse an dieser zukunftsweisenden Technik möchte ich allen Kurzwellenfreunden die nicht Bezieher der A-DX Liste sind hier die Möglichkeit geben das Perseus-Tagebuch von Nils Schiffhauer mitzuerleben, wodurch sich seit Ende Dezember 2007 bereits über 11.700 Besucher hier eingefunden haben, somit täglich rund 50 Interessierte diese Seiten besuchen.


Perseus Tagebuch, 2. Teil, Dezember 2007 bis August 2008

Den ersten Teil des Tagebuchs von Nils Schiffhauer finden Sie hier: Link zu Nils Schiffhauers Perseus Tagebuch, 1. Teil

Den dritten Teil des Tagebuchs von Nils Schiffhauer finden Sie hier: Link zu Nils Schiffhauers Perseus Tagebuch, 3. Teil


Zur besseren und einfacheren Lesbarkeit sind die neuen Einträge nun oben zu finden, ältere somit weiter unten.

[A-DX] Kleine Utopien
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Kleine Utopien
Datum: 23. August 2008 11:41:22 MESZ

Moin, moin - da wir hier gerade am tagträumen sind: der heute eigentlich
limitierende Faktor beim Empfang das sind doch die Störungen. Und der
mangelnde Platz für schöne Antennen (Thomas "Super" L. sei hier mal
ausgenommen) und - bei manchem - der Zeitfaktor.
Einem Receiver IP-Fähigkeit anzutrainieren, wäre also eine Lösung. Der
zukünftige SDR-IP wird das von Natur aus mitbringen; die Profis machen
dieses Remote-Controlling schon seit über 30 Jahren (im Internet natürlich
erst, seitdem es das gibt).
Dieser zugegebenermaßen einigermaßen radikale Gedanke reduziert das Hören
dann auf das Internet-DXen, nur, dass dann am Ende ein richtiger Receiver
mit richtiger Antenne steht. Sofort fragt man sich natürlich dann, ob man
das alles nicht gleich via Direkt-Stream vom Sender besser haben könnte.
Aber ich will den Diskussionen des Jahres 2010 nicht vorgreifen.
Für mich liegt zeitlich nächste Fortschritt im DXen nun in zweierlei:
* die Quelle ist eine Terabyteplatte, aufgenommen in Kongsfjord im Oktober,
auf der man nun "wie in echt" die Hawaiianer von den Alaskanern auf
Mittelwelle trennt und
* die Entwicklung eines direkt-IP-bedienbaren (Echtzeit) Monitoring-Netzes

Im Amateurfunk wird es übrigens noch weitergehen, wie wir aus deren
Fachzeitschriften dann erfahren werden, wenn dort mal die Röhrenzeit beendet
sein wird. Dann stellt man auf Bouvet einen 500-Milliwatt-Sender mit
Solarpanel hin und kann den dann tagtäglich z.B. in WSPR arbeiten. Und so
weiter, und so weiter - bis hin zu Echtzeit-Ausbreitungswetterberichten ist
da noch ne ganze Menge Musik drin. Ich schätze mal, dass man sich über
dieses heute schon Offensichtlie & Realiserbare & im Profibereich längst
Realisiert im Amateurfunk so ab etwa 2015 Gedanken machen wird.

73 Nils, DK8OK

[A-DX] SDRs - die nächste Runde
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] SDRs - die nächste Runde
Datum: 6. August 2008 08:24:26 MESZ

Moin, moin - wie es mit SDRs weiter geht, kann man u.a. in der c't 17/2008,
S. 28 besichtigen. Dort wird auf einen A/D-Wandler mit 200 MHz Abtastrate
bei 16 Bit Genauigkeit hingewiesen. Der ist via FGPA steuerbar - ganz wie
der Perseus. Infos über diesen Pentek 7150 sowie über weitere A/D-Wandler
bei www.pentek.com
Man hat mit der Hardware freilich mitnichten einen kompletten Receiver vor
sich. Aber drei Tendenzen zeigen sich: die Abtastraten (und damit die direkt
am Eingang digitalisierbaren Frequenz) steigen, die Auflösungen (und damit
der Dynamikbereich) steigen, und die Preis fallen. Moore's Law ist jetzt das
Stichwort.
73 Nils

[A-DX] Perseus in Auktion
Von: nils.schiffhauer
Betreff: Re: [A-DX] Perseus in Auktion
Datum: 24. Juli 2008 18:29:53 MESZ

Am 23.07.08 22:50 schrieb "Harald Kuhl":

Anscheinend gibt es wohl viele "Fachleute" die den Unterschied zwischen Perseus und Winradio garnicht kennen......


Bei allem Respekt unseren nordamerikanischen Freunden gegenüber: wenn ich so
sehe, was die QST und auch andere renommierte Namen, unter denen staatlich
approbierte Vergleichstabellen kursieren (an denen immer Dinge an erster
Stelle figurieren, die sie im eigenen Laden führen) in Sachen SDRs
zusammenstoppeln (teils aus barer Unkentnnis, teils aus Mangel an
praktischer Erfahrung, abgeschmeckt mit dem "not-invented-here"-Syndrom),
dann finde ich die im Link erwähnte "Kritik" doch meinerseits kritikwürdig.
So taucht das hübsche Wörtlein "AGC OFF" gar nicht auf, denn genau diese
Funktion hilft doch manchem Signal erst recht zur Verständlichkeit auf!
Dass also der 313e dem Perseus vorzuziehen sei, hielte ich für eine gewagte
Behauptung. Was nicht heißt, dass der 313e ein guter Empfänger ist - wie
eben auf AR7030, E1700 / you name it. Aber bei heftigem HF-Szenario geht
dann eben doch der / richtig bediente/ Perseus als Erster durchs Ziel.

Die Vermutung von Manfred übrigens ist (leider) ganz richtig: die meisten
kennen den fundamentalen Unterschied zwischen Perseus und Winradio nicht.
Nicht nur die graumelierten ÖMer, die hüben wie drüben
State-of-the-Art-Technik nicht mehr verfolgen, sondern, leider, leider, auch
manche Schreibende (mehr drüben, wie hüben, freilich). Wenigstens schließt
sich so der Kreis der Unkenntnis. Diese Form von schlaumereierhafter
Ignoranz aber ist ja nicht unbedingt neu. Und unter "führenden Organen" fast
schon endemisch.

Es ist ungefähr so, wie - ich durfte vor Tagen das Manuskript korrigieren -
ein bekannter internationaler Tester mit dem Phasenrauschtest am Perseus
nichts anderes machte, als das Phasenrauschen seiner Oszillatoren
darzustellen. In genau gleicher Weise zeigt uns die Begegnung dieses oder
jenen mit neuer Technik, die ihn überfordern mag, eher sein Verständnis
dieser Technik, als die Technik selbst.

73 Nils, DK8OK


[A-DX] SDR-Transceiver von 12 kHz - 60 MHz
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] SDR-Transceiver von 12 kHz - 60 MHz
Datum: 19. Juli 2008 15:50:44 MESZ

Moin, moin -langsam kommt ja Leben in die SDR-Bude: SDRTec bringt seinen
SDR-Transceiver als fertig aufgebaute Platine auf den Markt:
http://www.sdrtec.com/index.htm
1 Watt Sendeleistung (ideal für weltweite connections in Digitalmodes) und
ein IP3 von +28 dBm sind die Bonbons, während man offenbar auf ein
Soundcard-basiertes Konzept und Steuerung via DB25-Connector (und nicht USB
2.0) setzt. Dafür kostet das Ding auch nur 479 US-$ (Einführungspreis).
Es läuft mit der von Flexradio bekannten PowerSDR-Software:
http://www.radios.net.au/documents/screen_shots.html
Wird in zwei Jahren als "missing link" zwischen den heutigen Sauriergeräten
und den dann vorherrschenden Komplett-SDRs (wie ein Perseus bzw. SDR-14 oder
QSR1, nur mit Sendeteil) gehandelt werden ...
73 Nils, DK8OK

[A-DX] Norbert Schalls Software fit für PERSEUS!
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Norbert Schalls Software fit für PERSEUS!
Datum: 19. Juli 2008 10:03:02 MESZ

Moin, moin - das zumindest in Norddetuschland etwas trübe Wetter könnte jene
Perseus-Besitzer aufheitern, die sich die neuen Versionen von Norbert
Schalls professioneller Monitoring-Software herunterladen. Wie er mir gerade
schrieb, hat er sie nun auch für den perseus fit gemacht: "Gerät 19, COM
11".
Ich bin noch mit dem Laden beschäftigt (knapp 80 kB/s bei 16.000er DSL) und
probiere sie dann mal aus:
* WPLOT2000EX
* RXTEST
* SCAN2000
* GPSMEAS2000
Das alles kostenlos & diskriminierungsfrei auf:
www.norbertschall.de
(auf den wir dann heute abend ein Gläschen lenzen werden!)
73 Nils, DK8OK (der hofft, noch an diesem Wochenende diesen oder jenen damit
erstellten Screenshot auf 4shared stellen zu können ...)

[A-DX] Perseus: Die ganze Mittelwelle
Von: nils.schiffhauer
Betreff: Re: [A-DX] Perseus: Die ganze Mittelwelle
Datum: 18. Juli 2008 09:41:31 MESZ

Martin Elbe schrieb:

Ich hätte da lieber die Möglichkeit nur 10 oder 20 kHz aufzuzeichnen,
was ja bei der Analyse einer Frequenz dicke hinreicht, aber was nur
geringen Plattenplatz wegfrißt. Da täte es auch die eingebaute
Notebookplatte, ohne gleich den externen Terabyte-Boliden anwerfen zu
müssen. Das würde ich wesentlich öfter nutzen als den Super Duper XXL
Wideband Modus mit 40 GB/h Plattenbedarf und amoklaufenden
Rechnerlüftern.

Hallo,

Tja, dem einen sein Uhl, dem annern sin Nachtigal. Erinnert ihr euch noch an
das Barmen und Flehen, als PERSEUS "nur" 400 kHz konnte? Wie da - nicht
allein in dieser Gruppe, sondern auch anderswo - Szenarien entwickelt
wurden, was man doch mit noch etwas mehr Bandbreite anfangen könnte? Und als
dann die 800 kHz kamen? Da ging im Betteln um "die ganze Mittelwelle" ein
wenig der Jubel um diese Verdoppelung unter, oder? Alles noch nicht lange
her.
Bald also Schritte von 100 kHz, 200 kHz, 400 kHz, 800 kHz und 1.600 kHz; und
nun würde man sich "über weniger Aufzeichnungsbandbreite" nicht nur freuen,
sondern gar "mehr freuen"? Wohlan! Auch wenn ich als Praktiker & Hörer
manch' anderes für dringender halte - wie z.B.: Speicherung des Wasserfalls
über 24 Stunden mit Zeitstempel für f/in, f/out, s/on und s/off, weshalb ich
sowas leider mit meinem SDR-14 machen muß, der HF-mäßig aber ein paar 10 dB
schlechter ist -, ich werde Nico gerne nochmals den Wunsch mitteilen. Und
auch vernünftig begründen als sone Art Quickpad zum "Mitschneiden" einer
Station. Und wenn das nicht klappen sollte, wird es im kommenden Jahr gewiß
einige Alternativen geben, die dann die Nachfrage nach geringeren
Aufzeichnungsbandbreiten marktmäßig austesten. Nicht, daß man dann aus
lauter Verzweiflung eine Museumstour zu den Schmalband-"HighTech"-Radios der
Icoms und Hilberlings dieser Welt starten muß ;-)
73 Nils

[A-DX] Perseus: Die ganze Mittelwelle
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Perseus: Die ganze Mittelwelle
Datum: 17. Juli 2008 17:11:48 MESZ

Moin, moin - bei Nico funktioniert es offenbar schon: der Blick des PERSEUS
auf 1.600 kHz & Speichermöglichkeit dieses Bereiches. Man lege schon mal
sein Geld in Festplatten und schnellschwingende Prozessoren an für die
Wintersaison!
Dann wird sicherlich auch die Webradio-Sache kein Problem mehr sein. Und der
Angebotsmarkt wird dafür auch anziehen. Der SDR-IP (warum nur nicht gleich:
iSDR?) ist ja genau dafür gebaut:
http://www.rfspace.com/SDR-IP.html
73 Nils

[A-DX] SDR-Update, 2.0
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] SDR-Update, 2.0
Datum: 25. Juni 2008 07:42:59 MESZ
An: liste@a-dx.at

Moin, moin - Nico Palermo hat die 1.0g-Version seiner Perseus-Software
herausgebracht, die vor allem das revolutionäre AM-Rejection-Filter enthält,
wovon man sich auf folgender Website ein Bild machen kann:
http://microtelecom.it/perseus/amrej.html
Über meine Erfahrungen werde ich berichten, sobald ich es ausführlicher
ausprobiert habe.
(Ganz sicher wäre Nico für seinen Perseus auf der dieswochenendlichen Ham
Radio das "Goldene Mikrofon" für die "Innovation des Jahres" zugesprochen
worden - mal sehen, ob/wann er den Horkheimer-Preis des DARC erhält ...)

Claudio Re wiederum wird in Kürze den Nachfolger seines CIAO-Radios H101
herausbringen, das H102. Dieses verlegt die Digitalisierung weiter nach
vorne und konzentriert sich auf den Bereich von 300 (3) Hz bis 5 bzw. 7,5
MHz. Wird der Bereich von 5 MHz auf Festplatte aufgenommen, so schlägt das
mit 1,2 GB/Minute zu Buche.
Novität sind die zwei Antenneneingänge, an denen sich z.B. Der ebenfalls von
Claudio entwickelte aktive Kreuzrahmen anschließen lässt. Damit sind nicht
nur Peilungen möglich, sondern es kann ajch "ausgephast" werden - von der
lokalen Störungen bis zur störenden Station. Das Konzept erklärt in
Italienisch, aber mit vielen Bildern:
http://www.qsl.net/ik1xpv/dsp/pdf/AlpeAdria36_ik1xpv_2.pdf

Software Defined Radios versprechen also, weiterhin spannend zu bleiben,
weil es den Empfang wirklich qualitativ verändert.

[A-DX] SDR Update
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] SDR Update
Datum: 16. Juni 2008 17:48:16 MESZ


Moin, moin - so langsam zeigt sich, welche Stärken Software-defined Radios
entwickeln und wie qualitativ anders ihr Ansatz im Vergleich zu klassischer
Technik ist.

PERSEUS-Entwickler Nico Palermo wird "demnächst" eine Software-Erweiterung
zur Verfügung stellen, die bei AM-Signalen die Unterdrückung eines
gestörten/störenden Seitenbandes erlaubt. Hierzu wird das ungestörte
Seitenband des "Störers" herangezogen und so mit dem anderen Seitenband
verrechnet, dass dieses im Idealfall verschwindet, in der fadenden Realität
aber wenigstens unterschiedlich stark gedämpft wird. Zusammen mit dem hohen
(auch: inband-)Dynamikbereich des Empfängers dürften vor allem für
Mittelwellen-DXer neue Horizonte sichtbar werden.
Weitere Neuheit werden 50 kHz Bandbreite in FM plus AFC sein. Nico zeigt
schon jetzt beeindruckende NOAA-Wetterfotos auf seiner Website, die damit
(mit vorgeschaltetem 136-MHz-Downkonverter) möglich sind:
http://microtelecom.it/perseus/wxtoimg/
Und dann gibt es noch eventuell einen stark verbesserten Noiseblanker sowie
eine verbesserte AGC, die eventuelles "Overshooting" vermeidet.
Hierfür braucht man nix mehr zu kaufen & zu stecken wie früher, sondern
einfach nur eine neue PERSEUS-Software herunterladen - fertig ist die Laube!

Inzwischen regt sich auch in der Szene "3rd Party Software" etwas: WAVECOM
etwa bringt im Juli seinen komplett software-basierten Decoder W-Code
heraus, der auch & gerade für SDRs - an der Spitze derzeit PERSEUS -
entwickelt wurde. Er wird knapp 5.000 Euro kosten. Das zeigt den
Paradigmenwechsel, den die Digitalisierung ermöglicht. Und: wie recht
eigentlich preiswert das "Modem", das Radio, geworden ist:
http://www.wavecom.ch/w-code.htm

John Fallows (ERGO4) wiederum stellte jüngst seine Ideen für ERGO5 zur
Diskussion (unten einkopiert), worunter die größte wohl ist, ein
Software-Bedienfeld (GUI) für alle SDRs zu schaffen. Er sucht noch Ideen,
nix wie hin damit!

Anderes SDRs? Ja, es gibt sie. Da die Zeit der Soundcard-basierten
Schmalband-Receiver wohl endgültig vorbei ist (bis auf die Transceiver,
unter denen wir jeden Tag sehnlichst den ADT-200A erwarten, der die auch die
Icoms und Hilberlings dieser Welt ins Präkambrium stürzen wird / Leser waren
ja bereits gewarnt!: www.adat.ch), darf man sich nun zunächst der
Ankündigungen etwa des SDR-IP erfreuen, der wohl "Anfang 2009" auch an
meiner Antenne zeigen kann, was 16 Bit Auflösung wert sind. Angekündigt ist
dieser Receiver zur Steuerung über Ethernet, so dass das Betriebssystem
sekundär wird - Mac-Besitzer wie ich haben einen weiteren Grund zur Freude
www.rfspace.com/SDR-IP.html

Phil Covingtons QSR-1, dessen GUI ziemlich an die des PERSEUS gemahnt, sorgt
wohl für den meisten Wirbel. Noch im Internet, spätestens im Herbst jedoch
auch auf "den Bändern": http://www.philcovington.com/QuickSilver/
Dieses Projekt scheint im Entwicklungsfluss zu sein wie das namensgebende
Quecksilber. Mit einem Preis von 925 $ incl. Kästchen wird es in Deutschland
sicherlich euromäßig in die preisliche Nähe des PERSEUS rücken.

Die Frage, wer hier die Nase vorne hat und was denn "der ganze Digitalkram"
bringt, hat Nico - wie ich finde - bislang am überzeugendsten beantwortet.
Wobei wir hier wirklich erst am Anfang stehen, denn die Verrechnung der
Information von zwei Antennen etwa oder die direkte Digitalisierung von
Betriebsarten könnte weitere Schübe geben. Hoffen wir, dass das alles in
einer immer weiter konservativ geprägten Hobbyszene (jedenfalls, wenn ich so
die Vereinsfunkamateure als Speerspitze des funktechnisch-wissenschaftlichen
Fortschritts sehe) noch auf irgendwie fruchtbaren Boden fällt!

73 Nils, DK8OK (der - mit Dank an Gerhard Hübner - noch die ERGO5-Mail unten
reinkopiert)


-------- Original-Nachricht --------
Betreff: [ergoradio] Ergo 5 ?
Datum: Sun, 15 Jun 2008 14:51:33 -0600
Von: Creative Express
Antwort an: ergoradio@yahoogroups.com
An: ERGO List

F1GOC asked a simple question the other day: what features are planned in
Ergo 4?
I have been thinking about that recently. The main outstanding request that
I receive is for "receiver memory management". F1GOC raises a question also
about decoding various digital modes.

So, here is my current thinking - at a very high level - and I would
appreciate feedback either through the list or directly.

1. Rather than adding features to Ergo 4, I think it is time to focus
on Ergo 5. The original "architecture" for Ergo 4 is now 8 years old, and
it has stood up well as dozens of features were added within this framework.
But eight years is a long time in "computer years". Moving to Ergo 5 would
accomplish two things for me as a developer. First, it would allow me to
apply new ideas I have learned and move beyond some of the constraints I
accepted in Ergo 4 (such as Microsoft's COM technology); it would provide a
fresh view. Second, it would enable be to better accommodate the changes in
computer hardware and operating systems that have arrived since 2001, such
as Vista operating system and much larger amounts of RAM and other
resources. Ergo 4 was designed around Windows 2000 and 500Mhz Pentiums!
2. Yes, whatever is done, "receiver memory management" must and will be
included. Also, I think it will be straightforward not to drop existing
features of Ergo. The reason the receiver memory management feature never
got done was that I was pursuing the "holy grail", i.e. finding a common way
so that Ergo could transfer memories between different receivers (who all do
memory management differently!) If I drop this idea, it is relatively
straightforward to do a memory manager for each receiver separately.
3. Ergo 4 has a core bundle of features designed to handle receiver
control - data - propagation. While not much has changed on the propagation
front, there have been changes pertaining to receivers and data.
a. The use of RS232 is declining. Newer receivers are making use if
direct USB interfaces. Newer computers may not have RS232 ports. Ergo 4
was designed on the assumption of RS232 interfaces to all receivers. The
USB-Serial adaptors are now very stable, and it is easy to create virtual
COM ports for receiver control, so no issues supporting RS232-based radios.
However, Ergo must be adapted to more easily incorporate USB-based radios
such as Perseus and others.
b. Data has always been a moving target. Some people want to build
their own extensive databases; most just want to use existing databases.
Early on, I made the decision not to be in the data business, but to try to
accommodate/interface with as many third party databases as I could manage.
That is still my current thinking. I would like to completely automate
updating publicly available (non-proprietary) data such as EiBi and HFCC for
Ergo users.
c. Another big development is SDR (software defined radio). There are
a number of products out there, such as Perseus, which provide the RF
sampling so that a program like Ergo can do SDR - these "front ends" did not
exist eight years ago.
d. Finally, there is at last a growing interest in remote control.
When Ergo 4 came out, I built in a rudimentary ability to "serve" the radio
to remote locations (LAN or Internet) using Microsoft's DCOM technologies.
Eight years later, there is much more broadband connectivity and growing
interest in remote monitoring.
4. So, given this background, here is a preliminary vision of where I
would like to go with Ergo:
a. Stick with receiver control - data interface - propagation, but
broaden the design to more easily interface with USB and other forms of non
RS232 interface. This would mean making it easier to add newer radios such
as SDR-IQ.
b. Add more "remote monitoring" features and make it easier to use.
For example, getting rid of the DCOM/Windows security hassles. For example,
adding extra ability to control antenna switching remotely.
c. Publish interfaces so that third party developers can interface
their decoding or other products with Ergo. No one developer can do
everything "best" - there are people who have expertise in decoding miles
beyond mine - I should make Ergo available to their products, and
vice-versa.
d. I will also think about building some multi-mode SDR into Ergo, so
various "boxes" like Perseus can be used as hardware front ends to some
common DSP software.



--
-----------------------------------------------------------------------
Diese Mail wurde ueber die A-DX Mailing-Liste gesendet.
Admin: Christoph Ratzer, OE2CRM http://www.ratzer.at
-----------------------------------------------------------------------

[A-DX] Neue Perseus Datenbanken

Betreff: [A-DX] Neue Perseus Datenbanken
Datum: 4. Juni 2008 20:34:07 MESZ

Hallo zusammen,

eine neue Version der Perseus Datenbanken ist verfügbar unter
http://www.4shared.com/dir/5567845/166a39bd/sharing.html

mit den folgenden Updates:

Nagoya 03062008
KOJE 03062008
KOMEX 03062008
DXCP 30052008
Eibi 29052008
Niven 24032008
EMWG 21032008

KOJE und KOMEX wurden von OM Tapio Kalmi aus Finnland komplett
überarbeitet. Beide Listen können nun aufgrund von Koordinaten Angaben
zu Sonnenauf- und Untergangszeiten am Senderstandort und Empfangsort
anzeigen, wie auch die Entfernung. Gleiches gilt für die MWList von
Günter Lorenz und die brasilianische DXCP Liste von Marcelo Bedene. Tnx
an alle!

Auf der ersten Seite der Perseus Datenbanken können nun die eigenen
Koordinaten eingegeben werden, die für alle Listen mit diesen
Berechnungen Anwendung finden.
Die Logseite (letzte Seite) basiert auf der 0.7 Version des
Perseus_Log_and_Tuner von Wolfgang K. Meister, OE1MWW. Ein Bug in der
S-Meter Routine wurde beseitigt.
Alle Listen können den Perseus steuern.

Viel Spaß!

vy 73
Willi, DJ6JZ

http://www.radio-portal.org/sdr.de.html
SDR-Spezial

[A-DX] elector sdr
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] elector sdr
Datum: 4. Juni 2008 08:03:51 MESZ

Die Frage, Willi, ist: Wieviel Radio bekommt man heute für 105 Euro? Wenn
man keinen PC hat, bedient man sich auf dem Gebrauchtmarkt. Ist da z.B. ein
FRG-7 zu haben, so dürfte dieser - wenngleich er weder DRM, noch Synchro-AM
kann - insgesamt immer noch (etwas) über dem elektor-SDR liegen.
Dieser wiederum bietet eine um 20 dB geringere Empfindlichkeit, was
flüsterleise Signale aus Kiribati unter den Rauschteppich kehrt. Dass man
dem Gerät mit einem Braun-Vorfilter (damals: rund 1.200 DM, heute gebraucht
fast dasselbe in Euro) aufhelfen kann: bon. Allerdings wird diese Combo dann
auch nicht besser, als wenn man sich gleich einen Perseus kaufte.
Vielleicht gibt es ja aber in dieser Liste jemanden, der sein elektor-Radio
mal für eine Urlaubswoche verleiht. Oder auch seinen Perseus/zum Vergleich.
Wenn man als Lehrling vor 35 Jahren 1.600 DM für einen R-4C und als
Jung-Angestellter das fast Doppelte für einen NRD von JRC zusammenbekam, so
kann man vor den heutigen Preis-/Leistungsverhältnissen moderner
Empfängerkonzepte wirklich nur staunen. Wobei das Staunen über den IC-R9500
dann wiederum ganz anderer Art ist ...
73 Nils

[A-DX] Neues von RFspace
Von: nils.schiffhauer@
Betreff: Re: [A-DX] Neues von RFspace
Datum: 10. Mai 2008 13:49:23 MESZ

Hilfe, sie klonen meinen Perseus!
Es war klar, dass digitale Receiver mit vorzüglichen Daten sich die
Ionosphäre eroben würden. Nehmen wir einmal an, das Ding kommt wirklich und
das auch zu einem akzeptablen Preis (Termingeschäfte wird man bei der
Dollar-Entwicklung ja wohl nicht tätigen müssen, oder?) und auch mit
CE-Kennzeichen: dann ist der Wettbewerb eröffnet. Denn auch ein QSR-1 lugt
ja schon um die Ecke.
Bevor sich also die Gemeinschaft an das SDR-Konzept überhaupt gewöhnt hat,
wird schon wieder Differenzierung verlangt. Und das dürfte nochmals spannend
werden. Vor allem wird man die Auflösung des Begriffes SDR ernstzunehmen
haben. Technische Daten reichen hier nicht aus. Sie sind die Basis (die bei
derartigen Konzepten notwendigerweise ähnlich ausfallen), auf der sich dann
die weiteren Eigenschaften abspielen. Wobei ich hier jetzt nicht einmal von
(möglicherweise: geschmäcklerischer) Bedienung spreche, sondern von
zentralen Eigenschaften, die über Wohl und Wehe der Verständlichkeit
entscheiden. Das wird auch den Damen&Herren Tester einiges an Erfahrung
abverlangen. Stellt sich noch die Frage der Größe des Marktes. Wenn, wie vor
kurzem im "Funkamateur" geschehen, deren Veranstalter sich praktisch für
zukunftsweisende Technologie entschuldigen müssen, dann läßt das die
Hoffnungen nicht über den Schärfebereich einer Lesebrille hinweg wachsen.
Also darf man wirklich gespannt sein.
73 Nils, DK8OK


Am 10.05.08 11:51 schrieb "Felix Lechte" unter f_lechte@:

Moin zusammen!
Das SDR-14 und das SDR-IQ werden wohl demnächst Gesellschaft bekommen:
"Software Defined Radio Over IP" (SDR-IP)
http://www.rfspace.com/SDR-IP.html
Hier steht etwas anderes auf dem Kistchen (SDR-ONE):
http://www.universal-radio.com/catalog/commrxvr/5121.html

73 Felix

[A-DX] Oszillatorrauschen Perseus
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Oszillatorrauschen Perseus
Datum: 20. April 2008 09:57:24 MESZ

Guten Morgen - für alle, die das Staunen vor diesem kleinen Perseus-Kästchen
noch nicht verlernt haben, hat Clemens Paul, DL4RAJ, ein paar Vergleiche mit
dem IC-7800 und dem Telefunken/DASA E-1800 hinsichtlich des
Oszillatorrauschens angestellt. Ich habe die drei WAV-Dateien sowie einen
Screenshot unter 4shared in den Ordner "PERSEUS DL4RAJ" hochgeladen.
Clemens hat darin eine Situation für folgende Situation/Fragestellung
nachgebildet:
* inwieweit lässt ein starker Sender den Receiver so aufrauschen, dass in
den vom Empfänger selbst erzeugten Rauschseitenbändern ein schwacher Sender
in seiner unmittelbaren Nähe beeinträchtigt wird bzw. verschwindet.

Dazu hat Clemens folgenden Testaufbau gewählt:
* Zeitzeichensender RWM auf 9996kHz, auf S3-4 abgeschwächt (= Nutzsender)
* extrem rauscharmer Wenzel 10 MHz-SC Streamline Crystal Oscillator (OCXO)
mit S9+60dB (noise floor -165dBc/Hz @ 1kHz und 10kHz) / = "Störsender"
* alle Empfänger in Betriebsart CW,Bandbreite 500Hz (Perseus und
7800)respektive 600Hz (E1800 und 7800).

Zu den Dateien:

Datei OCXO_Perseus_ 7800.mp3:
Linker Kanal Perseus,rechter Kanal IC-7800.
Die Aufnahme startet mit eingeschaltetem Störer (OCXO).
Im Perseus klares RWM Signal, im 7800 nur Rauschen durch reziprokes Mischen.
Ab der 11.Sekunde wird der Störer abgeschaltet.
Nun RWM Empfang auf beiden RX,der 7800 schält das Signal besser aus dem
Rauschen, was man auch
auf dem Screenshot schön sehen kann (Mitte).
Ab der 26.Sekunde ist der Störer wieder eingeschaltet.

CW_Perseus_7800.mp3:
Gleiches Setup wie zuvor, außer, daß nun ein getastetes S9+50dB (mehr ging
nicht mit dem vorhandenen Bird Line Sampler und Dummy Load) CW Signal aus
meinem TR-7 statt des OCXO eingespeist wird (ab Sekunde 6).
Da der Störer 10dB schwächer ist als vorher,kann man im 7800 das RWM Signal
schwach hören.
Im Perseus hört man den hohen Rauschanteil des CW Signals und man hört, daß
die AGC doch deutliche Probleme hat, während die AGC des 7800 die Situation
gut meistert.

OCXO_7800_E1800.mp3
Nun wird der 7800 (rechts) mit dem E1800 (links) verglichen. Als Störer
fungiert wieder der OCXO,zunächst mit S9+60dB
(11. bis 20.Sekunde).
Beide Empfänger müssen hier passen, es ist lediglich noch durch reziprokes
Mischen erzeugtes Rauschen zu hören. Mit S9+50dB als Störpegel (34. bis
50.Sekunde),hört man auf beiden RX das RWM Signal schwach,wobei der E1800
etwas (~3dB) weniger rauscht.

Dank an Clemens und viel Spaß beim Hören!

73 Nils, DK8OK
__________________________________
Empfänger: Perseus & SDR-14
Antenne: 42 m lange Windom von DX-Wire, ca. 8 m hoch & DX-One
Ort: Burgdorf, bei Hannover
Reinhören: http://www.4shared.com/dir/5128695/9f289e7a/sharing.html
Password: a-dx

[A-DX] SDRs: Hinterm Horizont geht 's weiter
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] SDRs: Hinterm Horizont geht 's weiter
Datum: 15. April 2008 14:45:14 MESZ

Zum beliebt gewordenen Thema "Software defined radio":
* Rohde & Schwarz' neuer ESMD zeigt als stand-alone-Gerät das, was heute
professioneller Stand der Technik ist (http://www.rohde-schwarz.de/, und
dann nach ESMD suchen)
* Nico äußerte sich in seiner Newsgroup dahingehend, dass man als
Perseus-Astrologe daraus kaffeesatzlesen könnte, dass Perseus mit
vorhandener Hardware auch noch die 1.200-kHz-Marke knackt und somit
Mittelwellen-DXer ihr gesamtes Band mit auf Reisen nehmen könnten.

73 Nils (der Thomas' wunderbare Einspielungen heute morgen sehr genossen
hat, insbesondere Grönland / passend zum Frühjahr ...)


Nettes Teil, gibt’s irgendwo nen Preis?
Stephan



... ich schätze mal: etwa Faktor 100, im Vergleich zum Perseus ...
Man werfe aber mal einen geneigten Blick auf die Filterfaktoren beider
Receiver. Deutlich wird wohl, dass dank SDR der reine Empfang zwischen
Profis und Amateur-Receivern sich nun nicht mehr so stark unterscheidet wie
noch zu Zeiten von Drake SPR-4 und EK56.
73 Nils

[A-DX] Perseus demokratisch
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Perseus demokratisch
Datum: 13. April 2008 19:39:21 MESZ

Da die Perseus-Revolution in ihrer Qualität ja immer noch nicht so richtig
angekommen ist:

Eine mögliche Anwendung ist doch auch, Leuten, die sich keinen Empfänger
leisten können und in knatternder Umgebung leben, wieder das fast richtige
DXen ans Ohr zu bringen! 800 kHz Mittelwelle, 400 kHz Tropenband auf einem
Server, runtergenuckelt und mit Winrad gehört - beinahe richtiges DXen! Und
da wird so mancher, der sich keinen Perseus leisten kann, womöglich mehr
Spaß am DXen haben als der, der ihn sich kaufen konnte, aber zum Abhören
kaum noch kommt. List der Dialektik.

Wenngleich ausgewogen nur eine Gruppe sein kann, jedoch keines ihrer
Mitglieder (dieses sollte), so würde ein wenig mehr Kreativität die Sache
schon heben.

Ideen sind gefragt. Und gerade hier können sie doch in einem wirklich netten
Rahmen probiert & diskutiert werden!

73 Nils

[A-DX] Bitte
Von: Enzio Gehrig
Gesendet: Sunday, April 13, 2008 1:36 PM
Betreff: [A-DX] Bitte

Muy buenas,

Martin - tue mal Butter bei die Fische und schicke mir ein paar Perseus-
Logs. Möglichst solche, die Deiner Meinung nach mit
einem NRD nicht zu lesen gewesen wären.

Saludos,
Enzio


Enzio - der Perseus kombiniert gewissermaßen serielles Abhören parallel
ausgestrahlter Sendungen. In einer guten Peru-Nacht steht man nicht mehr vor
dem Prokrustes der klassischen Receiver, bei denen man sich für immer nur
eine einzige Frequenz/Station entscheiden muß, sondern nimmt das gesamte
Band mit. Und kann dann möglicherweise sogar Vergleiche zwischen f/in und
f/out ziehen (Indien auf 60 m bietet da sehr instruktive Beispiele). Also
auf diese neue Weise lässt sich das Log schon füllen.
Und was die Verständlichkeit betrifft, so pflichte ich Martin bei: durch
unsere Ohren ist wirklich schon mehr gegangen als durch unsere Mägen / und
das will was heißen. Aber ein derart durchgehend hörbar besserer Empfang ist
in den letzten 40 Jahren meiner auch gerätetechnisch ausufernden Hörpraxis
absolut rar (AR-7030, HF-1000 - ja).
Ich gestehe allerdings, dass mir das selbst schon komisch vorkommt, den
Perseus laufend zu loben. Deshalb bin ich - Glaubwürdigkeit ist jetzt das
Thema - reichlich froh, dass seine Besitzer außer einem verkehrt herum
agierenden Scrollrad wenig zu meckern finden.
Die grundsätzliche Leidenschaft zu Röhrenreceivern mit VFO-Knopf allerdings
kann niemand Niemandem nehmen. Auch mir nicht. Hat noch jemand einen gut
erhaltenen Collins 51S-1 mit LF-Preselektor zu veräußern?
73 Nils

[A-DX] Perseus
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Perseus
Datum: 13. April 2008 11:35:33 MESZ

Moin, moin - das "A" in "a-dx" habe ich immer als "advanced" gelesen.

Nur Logs, und das auch nur von Rundfunksendern: das wäre doch etwas wenig,
oder? Wo sonst denn kann man unter Fachkundigen in überaus nettem Ton
diskutieren, laut denken, etwas lernen? Dank hierüber vor allem natürlich an
Christoph, ohne dessen Engagement das alles nicht möglich wäre. Dank aber
auch an die vielen aktiven Teilnehmer, die zumindest mein DX-Leben und
meinen DX-Horizont hübsch erweitert haben. (Chor der Himmlischen
Heerscharen: "War ja auch nicht schwer!")

Die Perseus-Welle ist nun erst einmal abgeflacht, die QSR-1-Welle baut sich
gerade woanders auf - oder bricht sie schon wieder? Es ist der normale
Übergang vom technisch spannenden Teil mit sozialem Distinktionsgewinn zum
Werkzeug. Da hat man nun das iPhone, die Leica und sich an deren technischer
Exzellenz genügend delektiert. Nun heißt es: sie als Werkzeug möglichst
kreativ zu nutzen. Das ist die Zeit der produktiven Phase. Oder doch: Post
coitum animal triste est?

So könnten die Beispiele dessen, was man eben ausschließlich mit SDRs machen
kann, noch ein wenig zunehmen (nicht unbedingt so viel wie ich an Kilos,
aber "da geht noch was").
Ich könnte mir so eine Bestandsaufnahme des Tropenbandes wie in
http://www.ssb.de/pdf/DSWCI.pdf (S. 18-19) auch für andere Bänder
vorstellen. Das kann man nur mit SDRs machen, und es hätte eine unmittelbare
Wirkung auch auf die Herren Analog-DXer bzw. erfordert beim Übergang vom
Quantitativen zum Qualitativen gerade deren besonders geschärfte
Fähigkeiten. Und es gibt noch viele andere Möglichkeiten. SDRs sind eben
nicht allein ein "Ersatz" für das bisherige Radio. Sie also nur zu nutzen,
indem man das analog konditionierte Hörerverhalten digitalisiert nachbildet,
hieße: ihr grundlegend neues Potential zu übersehen.

"Und Du, was machst Du?"
Im Moment (fast wörtlich zu nehmen) arbeite ich gerade an einer kleinen
Bestandsaufnahme des selektiven Fadings (von dem uns SAM ja so wunderbar
befreit). Endlich wird darin DRM auch einer sinnvollen Nutzung zugeführt.
Und zwar über die Kanalanalyse in DREAM. Wenn man da sieht, wie die ersten
ausführlich-systematischen Forschungen noch mit einem Sender gemacht wurden,
dessen Frequenzeinstellung via Motor betrieben wurde und auf der
Empfangsseite ein Collins 75S-1 saß, dessen Spektrum als Film belichtet &
ausgewertet wurde (Ames, John: The Correlation between Frequency-Selective
Fading and Multipath Propagation over an Ionospheric Path. Journal of
Geophysical Research, Vo. 68, No. 3, February 1, 1963, S. 759 ff.), dann
macht das alles mit Brotkiste am Laptop schon Freude. Zumal, wenn letzterer
ins Internet und sich dort die Live-Ionogramme holen darf. Das Rohmanuskript
sollte demnächst fertig werden, und ich stelle es dann - "Schwarmintelligenz
ist jetzt das Stichwort - wieder in 4shared ein. Parole "a-dx". A wie
"advanced", ihr wißt ja ...

73 Nils

[A-DX] IC-7800/E1800 und Perseus
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] IC-7800/E1800 und Perseus
Datum: 9. April 2008 20:09:04 MESZ


Hallo, zusammen - vor kurzem hatte ich hier Messungen von Clemens, DL4RAJ,
leider nicht zitiert, sondern übersetzt. Dabei ist mir ein Fehler
unterlaufen, denn:
Der E1800 war im reziproken Mischen (etwa) 3 dB besser als der Icom, nicht 3
dB besser als der Perseus!
Während also das RWM-Signal im Perseus glockenklar war, konnte man es bei
den (teil-)analogen Empfängern gar nicht (IC-7800) respektive gerade so eben
(E1800) hören.
So stand es auch da, aber ich habe es wohl nicht glauben wollen.
Doch der Fall liegt natürlich komplizierter, und dieses ist nur ein
Ausschnitt.
Demnächst mehr, womöglich auch ein Hörbeispiel.
73 Nils, DK8OK

[A-DX] Nochmals: Teure Saurier
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Nochmals: Teure Saurier
Datum: 7. April 2008 19:58:23 MESZ

Moin, moin - da ich ja so gerne Recht behalte (und das nicht einmal bei mir
zuhause hinreichend gewürdigt wird), hier noch eine Verlängerung meiner
Kritik des neuesten Receiver-Sauriergeleges von Icom, die ich u.a. im
"Radio-Kurier" und in der F.A.Z. abließ, und die ja zu einigem Stirnrunzeln
nach dem Motto führte: "Teuer und neu - das MUSS doch besser sein!" (Hatte
ja auch Antonio Rangel neulich vom CalTech bei seinem via fMRT
kontrollierten Weinproben festgestellt, dass das wenigstens subjektiv der
Fall ist).
In der Perseus-Newsgroup hat nun Clemens, DL4RAJ, von einem Experiment
berichtet, wie die Eier im 10.000-Euro-Saurergelege zerbrechen: Er setzte
einen extrem rauscharmen Oszillator auf 10 MHz und versuchte dann, das nicht
gerade laute RWM-Signal zu empfangen. Einmal mit dem IC-7800 (wo das
Zeitzeichen im selbst erzeugten Oszillatormatsch des gefeierten Transceiver
völlig verschwand) und einmal mit der 800-Euro-Kiste, wo die Q5-Schönheit
des Signals nicht angekratzt wurde. (Seitenbandrauschen des Oszillators ist
jetzt das Thema.)
Soviel also zum Vergleich 10.000 Euro/800 Euro. Nur der damals umgerechnet
20.000 Euro teure E1800 konnte laut Clemens hier reüssieren: er zog dem
Perseus mit 3 dB Vorsprung davon. Das sind mehr als 6.000 Euro/dB.
Cheers: Nils, DK8OK

[A-DX] Utility: Decoder-Software
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Utility: Decoder-Software
Datum: 22. März 2008 11:56:04 MEZ

Moin, moin - vor kurzem ging hier ja die Frage rum: Wie decodiert man was
mit welcher Software?

Wenn wir nur die Kurzwelle nehmen, so gab es ja lange Zeit unter
Funkamateuren wie Profis nur RTTY; die Briten und Franzosen allerdings
hielten ihr Weltreich schon in den 1950ern mit Mehrton-Verfahren wie Piccolo
und Coquelet zusammen.

RTTY ist unter Funkamateuren immer noch Mittel der Wahl. Einer der besten
Decoder hierfür (und auch für die wenigen verbliebenen kommerziellen
RTTY-Sender) ist meiner Ansicht nach:
* MMTTY http://www.dxzone.com/cgi-bin/dir/jump2.cgi?ID=3952 (kostenlos)
Vor allem die Scope-Anzeige sorgt für richtige Einstellung auch schwächster
Signale.

Mit PSK31 begann dann der Boom unter den Soundcard-Betriebarten. Die
Bevölkerung des sich daraufhin entwickelnden Digital-Zoos ist heute so, dass
auf jeden wirklichen aktiven Funkamateur eine Betriebsart kommt. Warum die
Vielfalt? Jede ist hinsichtlich Durchsatz, Robustheit und Bandbreite
speziell optimiert. Den allergrößten Teil hiervon kann MixW2:
* http://www.mixw.de/ (50 $ via: http://mixw.net/index.php?j=registr, jeder
Cent lohnt sich!)
Hier finden sich auch Exoten wie Throb, Olivia und das kuriose, aber recht
effiziente Hellschreiber-Verfahren; meine Wissens jedoch (noch?) nicht
DOMINO, ein von ZL2AFP entwickeltes robustes Verfahren für die Kommunikation
im relativen Nahbereich:
http://www.qsl.net/zl1bpu/DOMINO/Index.htm

Physik-Nobelpreisträger Joe Taylor hat eine eigene kleine Familie von
Betriebsarten entwickelt, die in ihrer Bedienung minimalistisch, in ihren
Übertragungseigenschaften aber extrem effizient sind. Hatte er sich mit WSJT
usw. bislang hauptsächlich auf Erde-Mond-Erde und Meteor-Scatter
konzentriert, so betrat er vor kurzem mit WSPR die Kurzwellenbühne (Dank für
den Tip an Peter, DL6NL):
WSJT: http://physics.princeton.edu/pulsar/K1JT/index.htm
WSPR: http://physics.princeton.edu/pulsar/K1JT/WSPR_Instructions.TXT
Das Signal ist unter 10 Hz schmal und bietet noch Verbindung bei einem
Signal-/Rauschverhältnis von -27 dB; die Amateurfunksender arbeiten mit
Leistungen von zum Teil wenigen Milliwatt, was fest verabredete Frequenzen
bedingt. Richtig zu hören ist da nix mehr.

Verlassen wir den Bereich des Nur-Amateurfunks. Da ist ein preiswertes und
leistungsstarkes Programm MultiPSK:
* http://f6cte.free.fr/index_anglais.htm,
das trotz seiner etwas stoffeligen Bedienung und dem Interface-Layout nach
dem Muster einer Einladung für einen Kindergeburtstag recht "mächtig" ist.
Kostenlos; in der registrierten Form aber ein paar mehr Möglichkeiten.

Damit hat man eigentlich alles entweder kostenlos oder zum kleinen Preis
unter 50 Euro im Sack.

Mein Liebling jedoch ist SkySweep, wobei man sich gleich die Profi-Version
gönnen sollte:
* http://www.skysweep.com/
* http://www.ssb.de/amateur/products/skysweep/skysweep.shtml
Enthält u.a. STANAG-Decoder, die heute bei Profis Kurzwellenstandard sind
(auch wenn heute morgen die Französische Marine in ihrer Testschleife auf
2.608,4 kHz vergaß, die Leerstelle INDICATIF DE LA STATION durch ihr
Rufzeichen FUO zu ersetzen ...). Die Kombination von Decodern und
Analyse-Tools ist - zumal bei diesem Preis - einfach sensationell und füllt
einen Kurzwellenhörer fast völlig aus. (289 Euro, aber die Standard-Version
gibt’s schon für 69 Euro)

So, und noch? Da sind die Profis wie:
* http://www.hoka.net/code300-32/code300-32.htm und
* http://www.wavecom.ch/ (die Bedienungsanleitung des W61PC enthält ab S.
108 übrigens eine vorzüglich Einführung in die Charakteristika & Kennzeichen
der einzelnen Betriebsarten und ist kostenlos!)

Und dann gibt es natürlich noch eine unüberschaubare Anzahl von Softwares
rund um Fax, PSK31, SSTV und selbst DRM-Sprechfunk für Funkamateure:
http://n1su.com/windrm/download.html

Um alles zu hören, ist nur ein Kurzwellenreceiver notwendig, der jedoch für
STANAG mindestens 3 kHz Bandbreite in SSB bieten sollte. Der "Rest" passt in
ein übliches SSB-Filter. Frequenzsprung- und Spread Spectrum sind uns leider
nicht zugänglich.

Vieles ist natürlich verschlüsselt. Nicht aber HFDL, Flugzeugtelegramme aus
aller Welt, was am komfortabelsten PC-HFDL decodiert
(http://www.chbrain.dircon.co.uk/pchfdl.html, ja, es gibt auch eine
kostenlose Version - auf der Seite scrollen, bitte!).
Selbiger Charles hat auch PC-ALE entwickelt, mit dem man die Kennungen des
Automatic Link Establishment decodieren kann. Damit ist schon allerdings DX
möglich: http://www.chbrain.dircon.co.uk/pcale.html ALE ist Bestandteil
vieler Multimode-Programme, aber wer es einfach nur mal ausprobieren will,
kriegt hier gut zu tun.

Frustrierend beim Utility-DXen sind zweierlei:
* Man kriegt anfangs kaum raus, um welche Betriebsart es sich handelt
(hierbei helfen die Audioclips von Leif Dehio:
http://www.signals.taunus.de/).
* Vieles ist verschlüsselt.

Andererseits: Es gibt noch genügend Unverschlüsseltes (manchmal denkt man,
es sei verschlüsselt, hat aber nur die falschen Einstellungen gewählt) um
das zu gewährleisten, was ich allen Listenlesern wünsche: schöne Feiertage!

73 Nils, DK8OK

[A-DX] Noch wenige Tage: Neue Perseus-Software
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Noch wenige Tage: Neue Perseus-Software
Datum: 15. März 2008 07:56:01 MEZ

Moin, moin - nun hat Nico auch offiziell angekündigt, "in wenigen Tagen" seine neue Software-Version ins Netz zu stellen. Sie korrigiert einige Dinge der Einser-Version und sollte nicht mehr knacken. Zudem hat er den Wasserfall verbessert:
* wählbare Farbpaletten, wie wir sie von Winrad & Spectravue & Co kennen
* virtuelle Schieberegler, um Kontrast und Helligkeit der Wasserfallanzeige zu regeln (damit man auch die Modulationsseitenbänder von Radio Kahuzi gut sehen kann ...)
* virtueller Schieberegler, um die Geschwindigkeit des Wasserfalls zu regeln
* verbessertes Scrolling des Wasserfalls, das auf der Zeitebene dann präziser erfolgt (ich stelle mir das so vor, dass die Ionosonden dann wirklich mit konstanter Steigung durch den Wasserfall rasen und nicht mehr etwas unegal).

(Meinen nun noch innigstens Wunsch, der Wasserfall möge nicht einfach in den Papierkorb verschwinden, sondern speicherbar sein, damit man f/in & f/out sowie s/on und s/off der Sender füglich sehen und seine Hörzeiten danach ausrichten sowie Spectrum Occupancy betreiben könne, ist ein "Running Gag" zwischen uns; wir haben ihn "Ceterum censeo" getauft. Und ich - ohnehin als Nervensäge bekannt - "bleibe dran"!)

73 Nils

[A-DX] Perseus: Adaptives Rauschfilter
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Perseus: Adaptives Rauschfilter
Datum: 12. März 2008 18:39:49 MEZ

Moin, in die Runde - Rauschfilter haben ja unter DXern einen denkbar
schlecht Ruf. Ich meine jetzt hier nicht die Rauschsperre "Squelch", die ja
eigentlich nur bei FM "Sinn macht". Sondern ich meine jene heute
softwaregesteuerten Filter, die das Signal-/Rauschverhältnis verbessern und
in eine bessere Verständlichkeit umsetzen (sollen).

Das mit der Softwareversion 1.0 auf uns Persianer/Perseuisten gekommene
Rauschfilter hatte ich daher zunächst keine Ohres gewürdigt. Und mehr aus
purer Boshaftigkeit, wenigsten hier einmal ein Haar zu finden, ausprobiert.
Doch, denkste: Es funktioniert wunderbar und verbessert die Verständlichkeit
sogar bei DX-Stationen.

Ich vermutete ein adaptives Filter, also eines, das sich nach bestimmten
Algorithmen an das jeweilige Signal anpasst. Was mich nur wunderte im
Zeitalter teurer Extra-Extraktoren etc.: Nico hatte das einfach heimlich,
still und leise kostenlos in die neue Version gepackt.

Meine Truffaut-Frage "Wie haben Sie das gemacht, Mr. Palermo?" beantwortete
er - zusammengefaßt & übersetzt - in etwa wie folgt:

"Die Implementierung hat mich ganz schön Schweiß und Wochen gekostet, nicht
nur Tage! So habe ich eine Version der Rauschunterdrückung vor der
Demodulationsstufe ausprobiert. Das Ergebnis war sensationell! So konnte ich
Baken hören, die sonst selbst bei der schmalsten Filterbandbreiten unhörbar
im Rauschen untergingen! Der Nachteil: es war zu ausgefuchst und produzierte
Rundfunkhörern einen gräßlichen Klang. Deshalb habe ich ein adaptives Filter
nach dem klassischen LMS-Konzept (Least Mean Square) entwickelt, das mit
31,25 Kilosamples/Sekunde arbeitet und genug Reserve für die üblichen
Bandbreiten um 3 und 4 kHz bietet. Mir kam dann eine clevere Idee, wie ich
die Hunderte von Filter-Taps reduzieren könnte, um in Echtzeit eine gute
Leistung abzuliefern. Sie kommt mit 128 Taps aus. Auch ich bin recht
zufrieden mit dem Ergebnis."

Standing ovations, again.

73 Nils, DK8OK

[A-DX] Knackgeräusche beim Perseus
Von: Ekkehard Domnick
Gesendet: Donnerstag, 6. März 2008 15:37
Betreff: [A-DX] Knackgeräusche beim Perseus

Liebe Gemeinde,

mit der Softwareversion 1.0 erzeugt mein Perseus in unregelmäßigen
Abständen nervige Knackgeräusche die mit der Version 0.31 nicht zu hören
sind. Im Spektrum bzw. der Wasserfallanzeige ist nichts zu sehen, auf
dem S-Meter auch nicht. Die Antenne ist abgezogen und der Eingang des
Perseus mit einem 50 Ohm Widerstand abgeschlossen. Somit dürfte ein
Einfluss von außen ausgeschlossen sein. Kennt das vielleicht noch jemand
oder bin ich der Einzige?

73 Ekkehard


Ekkehard - diese Klicks scheinen dem einen mehr, dem anderen weniger
aufzufallen. Sie sind jedenfalls objektiv vorhanden.
Sie verdanken sich dem von 0.31 auf 1.0 neu hereingenommenem Resampler, der
eigentlich eventuell noch vorhandene Klicks & Plops verhindern sollte, aber
- im Gegenteil - neue einschleppte. Sie treten nur im Soundcard-Ausgang,
nicht jedoch im VAC-Ausgang auf (Nutzung dessen wäre jetzt der
"Workaround").
Nico versprach, hier in wenigen Tagen einen Maintenance Release
herauszubringen.
73 Nils, DK8OK

[A-DX] EiBi-EXCEL-Liste steuert Perseus
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] EiBi-EXCEL-Liste steuert Perseus
Datum: 3. März 2008 09:44:54 MEZ


Guten Morgen - kaum ist die Schnittstelle raus, schon wachsen die ersten
Adaptionen aus der Erde!
In der Perseus-Liste von Nico hat Wolfgang, OE1MWW, ein Verfahren angegeben,
wie man den Perseus frequenzmäßig über eine als EXCEL vorliegende EiBi-Liste
steuern kann. Damit ist dann a) der begrenzte Anzeigeplatz für die
Frequenzen in der Original-Software durchbrochen und b) stehen alle
Sortiermöglichkeiten von Excel (schneller Aufruf von Parallelfrequenzen
etc.) zur Verfügung. "Quick and dirty" nennt Wolfgang diese Methode, und
schnell ist sie in jedem Fall. Aber schmutzig? Nö, ist doch ne saubere
Sache!
Ich habe sie ausprobiert, und die funktioniert so gut, dass wir nun mal
schauen wollen, wie man das in einen mehr öffentlich zugänglichen Bereich
bekommt.
Die OCX-Datei ist herunterladbar:
http://www.autocutresearch.com/k4hw/CIV756P.EXE
Die mit entsprechender Steuerung versehene Excel-EiBi-Tabelle liegt [derzeit
nur?] im FILES-Bereich der Perseus-Yahoo-Newsgroup.
73 Nils, DK8OK

[A-DX] Perseus V1.0: Nur Mut!
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Perseus V1.0: Nur Mut!
Datum: 1. März 2008 22:26:58 MEZ

Liebe Gemeinde - ich komme aus dem Staunen kaum noch raus und vertreibe mir
die 10 Minuten bis Dittsche mit folgenden Beobachtungen zum Perseus, Version
1.0:
* Wer bislang als DXer ein Rauschfilter deshalb nicht einsetzte, weil es nix
brachte, wurde niemals enttäuscht. Das NR im Perseus aber ist ein echter
"Bringer". Gerade Malagasy auf 5.010 bei eher mäßigen Bedinungen, und es
putzt ziemlich genau das weg, was wir nicht haben wollen. Die
Verständlichkeit steigt nochmals - bisher bei Rauschfiltern ein Desiderat.
* Geprüft auch bei Nikkei 3.925,584 kHz um 20:55 (ohne ID, hoffentlich bin
ich keinem Piraten auf den Leim gekrochen, aber das Signal war sehr dünn /
3.905 nix, das gibt es wohl einen Glasfaserlink nur nach Salzburg.
* Zu hören war, AM und SAM machten keinen Unterschied. Richtig ist, dass AM
offenbar nochmal optimiert wurde. Aber bei selektivem Fading bringt SAM doch
noch einiges mehr. Wer es ausprobieren will (ich nahm hierfür Nigeria
15.120): Notchfilter aktivieren und in AM und SAM relativ zügig ein
Seitenband durchfahren, ohne dass der Träger berührt wird (sonst wäre das
gegenüber SAM unfair). SAM hält die Stellung und lässt sich nicht
irritieren, während AM nach vielfach erprobtem Muster einbricht.
* Schnittstelle: Ich glaube, wir lassen davon erst einmal die Finger. Die
gute Meldung: Es funktioniert mit wundersam vielen Programmen. Die
schlechte: im Prinzip (bei mir auch mit HRD, was nicht einmal Nico zuwege
bekam!). Da lasst uns noch ein paar Tage warten, die Programmierer schwitzen
schon an entsprechenden Optimierungen für den Perseus.
* SAM hält nun die Stellung wie festgenagelt, auch wenn bei Malagasy
Flötentöne deutlich über dem Träger liegen, was ja vordem immer zu Absencen
führte.
Das nur ungeordnet, man kommt ja zu nix. Nun höre ich schon "Stand by your
man": Dittsche ist jetzt das Thema.
73 Nils

[A-DX] Doppler mit neuer Perseus-Software
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Doppler mit neuer Perseus-Software
Datum: 1. März 2008 12:57:04 MEZ


Guten Morgen - die "Mühen der Ebenen" erwiesen sich ein wenig hinderlich,
mehr mit der neuen Perseus-Software zu spielen (soll nachgeholt werden!). Da
sie also weitgehend für sich alleine werkeln mußte, habe ich die erhöhte
Frequenzauflösung mal zu einer Doppler-Aufnahme genutzt.

Das Prinzip ist recht einfach:
* man sucht sich einen Sender, der (fast) in der Toten Zone liegt
* man stellt den Perseus auf die kleinste Frequenzauflösung (0,5 Hz) und
höchste "Vergrößerung" des Wasserfall-Displays
Dann sieht man um den Träger herum zarte Triebe, bei denen es sich um durch
Reflektionen an Flugzeugen verursachte Dopplerspuren des Trägersignals
handelt. Senkrecht abstehende "Äste" sind (vielfach) Reflektionen des
Trägers an ionisierten und verwehenden (! sonst hätten wir ja keinen
Doppler-Effekt!) Meteoritenspuren. Der hohe Dynamikbereich und der
außerordentlich sauber Oszillator des Perseus machen solche Aufnahmen auf
direktem Weg und ohne Umweg über "BFO --> NF-Analyse-Software möglich.

Der erste Screenshot nimmt sich Radio Liberty auf 15.130 kHz vor, wobei zum
Zeitpunkt der Aufnahme dieses Signal auch noch mit Echo (RTW - round the
world) ankam. Er steckt im 4shared-Ordner "Pictures and PDFs" als "Doppler
15130".
In http://www.darc.de/b31/Doppler/Doku/Doku.htm hat Roland Brüstle
verständlich die Theorie herausgearbeitet; sein Artikel ist in Deutsch.

0,5 Hz Auflösung sind toll! Für die Darstellung der unterschiedlichen
Ausbreitungswege von ordentlichem und außerordentlichem Strahl jedoch werden
wir uns weiterhin fast immer auf dedizierte Software wie vor allem
SBSpectrum zu stützen haben, denn für gewöhnlich liegen die dann zu
beobachtenden Doppler-Effekte eher unter als über einem Hertz.

OT: Wer jetzt die Leistung des Perseus sieht, der könnte mir nun für die
etwas gescholtene Beurteilung des ICOM IC-R9500 eigentlich mal auf die
Schulter klopfen - so ein Weitblick aus kaum 1,70 m Höhe ...

73 Nils, DK8OK
__________________________________
Empfänger: Perseus & SDR-14
Antenne: 42 m lange Windom von DX-Wire, ca. 8 m hoch & DX-One
Ort: Burgdorf, bei Hannover
Reinhören: http://www.4shared.com/dir/5128695/9f289e7a/sharing.html
Password: a-dx

[A-DX] Neue Perseus-Software
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Neue Perseus-Software
Datum: 29. Februar 2008 08:06:30 MEZ

Obacht, Persianer - Nico wird seine neue Software heute oder morgen ins Netz
stellen. 800 kHz Sicht- und Aufzeichnungbreite, auch in der Breite
regelbares Notchfilter und ein Filterformfaktor von 1,06 sind also nur noch
ein paar Stunden entfernt. Und die virtuelle COM-Schnittstelle, natürlich,
damit der Schwarzgelbe auch mit Software kommuniziert, die sich auf CI-V
versteht. Laut Ausprobieren geht das bereits mit Bordmitteln, "dedizierte"
Anpassungen sind im Anmarsch.
Freuet euch: Nils

[A-DX] Perseus Schnittstelle
Von: nils.schiffhauer
Betreff: AW: [A-DX] Perseus Schnittstelle
Datum: 28. Februar 2008 22:40:26 MEZ


... John sichtet an diesem Wochenende nach Rückkehr von einer Dienstreise
die von Nico zur Verfügung gestellte Dokumentation genauer. Auf den ersten
Blick hielt er die Anbindung für "very promising". Da in Burgdorf der größte
Perseiden-Schauer heruntergeht (jetzt die Schnuppen, nicht die Sage) und
zudem hier die größte ERGO4-Dichte des Kontinentes vorhanden ist, wird
Gerhard die Sache wohl zuerst ans Laufen kriegen, während ich dann zwei Tage
später melden kann: "Alles idiotensicher!"
73 Nils, Persophiler (geht das denn?)

[A-DX] Neue Perseus-Funktionen
Von: nils.schiffhauer
Betreff: AW: [A-DX] Neue Perseus-Funktionen
Datum: 27. Februar 2008 17:51:50 MEZ

Friedrich - wenn ich es recht verstanden habe, ist die Funktion "AGC-OFF"
eine Art Kompressor. Man stellt den Einsatz mit dem VOL-Regler im Display
ein (und die eigentliche Wiedergabe-Lautstärke am PC). Der Effekt ist
wirklich überraschend und auch schon in der "alten" Version machbar /
hättest Du ja nicht gedacht, dass sich die Schrauben vom Radio lockern ...
(wie wir alle, im übrigen, denen aus der relativen Dunkelheit eher
ungewöhnlicher Funktionen nur eigene Findigkeit, jedoch noch kein Handbuch
hinaushilft).
Die unglücklichen Probierer, die eine Beta-Version der 1.0 auf den Rechner
bekamen (unglücklich, weil: Begeisterung erfordert Zeit) haben auch die
Schnittstelle "ans Laufen gekriegt", so dass sie mit MixW2 schon mal tut.
Bei ERGO4 geht die Kommunikation "im Prinzip". John Fallows ist auf
Dienstreise und wird sich am Wochenende drum kümmern. Er meint, die
Dokumentation sehe schon mal "very promising" aus.
Auch Bernd Liedtke (VisualRadio) nimmt sich der Sache an und wird sicherlich
die professionellste Lösung präsentieren.
Wie ich gerade bei 938 Live auf 6.150 kHz im Dunstkreis des ORF 6.155 kHz
ausprobiert habe, wirkt sich die nochmals verbesserte Flankensteilheit der
Filter positiv aus, ohne die NF zu beeinträchtigen. Und da man das
Notchfilter innerhalb der Spektrum-Durchlasskurve verschieben sowie in der
Breite regulieren kann, hat man ein Instrument mehr in der Hand.
73 Nils

[A-DX] Perseus war Collins 651S-1
Von: nils.schiffhauer
Betreff: AW: [A-DX] Perseus war Collins 651S-1
Datum: 27. Februar 2008 10:08:05 MEZ


Ekkehard - die eine Möglichkeit, Frequenzen etc. abzulegen, besteht bei
PERSEUS schon jetzt darin, die in einer der drei zur Verfügung stehenden
Listen zu notieren. Das ist umständlich, aber es funktioniert.

Ansonsten hat Nico in der 1.0er-Version eine CI-V-Schnittstelle eingebaut,
die über einen virtuellen Comport 10 funktioniert. Da können sich die
Drittanbieter von Software nach Herzenslust austoben.

Bei einem SDR ist ja immer schwer, zwischen dem Funktionsumfang von Firmware
und Software zu trennen. Ich finde, Nico hat schon jetzt da viel geboten und
bietet in der 1er-Version noch mehr:
* Rauschreduzierung (regelbar)
* Notchfilter (ja, auch die Ausblend-Bandbreite ist einstellbar! Und
nochmals ja: die Wirkung ist sowohl im Spektrum zu sehen, als auch auf dem
S-Meter!)
* Passband-Tuning

Hinzu kommen Verbesserungen wie u.a.:
* 800 kHz (läuft sensationell!)
* stark verbesserte Flankensteilheit der Filter (nun 1,08 - -5/-60 dB - bei
2,4 kHz!)
* auf 0,5 Hz verbesserte Frequenzauflösung für Wasserfalldisplay
("Trägergucken")


Das alles nun kommt in wenigen Tagen für heutige und zukünftige Besitzer des
Perseus kostenlos auf den Markt.

73 Nils

[A-DX] Datenreduktion beim Perseus
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Datenreduktion beim Perseus
Datum: 23. Februar 2008 17:14:50 MEZ


Liebe Leute - ein paar Gedanken dazu:

* Zippen der WAV-Datei bringt wenigstens etwas: so gelang es mir, drei
1,7-GB-Dateien auf einer 4,7-GB-DVD unterzubringen. 10 - 20% dürften drin
sein.
* Die MPEG-Algorithmen berücksichtigen nicht allein mathematische
Möglichkeiten, sondern rechnen auch mit unseren physiologischen
Unzulänglichkeiten (was das Ohr z.B. gar nicht mehr hören KANN, wird nicht
gespeichert)
* Beim I/Q-Kanal aber kann man so nicht arbeiten. Es steht ja nicht einmal
die Zeitdimension fest, in der man auswerten möchte! Wer mal ein wenig
zeitlich aufsummiert (integriert), der wird noch dort was sehen, wo beim
"Hinhören" nur Rauschen war. Das heißt: ein Algorithmus würde digital die
Entscheidung treffen zwischen dem, was er für Rauschen hält und was für ein
Nutzsignal. Für uns DXer könnte sich das Ergebnis dieser Entscheidungen
anhören wie ein fadendes DRM-Signal ...

Meiner bescheidenen Meinung nach ziehen zur Reduktion einer WAV-Datei also
nur die üblichen nicht-physiologisch arbeitenden Komprimierungsverfahren.
Und die bringen - s.o. - nicht gerade viel.

Nico, der Mann, dem wir dieses Problem dankenswerterweise verdanken, meinte
"auf Vorhalt" dazu: "Speicher werden immer billiger, Leitungen immer
breitbandiger."

Nun, denn. Kaufen wir uns nen Blaustrahler. 50 GB/Platte reichen ja wohl
erst einmal, oder?

73 Nils

[A-DX] Perseus-Konverter: 5 x 2 m
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Perseus-Konverter: 5 x 2 m
Datum: 22. Februar 2008 16:16:18 MEZ

Liebe Gemeinde - womöglich dauert es mit den Konvertern für den Perseus ja
auch noch ein paar Tage. Was jetzt schon zu sehen ist, mögen die Screenshots
"2m1" bis "2m5" in meinem 4shared-Ordner "Pictures and PDFs" zeigen, die vor
einigen Tagen mit einem Vorserienmodell (des ersten Konverters, nicht des
Receivers!) entstanden.

73 Nils, DK8OK
__________________________________
Empfänger: Perseus & SDR-14
Antenne: 42 m lange Windom von DX-Wire, ca. 8 m hoch & DX-One
Ort: Burgdorf, bei Hannover
Reinhören: http://www.4shared.com/dir/5128695/9f289e7a/sharing.html
Password: a-dx

[A-DX] MW-Surfing: 10 Minuten Westcoast
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] MW-Surfing: 10 Minuten Westcoast
Datum: 19. Februar 2008 09:45:56 MEZ

Moin, moin - Guy Atkins hat zehn Perseus-Minuten ins Netz gestellt, die den
Bereich von 1.000 - 1.400 kHz von 13:53 - 14:03 UTC umfassen / aufgenommen
zwei Stunden vor dem Sonnenaufgang dort im Januar während seiner kleinen
DX-Pedition nach Grayland/Washington [State].
Neben der gesamten Westküste im 10-kHz-Raster sind da auch viele Asiaten im
9-kHz-Raster zu hören. Wiegt 1,67 GB, die Datei. Und lässt sich entweder mit
Winrad (für SWLs noch ohne Perseus) oder mit der Perseus-Software bei
gleichzeitig angeschlossenem Schwarzgelb-Kästchen anhören.
Man setze seiner Internet-Leitung einen kräftigen gefäßerweiternden Stent -
und los geht’s an die Westküste / ganze ohne Visum und Hunde, die zuvor "Im
Auftrag der Heimatsicherheit" an meinen Schuhen schnüffeln.
73 Nils

[A-DX] Perseus ante portas
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Perseus ante portas
Datum: 5. Februar 2008 11:27:51 MEZ

Ein paar zehn Vorbesteller des Perseus sollten sich schon mal das Wochenende
freihalten bzw. die Festplatte putzen: die nächste Lieferung wird heute von
SSB-Electronic aus ausgerollt. Wer dann immer noch nicht dabei ist: auch der
wird bald erlöst werden.
Viel Spaß: Nils

[A-DX] Perseus-Testbericht in CQDL
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Perseus-Testbericht in CQDL
Datum: 2. Februar 2008 11:43:05 MEZ

Guten Tag, zusammen - das Mitgliederblatt des DARC e.V. hat in seiner
Februar-Ausgabe einen fünfseitigen Testbericht über den "Perseus" mit
detaillierten Meßdaten veröffentlicht. Aus diesem Bericht stammen auch die
Daten, die ich hier kürzlich nannte.
Das PDF des Berichtes ist kostenlos & diskriminierungsfrei für Jedermann
abrufbar unter:
http://www.ssb.de/pdf/perseus_CQDL_0208.pdf

Den Autoren Jürgen Mothes (DL7UJM/Messungen) und Thomas Kimpfbeck
(DO3MT/Text) gilt Dank für Ihre umfangreiche Untersuchung!

73 Nils, DK8OK

[A-DX] Funkausbreitung
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Funkausbreitung
Datum: 27. Januar 2008 19:36:36 MEZ

Liebe Gemeinde - mit PropLab 3.0 gibt es jetzt endlich eine professionelle
Ausbreitungs-Software, die leicht zu bedienen ist, für Windows geschrieben
wurde und auch u.a. geomagnetische Effekte berücksichtigt.
Cary Oler hat sie auf der Basis seiner seit 13 Jahren mehr oder minder
unveränderte DOS-Version PropLab 2.0 entwickelt. Der große Unterschied zum
viel verwendeten VoA-Programm: PropLab simuliert den Weg mit Strahlen. Das
macht AREPS auch, aber AREPS bietet keine Ausbreitungskarten.
PropLab arbeitet auch mit "richtigen" Antenne, wertet ordentlich und
außerordentlichen Strahl aus, visualisiert das alles prima und dürfte sich
schnell als "Stand der Technik" für den allerdings sehr engagierten Hörer &
Funkamateur herausstellen: http://www.spacew.com/proplab/index.html
73 Nils (der mal in den nächsten Wochen etwas mehr darüber basteln wird)

[A-DX] Ionosphärenwetter
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Ionosphärenwetter
Datum: 27. Januar 2008 16:55:46 MEZ

Einen schönen Sonntag - da es in den letzten Tagen wiederholt um
Ausbreitungsbedingungen ging, hier ein paar Hinweise:

* das jeweils neueste Ionogramm für unsere Region steht auf:
http://www.iap-kborn.de/fileadmin/user_upload/MAIN-abteilung/radar/Radars/Io
nosonde/Plots/LATEST.PNG
Hier sieht man die Reflektionsfähigkeit verschiedener ionosphärischer
Schichten in Juliusruh an der Ostsee, Raum Rostock. Sie werden ermittelt,
indem man die Ionosphäre senkrecht bestrahlt. Bei - wie zumeist üblich -
shcärger Bestrhalung liegt diese Frequenz um das Die- bis Vierfache höher
(ein flach geworfener Stein zwitschert ja auch eine längere Strecke über
Wasser als einer, den man hineinplumpsen lässt).

* Viele der gut 130 zivilen Ionosonden stellen ihre Daten ins Netz,
vorbildlich die Australier via Java-Applet unter:
http://www.ips.gov.au/HF_Systems/1/3

* Leider führen viele, viele Links hinsichtlich aktueller Ionogramme ins
Leere. Will sich nicht mal jemand an eine aktuelle Liste machen?

* Wer alles ganz genau & aktuell wissen will, schaue nach unter:
http://www.spacew.com/ [aber auch SWARM & PropLab 3.0 sind hier die Themen)

* Live-Karten der aktuellen Ausbreitung nach Regionen unter:
http://www.ips.gov.au/HF_Systems

73 Nils

[A-DX] Im Zickzack: Radio Parakou
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Im Zickzack: Radio Parakou
Datum: 23. Januar 2008 19:04:18 MEZ


N'abend in die Runde - gestern langte die Zeit leider nicht mehr, zum Thema "Frequenzmessung" noch Radio Parakou auf 5.025 kHz mit dem charakteristischen Frequenzverlauf aufzunehmen: die Regelschleife des Senders durchfährt innerhalb von vier Minuten einen 10 Hz breiten Bereich. Dieser Verlauf war mir schon früher bei Togo, 5047 kHz, aufgefallen und scheint was mit französischer Entwicklungshilfe bzw. französischer Industriepolitik zu tun zu haben, die ein und den gleichen Sendertyp ins frankophone Afrika verschickte.
Ich habe einen Screenshot von heute als BMP "Parakou" in meinen 4shared-Ordner (siehe unten) gestellt.

73 Nils, DK8OK
__________________________________
Empfänger: Perseus & SDR-14
Antenne: 42 m lange Windom von DX-Wire, ca. 8 m hoch & DX-One
Ort: Burgdorf, bei Hannover
Reinhören: http://www.4shared.com/dir/5128695/9f289e7a/sharing.html
Password: a-dx

[A-DX] 30 Sekunden auf 49 m, 15 Uhr UTC ...
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] 30 Sekunden auf 49 m, 15 Uhr UTC ...
Datum: 15. Januar 2008 20:02:48 MEZ


... und das bei üblen Bedingungen! Mit WINRAD kann man nach Herzenslust sein
Glück versuchen, wobei auch die "einfachen" Sachen nicht immer trivial sind.

Zu hören unter 49_000.wav bei 4shared, siehe unten.
Unter Filenamen wie 49_frequenz habe ich zudem noch fünf mit
Perseus-Software demodulierte Beispiele aus diesem File als Audio-MP3s
eingespielt.
Der kleine Test zeigt, dass es nicht DIE optimale Einstellung gibt. "938
Live!" auf 6.150 kHz ging am besten in ECSS/LSB. "City Radio SNG" auf 6.000
kHz hat ein fieses, leises Rauschen im unteren Seitenband. Und geht dann mit
SAM/Kompression prima.
Durch die Loop-Funktion lässt sich das ja alles beliebig wiederholen. Und
zwar mit Einflussmöglichkeiten, die einem bei einer reinen NF-Aufnahme eben
nicht mehr zur Verfügung stehen.
Was die Qualität der 30 Sekunden angeht: Don't blame me, it's the
ionosphere.

73 Nils, DK8OK
__________________________________
Empfänger: Perseus & SDR-14
Antenne: 42 m lange Windom von DX-Wire, ca. 8 m hoch & DX-One
Ort: Burgdorf, bei Hannover
Reinhören: http://www.4shared.com/dir/5128695/9f289e7a/sharing.html
Password: a-dx

[A-DX] Perseus: Daten und mehr
Von: nils.schiffhauer
Betreff: AW: [A-DX] Perseus: Daten und mehr
Datum: 15. Januar 2008 12:32:47 MEZ

Ulli - hierzu noch ein Wort.

Die Grafik unter:
http://www.febo.com/pages/hf_phase_noise/images/sdr1000-phase-noise.png
ist animiert. Und der blaue Zug zeigt den SDR-1000-Oszillator.

Dieses Bild stimmt wenigstens insofern mit den Messungen von John
http://www.exothink.com/SDR/SDRPN/index.htm
(Figure 4, rote Kurve) überein, als dass der SDR-1000 gerade im wichtigen
Nah-CW-Bereich von einigen 100 Hz im Vergleich zum Perseus die um sechs bis
sieben Größenordnungen (!) schlechteren Karten hat. Wobei selbst in Johns
etwas großzügigeren Darstellung im gnädigen Abstand das Phasenrauschen auch
im Abstand von 1 MHz nicht zuverlässig unter -120 dB/c kommt. Interessant
sind bei seiner breitbandigeren Betrachtung die vielen und z.T. recht hohen
Spitzen. Sie zeigen, dass man mit zwei Meßsendern in definiertem Abstand bei
solchen Messungen nicht viel weiterkommt.

Deine Bemerkung hinsichtlich Tastklicks und weiterer Unarten - zum Teil vom
Sendeamateur selbst produziert ("Viel hilft viel!"), zum Teil einfach dem
Preis-/Leistungsverhältnis der Transceiver geschuldet - kann ich nur lebhaft
bestätigen. Und auch die Profis sind, wie der CW-Seefunk zeigt, hier nicht
immer leuchtende Vorbilder.

Das ADAT-Konzept verspricht hier eine neue Dimension, wobei Telegrafie
sicherlich auch wichtig ist, der Zoo digitaler Betriebsarten noch
interessanter. Bei Mehrton-Modems ist das hochinteressant und auch wichtig.
Aber noch laborieren viele Funkamateure ja an ihrem PSK31-Signal herum.
Großartige Änderungen bringt bei dieser absolut konservativen Mehrheit nur
ein Generationenwechsel, bis das also "auf dem Band" spürbar wird. Ist off
topic, aber wozu ist man schließlich auch SWL?!

73 Nils

[A-DX] Perseus: Daten und mehr
Von: nils.schiffhauer
Betreff: AW: [A-DX] Perseus: Daten und mehr
Datum: 15. Januar 2008 12:02:47 MEZ

Moin, Heinz - der Sinn professionellen Monitorings liegt nicht so sehr im
Zuhören, sondern im Erfassung von Aktivitätsmustern nach Frequenz, Richtung,
Elevation, Betriebsart, Betriebszeiten etc.
Die Daten z.B. vom EM510 zeigen dann, verglichen mit denen des Perseus,
worin ersterer exzelliert:
http://www.rsd.de/www/downcent.nsf/file/EM510_dat_de.pdf/$file/EM510_dat_de.
pdf

Sinn eines solchen Receivers ist, ihn abgesetzt zu betreiben. Die Herren
haben ihre Empfangsstellen z.B. in China, in Südamerika, auf Zypern, in Hong
Kong. Die sitzen also nicht alle mit Kopfhörer in Ladelund und sind am
kurbeln. Von ihren Chefs bekommen sie Aufträge, HF-Lagebilder zu erstellen.
Und da kommt es sehr darauf an, ob sie einen PactorIII-Drogenschmuggler
erwischen wollen oder einen High-Tech-Frequenzsprungsender, dessen
Verweildauer auf einem Kanal sich in Millisekunden bemisst, innerhalb derer
alle Werte "auf dem Schirm" sein sollten.

Auf dem Nachttisch des Herrn Major steht also nicht der Receiver, sondern
ein Laptop. Und mit dem schaltet er sich - wie wir DX-Tuner - dorthin, wohin
er gemäß seines Auftrages seine Ohren zu richten hat.

Den EM510 hatte ich noch nicht getestet, aber durchaus schon Receiver in der
von Dir genannten Preisklasse. Ihr Preis/Leistungsverhältnis für den
gemeinen DXer strebt gegen Null. Zum einen, weil man für sehr teures Geld
Eigenschaften erwirbt, die für uns völlig irrelevant sind (z.B. Immunität
hinsichtlich EMP, starke elektromagnetischer Impulse oder geringste
Störstrahlung; "tempest" ist hier das Stichwort). Zum andern, weil wir deren
Eigenschaften mangels Antennen gar nicht recht ausfahren können.

So gesehen, bietet der Perseus an einer professionellen
Logarithmisch-periodischen Antenne sicherlich ein Bild, das die
Möglichkeiten dieser Antenne nicht ausnutzt. Ab einer Summen(!)spannung von
-3 dBm geht der Receiver in die Knie. Da hülfe nur ein Vorfilter.
Interessant aber ist das eben nur für die Besitzer solcher Antennen, deren
Anzahl überschaubarer ist als der Kreis der Perseus-Besitzer im ersten
Halbjahr 2008.

Das eigentlich Spannende für uns ist ja: Wo sind die limitierenden Faktoren
unserer bisherigen Möglichkeiten? Und wie kommt man so nahe wie möglich an
sie heran? Da, so denke ich, haben wir in den letzten zwei Jahren schon
allerhand bekommen und werden das auch in Zukunft noch erhalten. Eine
Audio-Kompression beim Empfang - die ich im täglichen DX brauche - ist somit
für mich wichtiger als ein Intercept-Punkt 3. Ordnung von +55 dBm, den ich
niemals benötigen werde.

Ladelund, übrigens, wird einem erst richtig klar, wenn man den Durchmesser
misst:
Google Earth - 54°51'25.88"N / 9° 4'1.22"O
Und auch für Augsburg wird ein ICF-2001 nicht reichen: 48°27'4.40"N /
10°51'45.78"O
Offiziell anschauen durfte ich mir mal:
52°28'0.80"N / 13° 8'4.76"O
Da schreckte mein IC-R8500 davor zurück, mitgenommen zu werden ...

73 Nils

[A-DX] Perseus: Daten und mehr
Von: nils.schiffhauer
Betreff: AW: [A-DX] Perseus: Daten und mehr
Datum: 15. Januar 2008 10:05:08 MEZ


Von: Ulli Grunow
Gesendet: Dienstag, 15. Januar 2008 09:18

Ah...
Ich kann nur wiederholen, daß der SDR-1000 mit der 24bit-Karte sich in den
(für die Empfängerqualität relevanten) Daten offensichtlich so gut wie nicht
unterscheidet.... Daher sehe ich nicht so, wo der enorme Unterschied, den Du
ansprichst soll sein.
Ich begreife, daß es wohl dann auch für die meisten Grbraucher keinen Sinn
macht sich mit HDSDR oder anderen ähnlichen Projekten zu beschäftigen.
Meine Frage ging natürlich sehr wohl dahin, um diese Projekte zu vergleichen
mit dem käuflichen (und ja auch nicht allzu teuren) Perseus...
Es ware zumidest mal interessant...

Die Filterqualität ist weniger entscheidend, als typische Empfängerdaten
als:
-IM-Sicherheit
-Dynamik
-Blokking
-MDS
Und so weiter...


Ulli


Moin, Ulli - ich sprach nicht von "enormen" Unterschieden, sondern von
"offensichtlichen". Das Konzept des SDR-1000 ist schmalbandig. Sein
Dynamikbereich ist mit 99 dB angegeben (!). In diesem wichtigen Punkte halte
ich den Unterschied zum gemessenen (!) Dynamikbereich von 120 dB des auch
noch deutlich preiswerteren Perseus allerdings sowohl für "enrom", als auch
für "offensichtlich".

Offensichtlich ist die Abhängigkeit der wichtigsten Performance-Faktoren von
der Soundcard. Man greife zu Turtle Beach oder Edirol oder ähnlichem. Das
I/Q-Konzept des Perseus ist hier transparent und konsistent, die
Empfangsqualität (auch die von WAV-Files) ändert sich nicht mit dem PC.

Offensichtlich und enorm wiederum sind die Unterschiede hinsichtlich des
gerade bei guten Antenne und im Amateurfunk wichtigen Phasenrauschens. Nehme
ich hier die Meßwerte des SDR-1000 (siehe:
http://www.febo.com/pages/hf_phase_noise/images/sdr1000-phase-noise.png), so
ist dessen Leistung für Telegrafie - aber auch für Datenfunk - indiskutabel.
Spätestens im CW-Contest fällt sowas auf. Oder, leider, auch nicht, da die
Amateurfunksender ebenfalls gerne mit Rauschglocken klingeln, dass die Heide
wackelt. So jedenfalls zeigen es die gleichfalls erschütternde Werte des ja
nicht einmal schlechten IC-746:
http://www.febo.com/pages/hf_phase_noise/images/ic746pro-phase-noise.png .

Der SDR-1000 ist schmalbandig, der Perseus breitbandig. Bei überdies
deutlich besserer HF-Qualität und niedrigerem Preis gibt es für mich als
Hörer überhaupt keinen Anlass, mich näher mit dem SDR-1000 zu beschäftigen.
Und als Funkamateur? Da sehe ich, dass bis Sommer "The Leader in Software
Defined Radios for Amateur Radio Use" - wie FlexRadio als Hersteller seine
Website noch beflaggt hat - auf ADAT übergehen wird: http://www.adat.ch/
Zwar auch schmalbandig, aber sein Entwickler versteht das qualitativ
Revolutionäre eines SDR (man sehe sich, Stichwort "Pre-distortion", die
Qualität des Sendesignals an) und versucht nicht, nur einen Aspekt
herauszustellen und ansonsten ein klassisches Radio in Software abzubilden.

Das klingt alles ein wenig arrogant. Entsteht dieser Eindruck, so wäre er
meinem Unvermögen geschuldet, alles das in kurzer Form zu sagen. Ich selbst
könnte keinen dieser Re-/Transceiver bauen und nicht einmal das kleinste
Modul davon entwickeln. Vor jedem Designer habe ich daher größten Respekt.
Als User jedoch muss ich mir ein Urteil über das Preis-/Leistungsverhältnis
bilden. Und wenn ich meine Entscheidung noch kommunizieren will, habe ich
mir richtig Gedanken zu machen! Aber am Ende sind es dennoch sehr private
Überlegungen, die zu einer Entscheidung führen. Die begründe ich dann gerne.
Und wenn sie sich durch objektive Daten noch untermauern lässt, umso besser.

73 Nils (der hofft, dass diejenigen, die dieses an sich spannende Thema doch
langweilt, einfach & ohne Gram drüberhinwegklicken)

[A-DX] Perseus: Daten und mehr
Von: Ulli Grunow
Betreff: RE: [A-DX] Perseus: Daten und mehr

Nils, und auch alle anderen SDR interessierten...
Ein praktischer Test mit direktem VERGLEICH verschiedener SDR Empfänger
ware hilfreich (Direkt analog/digital Umsetzer gegen Soundkarten konzepte)

Ist das bereits einmal von jemandem gemacht worden ?


Von: nils.schiffhauer
Betreff: AW: [A-DX] Perseus: Daten und mehr
Datum: 15. Januar 2008 09:01:45 MEZ

Moin, Ulli - ich kenne den CIAO, FDM77, Windradio sowie habe derzeit den
SDR-14 / zusätzlich zum Perseus. (Noch) bevorzuge ich für bestimmte Arten
der Darstellung (z.B. Ermittlung von s/off- oder s/on-Zeiten über einen
längeren Zeitraum) für bestimmte Dinge den SDR-14, obgleich dessen
Dynamikbereich um gut 30 dB unter dem des Perseus liegt. Beide Receiver
haben ja eine so hohe Auflösung, dass ich mit dem SDR-14 an der DX-One (die
er fast immer einigermaßen verträgt) Signale sehe, die ich mit der Windom am
Perseus mitunter noch nicht recht hören kann - zumal, wenns um
Rundfunksender mit schwacher Modulation geht. In einer zukünftigen
Software-Revision jedoch werden auch beim Perseus die Wasserfall-Dinger
nicht mehr in den Papierkorb gespült, sondern gespeichert und sind dann
ebenfalls der Auswertung zugänglich.

Aber systematische Vergleiche im Sinne von: wer trennt besser oder so habe
ich nicht gemacht und habe das auch nicht groß vor. Die Unterschiede sind
für mich einfach zu offensichtlich, als dass ich es bräuchte. Aber SDR-14
und Perseus befinden sich ja mittlerweile verstärkt als Duo in
DXer-Haushalten. Womöglich hat jemand Lust dazu!

73 Nils


[A-DX] Perseus: Kompression /Audiobeispiele
Von: nils.schiffhauer
Betreff: AW: [A-DX] Perseus: Kompression /Audiobeispiele
Datum: 14. Januar 2008 19:05:31 MEZ


Ja, Martin, das Knacken schlägt voll durch. Dagegen gibt es - außer Ohropax
- u.a. folgende Möglichkeiten:
* eine Audio-Software puhlt davon vieles automatisch raus
* man macht den Rest per Hand. Die Knackser sind sehr, sehr kurz. Und das
träge Ohr merkt das nicht. Der noch trägere Rest erst recht nicht. Audacity,
etwa, ist da ein gerne genommenes und zudem kostenloses Werkzeug:
http://audacity.sourceforge.net/
* man wartet auf eine perfektere Implementierung von Nico
* man zieht alles gleichmäßig hoch, die Knackser werden dann geclippt

Deine WEUP-Aufnahme könnte einen ja glatt bekehren! Nicht von wegen
"praising God", sondern: es mal mit der Mittelwelle zu probieren. Falls die
Knackser Deinem Herzschrittmacher entstammen, solltest Dich mal justieren
lassen. Immer wenn man denkt, jetzt sind die Klicks halbwegs regelmäßig,
gibt es einen Offbeat; Tachykardie?

Man muss übrigens den AF LEVEL-Regler dem gesamten NF-Pegel recht sorgsam
anpassen. Bei WEUP oder Radio Yura spielt das nicht so die Geige. Aber bei
Tchad, Jibouti & Mauritanien krächzt das sonst ganz schön, wenn man das
nicht geregelt kriegt. Aber das kriegen wir ja.

73 Nils

[A-DX] Perseus: Kompression / Audiobeispiele
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Perseus: Kompression / Audiobeispiele
Datum: 14. Januar 2008 17:06:09 MEZ

Guten Nachmittag, in die Runde - selbst, wer scheinbar (!) so viel am
Perseus hockt wie ich (es kommen auch wieder anderen Saiten/Zeiten!),
entdeckt so Manches erst Schritt für Schritt. "Kompression" ist jetzt das
Stichwort. Sie verbessert den Signal-/Rauschabstand. Je nach Situation von
kaum spürbar bis signifikant. Das ist die positive Seite. Die Rückseite
lautet, dass kurze Impulsstörung an (störender) Schärfe gewinnen.

Genug der Theorie. Aus meinem 400-kHz-Paket letzte Nacht möchte ich drei
kurze Beispiele sprechen lassen. Ihr findet sie unter
http://www.4shared.com/dir/5128695/9f289e7a/sharing.html [Parole: A-DX]; sie
beginnen jeweils mit COMP:

* COMP VoA STP 4940: Die ersten zwölf Sekunden "normaler"
Synchrondemodulator, nach bis zum Ende auf Kompressor umgeschaltet. Wie das
Signal dabei gestrippt wird, zeigt der Screenshot: COMP VoA.jpeg

* COMP AIR LEH 4760: Die ersten zehn Sekunden mit Kompressor, dann zehn
Sekunden ohne, der Rest wieder mit.

* COMP R Yura 4717 (Danke an Ingo für den Hinweis!): zweimal dieselben 18
Sekunden. Zuerst mit Kompression, danach ohne.

Die Beispiele habe ich so gewählt, dass dreimal etwas Unterschiedliches
herauskommt. Um zu zeigen, dass SDR mehr als PC-Bedienung und Trägergucken
ist ... Die Aufnahmeteile "ohne Kompression" wurden natürlich im Pegel
normalisiert. Die Software Audacity macht das ebenso kostenlos wie gut.

Kommentar: VoA Sao Tome ist für mich eindeutig. Das höre ich gerne mit
Kompressor für beste Verständlichkeit. AIR Leh ist beinahe schon
Geschmackssache. Mir kommt bei "Kompression" der Gewinn an Verständlichkeit
ein wenig größer vor als die dort vernehmlicheren Knackgeräusche. Bei Radio
Yura zucke ich nur mit den Achseln. Das Signal dieses bolivischen
1-kW-Senders ist arg verbuddelt. Die Kompressor-Geschichte kommt mir hier am
Anfang der Aufnahme in Vorhand vor, am Ende bringt dann der Normalbetrieb
mehr. Außerdem sinkt hier das Signal ein-/zweimal ganz kurz unter die
SAM-Schwelle, sortiert sich aber fix.

Nur, dass ich es an gutem Willen nicht habe fehlen lassen: RRI Fak-Fak auf
4.790 kHz kam gestern Abend mit dem Lied der Kokosnußinseln kurz vor 22:00
UTC. Und war noch leiser als R. Yura. Hier "sah" die Kompression nur
Rauschen, der Empfang also verbesserte sich nicht.
Nico deutete jedoch an, dass die bisher implementierte Funktion, die über
den AF-Regler manuell zu steuern ist, so dass alles im linearen Bereich
bleibt, aber erst eine Stufe zu einer "spezifischeren DSP-Lösung" sei, wie
sie z.B. im DBX-266XL eingebaut ist: http://www.dbxpro.com/266XL/266XL.php

Hoffentlich komme ich mit allen Perseus-Goodies durch, bis es die neue
Version gibt. Dann u.a. mit Notchfilter ...

73 Nils, DK8OK
__________________________________
Empfänger: Perseus & SDR-14
Antenne: 42 m lange Windom von DX-Wire, ca. 8 m hoch & DX-One
Ort: Burgdorf, bei Hannover
Reinhören: http://www.4shared.com/dir/5128695/9f289e7a/sharing.html
Password: a-dx

[A-DX] Perseus: Daten und mehr
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Perseus: Daten und mehr
Datum: 14. Januar 2008 14:43:02 MEZ

Moin, moin - ich hoffe, ich trample nicht auf den Nerven der Wartenden oder
auf denen der von diesem Receiver Gelangweilten herum. Aber es gibt noch
drei Dinge zum Perseus zu sagen:

* Oszillatorrauschen: Nico hat jetzt auch hierfür einen Wert angegeben, der
teils gemessen, teil gerechnet wurde. Danach liegt das Phasenrauschen in nur
100 Hz Abstand nicht schlechter als -130 dBc/Hz und erreich schon -140
dBc/Hz in 1 kHz Abstand. Dieser Wert besagt u.a., in wie weit ein Nutzsender
im Takte eines Störsenders "hochrauscht". Selbst hochklassige Amateurtechnik
liegt da um locker 20 - 40 dB bzw. noch schlechter. Was leider im Gegenzug
besagt, da diese Oszillatoren ja auch das Sendesignal bestimmen:
einigermaßen sind die nun der limitierende Faktor.

* Filter: Die Weitabselektion der digitalen Filter gibt Nico mit etwa 150 dB
an. Das ist mindestens 30 dB besser als das bisheriger höchstwertiger in für
uns erreichbarer Technik verbaute Analogfilter ("Begrabt mein Collins-Filter
an der Biegung des Flusses!"). Der Formfaktor der Filter (also: ihre
Bandbreite bei -60 dB geteilt durch jene bei -6 dB / je kleiner der Wert,
desto "besser" - jedenfalls bei sonst glatter Durchlasskurve, die Welligkeit
liegt bei den Perseus-Filtern unter 1 dB!) liegt rechnerisch bei 1,28 (10
kHz Bandbreite) bzw. 1,25 (2,4 kHz) und 1,32 (500 Hz). Er verändert sich
also nicht drastisch, wie bei analogen Filtern üblich. Die rechnerischen
Werte sind inzwischen bei verschiedenen Messungen meßtechnisch überprüft
worden, wobei je nach Bandbreite um etwa 10% schlechtere Werte gemessen
wurden, Inwieweit sie auch mit unreinen Meßoszillatoren zu tun haben (s.o.)
ist noch nicht geklärt.
Während beste Quarzfilter bei Bandbreite oberhalb von 2 kHz mit einiger Mühe
auch diese Formfaktor erreichen können, weitet der sich in Richtung -120 dB
selbst dann mächtig auf, wenn er solo und also ohne Einfluss eines
rauschenden Oszillators gemessen wird. Beim Perseus hingegen hat ein
2,4-kHz-Filter (-6 dB) bei -60 dB eine Bandbreite von 3 kHz und bei -120 dB
von 3,18 kHz.

Mit beiden Dingen kann man z.B. bei Singapur 6.150 kHz punkten.

* SAM/AM-Detektor: Hier hat Nico einen Kompressionsalgorithmus eingebaut,
der auch noch schwache (und schwach modulierte) Sender mit nie gekannter
Verständlichkeit aus dem Rauschen zieht. Meine gestrigen Audioclips sind
damit entstanden. Jedenfalls hoffe ich, keine Ausnahme gemacht zu haben. Der
Signal-/Rauschabstand wird dadurch z.T. spektakulär angehoben.

73 Nils





--
-----------------------------------------------------------------------
Diese Mail wurde ueber die A-DX Mailing-Liste gesendet.
Admin: Christoph Ratzer, OE2CRM http://www.ratzer.at
-----------------------------------------------------------------------

[A-DX] Neue Audio-Clips
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Neue Audio-Clips
Datum: 13. Januar 2008 16:57:46 MEZ


Liebe Gemeinde - diese 4share-Sache zum Draufspielen von Audiofiles
erscheint mir ja recht bequem & offen. Ich begrüße auch Einspielungen
Anderer sehr und habe daher (anfangs) drei Besucherordner "Visitor"
geschaffen. Bei größerem Bedarf kann ich das gerne erweitern.

Meine Beispiele finden sich im Ordner "Nils".

Aus einer 400-kHz-Reise gestern habe ich sie um folgende Clips erweitert,
die Bedingungen fand ich eigentlich recht gut:

4.770: NBC Kaduna, lokale ID in E, "nine o'clock", langsam in E, knapp
moduliert
4.780: Cultura Caotan, GTM: leise, knapp moduliert, aber schöne ID
4.800: AIR Hyderabad: ID in kurzer CNR1-Pause, selten schöner gehört
4.800: CNR1: besser als im Hotelzimmer in Xi'an
4.910: AIR Jaipur, ID für jedermann verständlich (auch nicht häufig!)
4.920: PBS Xizang, ID 2 x auch in E. Besser nie.
4.930: Turkmen Radio, ID, sendet in LSB mit Träger. Der Säbeltanz erinnert
mich immer an Lieselotte Pulver, wie sie in "Eins, zwei drei" von Billy
Wilder 1961 auf dem Tisch tanzt / so hat jeder seine Gründe ...
4.940: AIR Gawahati, ID, selten deutlicher
4.965: AIR Shimla, "Hallo, Akashvani Kashmir Shimla he he"
5.040: Fujian PBS mit 10 kW und ID in C; wohl auch auf 4.900 kHz?
5.050: Voice of Straits, ID in C: "Haixia zhi Sheng Guangbo Diantai"

Die Filenamen sollten selbsterklärend sein, die Uhrzeiten UTC. Durch Klicken
auf den Reiter "Time" erscheinen die neuen Einspielung automatisch an erster
bzw. letzter Stelle.

Die Aufnahmen entstanden mit dem Synchrondemodulator des Perseus in Stellung
"AGC OFF", wobei hier eine Art Kompression Verständlichkeit und
Rauschabstand nochmals anhebt. Vereinzelt ist in den Sprechpausen ein
"Brumm" zu sehen. Dann befindet sich auf dem nominal selben Kanal noch eine
weitere Station im entsprechenden Abstand.

Auch wenns manchen nervt: Ich höre jetzt seit fast 40 Jahren Tropenband.
Aber was da in Menge und Qualität in den letzten Wochen zusammenkam,
begeistert mich bis in die (wenigen) Haarspitzen!

Wie immer: Kommentare erwünscht!

73 Nils, DK8OK
__________________________________
Empfänger: Perseus & SDR-14
Antenne: 42 m lange Windom von DX-Wire, ca. 8 m hoch & DX-One
Ort: Burgdorf, bei Hannover
Reinhören: http://www.4shared.com/dir/5128695/9f289e7a/sharing.html
Password: a-dx

[A-DX] Perseus Hörbeispiele
Hallo Liste
Hallo Nils

wer Wind sät wird Sturm ernten und aus diesem Grunde habe ich mich schon
für einige Zeit aus der Diskussion über den Vergleich des Perseus mit anderen
Empfängern herausgehalten, obwohl ich wohl der Erste war, der hier in der
Liste am 19.12.07 einen solchen Vergleich angeregt hatte.
Nun hat Nils heute früh dazu einen Vorschlag gemacht, der die Diskussion
beenden soll. Doch kommt mir dieser Vorschlag recht aufwändig und
kompliziert vor. Meine Intension war eigentlich folgende:
Ein (oder zwei) Mitglied der Liste, der über einen Perseus und noch ein,
zwei weitere Empfänger verfügt macht diesen Vergleich ungefähr so, dass er
über einen Antennenverteiler alle Empfänger an e i n e normale Antenne (
20m Draht, DX one, ALA oder ähnlich, also keine Superantenne) anschliesst
und die Audio-Ausgänge über einen Umschalter wechselweise aber nahezu
gleichzeitig abhört bzw. speichert.
Natürlich kritische Sender, überwiegend im 60m-Band am Abend oder frühen
Morgen und mit optimierten Einstellungen . Es kommt ja nicht so sehr auf die
absolute Empfangsleistung an, sondern auf die relative d.h. die Differenz.
Ich würde es gerne machen, doch mein Ende Dez. bestellter Perseus wird erst
im Februar geliefert. Dann aber mache ich es in jedem Fall selber.
Die Audiofiles werden dann auf Wunsch zur Verfügung gestellt. Würde ich dann auch tun.


Beste 73
Friedrich

Von: nils.schiffhauer
Betreff: AW: [A-DX] Perseus
Datum: 9. Januar 2008 19:37:45 MEZ

Friedrich - Deine Audiofiles werden willkommen sein!

Die DX-One bietet zwei gleichwertige Antennenausgänge, und den einen
Receiver-Ausgang kann man auf den linken, den anderen auf den rechten
Eingang der Soundcard geben. So läßt sich Parallelempfang realisieren. Ob
man dann noch den Vorlauf des Perseus-Kanals um jene etwa 300 (?)
Millisekunden Verzögerung korrigiert, die seine Signalverarbeitung braucht
und ob das Ergebnis den Aufwand rechtfertigt, wird der entscheiden müssen,
der es macht.

Selbst bei einem derartigen Vergleich bleiben immer noch einige Fragen
offen. Nichts geht daher darüber, zwei Geräte nebeneinander stehen zu haben
und direkt zu vergleichen, denn nur so kann man sie auch nach den je eigenen
Hörbedürfnissen einstellen. Es hilft, wenn zwei, drei kritische Geister
mithören. Dann fällt man nicht auf Wunschdenken herein (das mitunter große
Suggestivität entfalten kann!), muss seine Meinung angemessen
auseinanderfieseln und sitzt nach getanem Hören nicht allein vor seinen zwei
Flaschen Rotwein ...

Da nicht gefragt wurde, weshalb nicht ich diese Audiofile-Arbeit leiste,
hier eine Antwort: Ich brauche es nicht und schätze den Nutzen geringer ein,
als ihn die gut 50 Hörbeispiele unter
http://www.ssb.de/amateur/products/perseus/perseus.shtml bieten, die ich um
sehr DX-lastige Dinge ergänzt habe unter:
http://www.4shared.com/dir/5128695/9f289e7a/sharing.html [Parole: a-dx].

Dennoch finde ich direkte Vergleiche vergnüglich. Besonders, wenn einem Raum
zum Raten (Wer ist wer?) gegeben wird. Gespannt bin ich daher auf Christophs
Files und würde mich freuen, wenn er sie zunächst ohne jeweilige
Empfängerangabe ins Netz stellte. Das wird spaßig!

73 Nils

Re: [A-DX] Testbericht Perseus

Im Auftrag von Jürgen Martens
Gesendet: Dienstag, 8. Januar 2008 18:07
Betreff: Re: [A-DX] Testbericht Perseus

Hallo Nils,

gestatte mir bitte ein paar Anmerkungen zu Deinen Ausführungen:

Da lese ich, dass sein Autor unter "Gruppenlaufzeit" versteht, wie lange
denn das komplette Signal durch den Empfänger braucht

Das ist doch völlig korrekt.
Und in diesem Fall ist die Durchlaufzeit bei einem Digitalempfänger länger
als bei einem Analogempfänger. Liegt im Prinzip der Signalverarbeitung.

Wichtig ist der UNTERSCHIED der Gruppenlaufzeit innerhalb des
Durchlassbereiches eines Filters. Dieser Unterschied kann zu Bitfehlern
führen.
Auch bei teuren HiFi-FM-Empfängern werden ZF-Filter mit geringer
Gruppenlauf-
zeitdifferenz (flat GDT type) eingebaut, um Verzerrungen gering zu halten.
Der absolute Betrag der Gruppenlaufzeit ist dabei ohne Belang.

Nicht ohne Belang ist die absolute Durchlaufzeit bei zeitkritischen
Anwendungen.
Während der Fussball-WM 2006 kam es schon mal vor, dass der Nachbar
mit seiner alten Dachantenne "Tooor" gerufen hat, während bei Besitzern von
Sat.-Schüssel und DVT-S-receiver der Spieler erst Anlauf auf dem Ball am
Elfmeterpunkt nahm :-)

Ketzer nennen S-Meter daher gerne abfällig "Schätzeisen".

Frage: Wie genau ist die S-Anzeige bzw.die dB-Anzeige beim Perseus?
Ist da was in den technischen Daten spezifiziert?
Muss ja nicht eine Genauigkeit von +-0,02 dB wie bei den teuren
Pegelmessern von Wandel & Goltermann sein, mit denen ich mich
früher beschäftigt habe.
Eine Genauigkeit von +-1 dB wäre für so ein Gerät ein sehr guter Wert.
Damit könnte man es auch ausreichend genau Messungen an Vierpolen
machen, z.B. an (analogen) Filtern.
Eine konkrete Genauigkeitsangabe wäre dazu aber notwendig.
Andersfalls müsste man sie mit einem pegelgenauen Messsender
ermitteln. Dabei ließe sich auch die Spiegelfrequenzunterdrückung
nachmessen.

Dies als Anmerkung aus der Messtechnik.

Viele Grüße

Jürgen


Danke, Jürgen für Deine Präzisierungen.

Gruppenlaufzeit: Ideal ist eine konstante Gruppenlaufzeit über den infrage
kommenden Frequenzbereich. Das ist der einfache Fall, in dem ein Ereignis
verzögert wiedergegeben wird. In der wirklichen Welt jedoch ist diese
Gruppenlaufzeit eben nicht konstant. Die Darlegung, die ich mir in meinem
ohnehin schon langen Text sparen wollte, findet sich sehr schön in:
http://www.williamson-labs.com/groupdelay.htm
Daraus wird auch der Effekt (=Verzerrung) im Wortsinne: sichtbar. (mit der
Maus über die Zeichnung fahren)
Bei Tests von Amateurfunkgeräten hat dieser mit digitalen Signalformen
zunehmend wichtiger gewordene Wert noch keinen Einzug erhalten. Wenn ich
mich recht entsinne, packt die ARRL das zumindest bei Transceivern oberhalb
von 30 MHz in den BER-Wert, misst das aber nicht selektiv aus. Was ja auch
nicht sein muss.

S-Meter: Die max. gemessene Abweichung hinsichtlich von Signalpegel und
Anzeige liegt um den Faktor 10 besser, als Du es selbst einem sehr guten
Gerät beimessen würdest. Somit um den Faktor 5 schlechter als bei den
hierfür ausgelegten Geräten derer von Wandel & Goltermann. Ich zitiere
hiermit aus einer noch nicht veröffentlichten Quelle, sie wird nach
Publikation gerne nachreicht.

73 Nils

[A-DX] Testbericht Perseus
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Testbericht Perseus
Datum: 8. Januar 2008 13:48:15 MEZ


Hallo, in die Runde - ein freundlicher Mensch schickte mir nun den Artikel
aus der Zeitschrift "amateurfunk".

Da lese ich, dass sein Autor unter "Gruppenlaufzeit" versteht, wie lange
denn das komplette Signal durch den Empfänger braucht (statt sich auf die
einzig wichtige Gruppenlaufzeit innerhalb eines Filter zu beziehen, die sich
stark auf Verzerrungen auswirkt, was aber schon, wenn diese kaum zu hören
sind, signifikante Auswirkungen auf die Bit Error Rate in digitalen
Aussendungen hat).

Ich lese, dass digitale Aussendungen nur mit einem VAC zu decodieren sind,
mache das selbst aber ohne VAC absolut problemlos z.B. mit SkySweep. Was
freilich nicht geht, wenn der verwendete PC - wie der des Testers, offenbar
- dem Perseus schon zu eng sitzt. Was man freilich nicht dem Receiver
vorwerfen kann. Ganz ohne VAC kann man übrigens auch mehrere Software-Sachen
gleichzeitig "anschließen". Also z.B. SkySweep zum Decodieren und parallel
dazu Analyzer 2000 zur Analyse der Zeit- und SBSpectrum zur Analyse der
Frequenzebene.

Ich lese, der Receiver ginge nur bis 20 kHz hinunter. Und erfreue mich
dessen ungeachtet der russischen Alpha-Signale u.a. bis hinunter zu 11,905
kHz. Die Grundwelle der Schumann-Resonanz auf 7,8 Hz allerdings habe ich
noch nicht versucht. Dass sein Perseus nur bis 30 MHz geht, wird bedauerlich
in Zeiten hoher Sonnenfleckenaktivität, wo ich dann mit meinem Perseus
allerhand US-Fire Departments bis 40 MHz hoch werde empfangen können.

Ich lese von "Radargeräten der NATO", wobei es sich der Beschreibung nach
tatsächlich jedoch um analoge Ionosonden handelt. "Radargeräte der NATO"
sind zwar auch zu hören, aber die sehen dann doch etwas anders aus.

Der gute Mann vergleicht die S-Meter von TS-850 und Perseus und findet es
toll, dass sie im Bereich von S7 bis S9 identisch sei. Klar, denn die
S-Meter von Amateurfunkgeräten sind auf S9 getrimmt, versagen aber selbst in
der Superklasse zwischen S0 und S4 bis S7 (Grenze je nach Aufwand)
einigermaßen kläglich, während der Perseus ab S0 eine extrem lineare Anzeige
aufweist und so die exakte Anzeige auch sehr leiser Signale ermöglicht. Was
manchen denn zu dem Trugschluss führt, dass das Rauschen auf dem Perseus
stärker sei - weil: da ist ja auch der S-Meter Ausschlag höher ...

Getestet wurde der Receiver offenbar nur in SSB und AM, wobei nicht klar
wird, ob dem Tester der ECSS-Kunstgriff bekannt ist. Die Rundfunktests
finden in den Bändern 11 und 15 MHz statt, während man doch gerne mal aus
berufenem Munde hörte, wie der Perseus denn die Locals zwischen den Giganten
auf 49 m und 41 m ausbuddelt (was mit einem üblichen Amateurfunktransceiver
aus verschiedenen Gründen, worunter auch die rauschenden Oszillatoren
zählen, regelmäßig zum Desaster wird).

Die Antenne. Ein schönes Ding für Funkamateure mit großem Grundstück. Man
hätte gerne erfahren, ob sie vertikal oder horizontal polarisiert ist - was
Auswirkungen auf das europäische Signalangebot und somit die Performance des
Receivers hat. Und auch, wie beide sich denn an einem unter Kurzwellenhörer
mehr üblichen 10 - 20 m langen Draht oder einer Aktivantenne verhalten
(letzteres ist selbst dann nicht ganz trivial, wenn die Antenne selbst den
Dynamikbereich des Receivers erheblich übersteigt).

Der Vergleich. Nunja. Wenigstens wurde beim Perseus kein Sendeteil vermisst
...

Die eifrig eingeforderten Audio-Vergleichclips: Null.

Dass der Autor die Möglichkeiten des schlagend anderen Konzeptes und die in
einer ganz anderen Liga spielende Verständlichkeit entweder nicht erkannt
oder nicht erwähnt hat: geschenkt. Womöglich hätte er dann seine immerhin
vier Seiten überdies mit instruktiveren Abbildungen illustrieren können.

Doch nun genug der Kritik, bevor sie ins Beckmesserische abzugleiten droht.
Das Fazit ist selbst für mich einigermaßen überraschend: Wenn man sieht, was
"im Netz" alles kostenlos über den Receiver greifbar ist (und das sogar
multimedial), dann ist der geneigte Interessent damit doch ganz gut
gefahren; auch in Sachen Kompetenz, wie mir scheint.


73 Nils, DK8OK
__________________________________
Empfänger: Perseus & SDR-14
Antenne: 42 m lange Windom von DX-Wire, ca. 8 m hoch & DX-One
Ort: Burgdorf, bei Hannover

Bericht im Heft Amateurfunk
Im Auftrag von
Jens-Michael Schuh
Gesendet: Sonntag, 6. Januar 2008 15:51

Hallo Nils,

der Test wurde von Michael Wöste DL1DMW gemacht. Die Zeitschrift
erscheint im VTH-Verlag.
Dem Text konnte ich entnehmen, dass die Vergleiche an der gleichen
Antenne gemacht
wurden, im Text steht "80-m-Loop aufgehangen in 8 Meter Höhe im Garten".

Es werden einige Frequenzen und die Ergebnisse beschrieben und wie die
Stationen zum
besseren Empfang beeinflußt wurden (z.B. Slope Tune/
Bandbreitenänderung beim Perseus).
Es wurden sowohl Amateurfunkstationen per SSB, als auch Rundfunkbänder
verglichen.
Insgesamt erscheint mir der Bericht ausgewogen und umfangreich. Da das
Heft aktuell ist,
bekommst Du es sicher im gut sortierten Zeitschriftenhandel. Den Text
kann ich ja aus
urheberrechtlichen Gründen hier jetzt nicht abgetippt reinstellen ;-),
wäre mir auch deutlich
zu umfangreich.

Insgesamt erscheint mir die Darstellung in dem Bericht ausgewogen,
sachlich und neutral zu
sein, was ich bisher bei den Berichterstattungen vermisst habe

Gruß,

Jens

Schade, Jens-Michael, dass Du generell bei den bisherigen Berichten über den
Perseus Ausgewogenheit, Sachlichkeit und Neutralität vermisstest, diese aber
nun einem offenbar nicht näher zitierbaren Vergleich des Receivers mit
lediglich einem (!) Transceiver (!!) an einer (!!!) Antenne zubilligst.

Meine Auffassung von Ausgewogenheit ist, dass viele Perspektiven zur
Darstellung kommen. Nur gut, dass Dir wenigstens der Punkt "Kompetenz" bei
den bisherigen Artikel (u.a. von Clemens Seidenberg im "Funkamateur" und
Harald Kuhl in "Sender und Frequenzen") sowie den mancherlei Kommentaren in
dieser nicht genug zu rühmenden Liste fehlten.

Mit der Neutralität ist das immer so eine Sache. Ich denke, dass der Markt
der Meinungen Neutralität wie von selbst herstellt. Allerdings habe ich die
"positive Voreingenommenheit" (Nicht-Neutralität) der bisherigen
Perseus-Besitzer nicht so verstanden, als dass sie damit ihr Gerät für einen
Notverkauf auf dem Gebrauchtmarkt aufhübschen wollten. Sondern sie scheint
mir (wobei ich ganz sicher da nur für mich sprechen kann) der puren
Begeisterung über eine grundlegend neuartige Qualität auch in Wiedergabe und
Verständlichkeit zu entspringen.

Um hier vergleichen zu können, muss man allerdings in der Tat schon hoch in
die Profiklasse greifen (ein HF-1000, ein RX1001M oder ein E-1800/1700 sind
da nicht so abwegig), um das würdigen zu können. Ein TS-850, der
leistungsmäßig ja um einiges unter dem TS-930 blieb, bringt das nicht immer
zuwege. Und man muss auch bereit sein, sich von liebgewonnenen
Durchlaßbereichs-Konditionierungen ("dicke Tunke" ist jetzt das Stichwort)
zu verabschieden. Hier hilft insbesondere gemeinsames Hören mit anderen
kritischen Ohren, wobei man dann schon sehr genau begründen muss, warum man
diese oder jene Wiedergabe für die bessere/schlechtere hält.

Sicherlich aber wird der Schreiber des besagten Artikels gerne seine
Vergleiche zur Akustikprobe ("Eins, zwei, drei"/ wenn man sich nicht lieber
den gleichnamigen Film anschaut) ins Netz stellen. Das hörte auch ich mir
gerne an. Schon aus dem Interesse heraus, was er unter "besser" und unter
"schlechter" versteht und welche Einstellungen beim Perseus hinsichtlich AGC
und Bandbreite und Betriebsart er denn so gewählt hat. Auch, welche
Beispiele er nutzte. Interessant wäre schon die einfache Information
darüber, ob er beide Receiver so eingestellt hatte, dass sie ihr jeweiliges
Optimum bieten - ein Beispiel unter vielen: Synchrondetektor mit
asymmetrischer Bandbreitenregelung beim Perseus. Oder ob er - auch solche
Vergleich waren schon zu lesen - den Perseus so eingestellt hat wie den
TS-850. Was dann zwar auch Aussagen ermöglicht, aber nur solche von
begrenztem und für die Praxis irrelevanten Wert.

Da ich auch den TS-850 kenne, traue ich mir die einigermaßen belastbare
Aussage zu, ein üblich-anspruchsvolles Vergleichs-Bouquet an DX-gängigen
Situationen zusammenzustellen, an dessen Ende die Blumen des Kenwood ein
wenig blasser aussehen dürften. Die Hörbeispiele, die ich von einem Perseus
an einer Windom (die sich HF-belastungsmäßig gegenüber der 80 m Loop als
etwas garstiger erweisen dürfte) ins Netz gestellt habe, sollten wenigstens
hinsichtlich Verständlichkeit und Nahselektion jedem Hörer ein sicheres
Urteil auch ohne direkten Vergleich erlauben.

Das mit dem Copyright an besagtem Artikel ist natürlich richtig; da ich
meine diesbezüglichen Veröffentlichungen ohne diese Lästigkeit ins Netz
gestellt habe, hatte ich einen Augenblick darauf vergessen.
Ich werde sicherlich mal Gelegenheit haben, am Bahnhofskiosk einen Blick in
das besagte Heft zu tun. Schon aus purer Nostalgie, hatte ich 1990 das
Konzept dieses Magazins "Amateurfunk" entwickelt und dessen erste Ausgaben
als Chefredakteur verantwortet. Für das Titelbild der Ausgabe 1990/91
fotografierte ich das "Amateurfunzentrum" des DARC e.V. in Baunatal und lud
den damaligen 1. Vorsitzenden zum Editorial ein. Kinder, wie die Zeit
vergeht!

73 Nils, DK8OK

[A-DX] Perseus Wav Dateiformat
Gesendet: Freitag, 4. Januar 2008 14:07
An: A-DX
Betreff: [A-DX] Perseus Wav Dateiformat

Hallo,
ich habe mir mühsam mit dem ländlichen DSL/2 (das Dorfleben hat nicht
nur Vorteile) von Nils 4shared Seite die 100MB geladen (tnx Nils). Im
Winrad auf endlos geschaltet und herumgesurft. Ich wollte mir mal den
Spass machen und die Datei im Totalrekorder öffenen. Ich war gespannt,
was wohl zu hören sein würde. Gar nichts. Es kam eine Fehlermeldung, das
Dateiformat würde nicht unterstützt.
Interessant für mich, die Dateieigenschaften besagen 500000Hz
Bandbreite, 24 Bit bei Stereo. Fragen:
wieso 500 kHz ?
wieso Stereo?

Klärt mich doch bitte auf.
73 Thomas


... ohne Thomas' Frage beantworten zu können: die 500 kHz sind ja in Winrad
tatsächlich auch nutzbar. Im fraglichen Clip geht’s also von 4.660,23 kHz
bis 5.160,23 kHz. Dafür hakt es im oberen/unteren Teil des Spektrums. Und
Mauno berichtete über ein Phantomsignal, das unter folgenden Bedingungen
auftauche:
* Centerfrequenz auf 1.250 kHz
* Empfang auf 1.599 kHz bringt ein Phantomsignal von Grigoriopol von 999 kHz
zu Gehör
* tritt aber nur auf den ersten bzw. letzten 6 kHz der 500 (!) kHz auf
Ich konnte das noch nicht nachvollziehen, hatte aber schon bemerkt, dass
sich die Pegel links und rechts des 500-kHz-Spektrums etwas senken. Nun
denn. Wenn man innerhalb der Spezifikationen bleibt - auf die Alberto seine
Software gottlob nicht beschränkte - ist alles im schwarzgelben Bereich der
Perseus-Farben ...
73 Nils, DK8OK

[A-DX] Perseus - zweite Meinung
Im Auftrag von Lutz Andreas
Gesendet: Donnerstag, 3. Januar 2008 21:14
An: A-DX, Liste
Betreff: [A-DX] Perseus - zweite Meinung

Hallo,

heute trudelte die neue Ausgabe von "funkempfang" in den Posteingang.
Darin gibt es eine mehrseitige Vorstellung des Perseus. Der Kleine kommt
wie erwartet gut weg ;-)

Die Betreffzeile habe ich mal so gewählt, weil diesmal nicht Nils der
Verfasser ist sondern Clemens Seidenberg.

Auf der Homepage www.funkempfang.de war die neue Ausgabe vorhin noch
nicht verfügbar. Wer Details wissen möchte, sollte in den nächsten Tagen
dort einmal vorbeischauen.

73s, Lutz

Danke, Lutz, für den Hinweis! Das mit der "zweiten Meinung" ist schon
richtig. Allerdings handelt es sich dabei um einen nicht als solchen
ausgewiesenen "Nachdruck" der Cover-Story des Funkamateur 11/07, wobei
wenigstens das separat angebotene Blockschaltbild diesen Nachweis enthält
(wenngleich es die Realität nicht richtig abbildet).

Da auch der Nachdruck offenbar nicht fachlich lektoriert wurde, findet sich
ebenfalls dort die falsche Auffassung des Nyquist-Theorems, nach der die
Hälfte der Abtastfrequenz die "höchste im Signal vorkommende Frequenz"
begrenze. Konkret: Bei 80 MHz Abtastfrequenz geht der Perseus eben bis 40
MHz.

Das ist nicht richtig und wäre auch schade. Denn Nyquist und später Shannon
beziehen das auf die Bandbreite! Deshalb lässt sich beispielsweise mit dem
SDR-14 (Abtastfrequenz: 66 MHz) nicht nur der Bereich von 0 bis 33 MHz
erfassen, sondern auch der von 33 bis 66, von 99 bis 132 MHz und so weiter.
Das funktioniert auch prima, ich habe es ausprobiert. Voraussetzung hierfür
allerdings ist eine Bandbegrenzung des Signals, vulgo: ein Vorfilter. Am
besten mit einem Vorverstärker. Das alles gibt es ja z.B. für die
Amateurfunkbänder ab einschließlich 6 m. Allerdings ist der Perseus
(bislang?) über 40 MHz nicht abstimmbar. Beim SDR-14 ist das - je nach
Ansprüchen - für bis zu etwa 300 MHz praktikabel. Darüber hinaus ist dann
auf Konverter zurückzugreifen.

Eine "dritte Meinung", im übrigen, bereitet gerade die CQDL vor.

73 Nils, DK8OK

[A-DX] 100 MB Perseus Mitschnitt
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] 100 MB Perseus Mitschnitt
Datum: 2. Januar 2008 17:40:39 MEZ

Moin, moin - um dem dringenden Bedürfnis nach sinnvoller Nutzung von
Internet-Bandbreite abzuhelfen, habe ich einen 400-kHz-Mitschnitt von etwa
15:29:45 Uhr UTC bis 15:30:20 Uhr UTC eingespielt unter:
http://www.4shared.com/account/dir/5128695/9f289e7a/sharing.html?rnd=31
Parole: a-dx
Datei: 60_000.wav

Der Mitschnitt geht von 4.711 bis 5.110 kHz (am Receiver eingestellt
Mittenfrequenz: 4.910 kHz) und wurde mit dem Perseus sowie dessen Software
an einer 42 m langen Windom aufgenommen. Er lässt sich mit Winrad 1.30 ohne
Receiver abspielen. Allerdings werden dabei im Spektrum und im Wasserfall
(bei mir, jedenfalls) nur die oberen 200 kHz angezeigt. Aber, keine Panik:
die unteren lassen sich einfach abstimmen, so dass man auch die schöne
Englisch-Ansage von Bangla Desh Betar auf 4.750 kHz problemlos mitbekommt.
Wer einen Perseus hat, störe sich nicht an der eingeblendeten PC-Zeit. Der
PC ging um ca. elf Sekunden vor. Der Start der Aufnahme erfolgte manuell mit
Blick auf eine DCF77-gesteuerte Uhr.

Eine kleine Auswahl der zu hörenden Sender:
4750 Bangla Desh Betar
4775 AIR Imphal
4810 AIR Bhopal
4840 AIR Mumbai
4860 AIR Delhi (ohne News)
4880 AIR Lucknow
4895 AIR Kurseong (leicht, als Starter)
4910 AIR Jaipur
4920 AIR Chennai (unter Xizang, dieser //4905)
4930 Turkmen Radio (sendet in LSB!)
4940 AIR Guwahati
4965 AIR Shimla
4970 AIR Shillong
5015 AIR Delhi (ebenfalls guter Starter)
5040 AIR Jeypore
5060 Xinjiang
5075 Voice of Puyiang

Manches ist offensichtlich, während anderes Offensichtliches (4.800) in
dieser Aufstellung fehlt. Eigentlich ist fast jeder Störfall mit von der
Partie. Die Bedingungen sind "mittel", im Vergleich zu den Weihnachtstagen
aber bieten sie Anlaß zu einiger Hoffnung.

Viel Spaß & 73: Nils

[A-DX] Winrad V1.30
Von: nils.schiffhauer
Betreff: AW: [A-DX] Winrad V1.30
Datum: 2. Januar 2008 12:05:08 MEZ

Tja, Winrad ist ja auch mehr so als Trägerguckerprogramm für QRSS und QRPP
entstanden. Wie seinerzeit so viele Programme, mit denen sich aus dem
Rauschen noch die kleinsten Signale ausbuddeln ließen. Zunächst noch für
DSP-Karten (G3PLX), dann aber auch bald für Soundcards, wobei FFTDSP von
AF9Y meines Wissens den Anfang machte: http://www.af9y.com/radio10.htm

Diese Softwares sind zum Teil laufend weiterentwickelt worden. Eines der
wohl umfangreichsten & vielseitigsten Pakete ist das SpectrumLab:
http://freenet-homepage.de/dl4yhf/spectra1.html

Mit dem Aufkommen von SDRs wagten ganz Mutige, ihrer Software auch eine
Frequenzsteuerungsschnittstelle zu verpassen; bei SpectrumLab gibt es eine
für den SDR-14; Linrad hat auch eine:
http://www.nitehawk.com/sm5bsz/linuxdsp/linrad.htm

Was "wir" natürlich nun erwarten, ist die reine Konvergenz zu einer
ultimativen Software, die alles gleichgut & womöglich noch decodieren kann.
Die Teile dazu - wir hatten das schon mal - liegen als offene Enden ja schon
parat. Doch dieser Weg von vielen z.T. sehr spezialisierten Softwares zu
einem Universalprogramm wird noch einigermaßen weit sein. Und fehlen wird
immer etwas. Dass jetzt Spezialsoftware mit verschiedenen weiteren
DSP-Modulen aufgepeppt wird, ist also erst als notwendiges Durchgangsstadium
zu verstehen. Vergegenwärtigt man sich das parallel zur "Menschwerdung des
Affen" (diesem Baum von Entwicklungen und Fehlentwicklungen), so zweigen
manche Designer da wohl gerade auf den Neandertal-Nischen-Ast ab. Eine
solche Nische bei Winrad ist z.B. die Auflösung des Wasserfalldisplays auf
0,2 Hz. Das braucht man nicht, um WWCR auf 5.070 kHz zu hören (in ECSS gegen
11 Uhr UTC derzeit mit Perseus- und Winrad-Decoder in gleicher Qualität,
übrigens). Aber irgend einem Meteoritenjäger wird das schon gefallen! Und
sei es, dass der Mittelwellenspezialist damit auf einem Kanal noch mehr
Träger gucken kann ...

Wir haben, und das erklärt den Befund, es hier ja nicht mit professionellen
Produkten zu tun, die für einen irgendwie definierten Markt entwickelt
worden wären. Sondern jeder versucht eben, für seine eigenen Zwecke etwas zu
machen. Das fällt mal auf fruchtbaren Boden (wie der Perseus, der aus fast
gleichem Antrieb entwickelt wurde), mal findet das weniger (quantitative)
Resonanz.

Jetzt aber muß ich Grünkohl mit Pinkel kochen: Nils

[A-DX] Winrad 1.30: Perseus für Alle!
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Winrad 1.30: Perseus für Alle!
Datum: 2. Januar 2008 10:35:13 MEZ

Gutes Neues Jahr in die Runde - etwas Erfreuliches ist ja mit der neuen
Winrad-Software passiert: mit ihr lassen sich jetzt alle bis zu 400 kHz
breiten Perseus-Dateien auch dann öffnen, wenn kein Perseus angeschlossen
ist. Die ursprüngliche Frequenzkonfiguration wird für die Abstimmung etc.
übernommen, jedoch fand ich noch nicht eine (wünschenswerte) Einblendung der
Zeit. Der Recorder ist in seinen Editierfunktionen etwas flexibler als der
vom Perseus. Insgesamt scheint mir Winrad mit einem Schwerpunkt in Richtung
"Analyse" entwickelt worden zu sein. Sehr praktisch ist die Kombination
Wasserfall & Spektrum, wie wir sie schon von Spectravue her kennen. Ich will
mal sehen, ob ich heute ein File in 4share stelle, das deren 100-MB-Limit
genügt. Dürften ja dann wohl unter 60 Sekunden werden.
73 allerseits: Nils

[A-DX] Mitschnitte - in Scheiben & am Stück!
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Mitschnitte - in Scheiben & am Stück!
Datum: 30. Dezember 2007 17:15:20 MEZ

Hallo, in die Runde - Thomas L. hatte ja wirklich eine feine Idee! Und so
habe denn auch ich mal ein paar Mitschnitte der letzten Tage abgelegt:
http://www.4shared.com/dir/5128695/9f289e7a/sharing.html
Parole: a-dx

Die Dateinamen sollten selbsterklärend sein, wenngleich manchmal die Zeit
fehlt, die ansonsten immer UTC ist. "son" heißt: sign on.

Sinn der Uploads: Ein paar mehr für den Eigengebrauch enstandene DX-mäßige
Clips der allgemeinen Beurteilung vorzulegen. Kleine Anmerkungen:
"AIR Kurseong" enthält die gesamte Eröffnungszeremonie, die bis auf die
Lokal-ID bei allen AIR-Locals gleich zu sein scheint.
"RTV Gabon" mit Hymne, desgleichen "Armenia" (nein, "Vande Mataram" bei AIR
Kursesong ist nicht die Hymne!)
"Nigeria" fand ich trotz Trägerbrummer recht "live-mäßig".

Alle entstanden mit dem Perseus an einer 42 m langen Windom, die meisten
rausgegrabbelt aus einer 400 kHz breiten Aufnahme, die dann in "Audacity"
aufgenommen, geschnitten, "normalisiert" (=Anhebung des höchsten Pegels auf
0 dB) und dann in MP3 konvertiert wurde.

Kommentare & Kritik & Verbesserungsvorschläge heftigst erwünscht!

73 Nils, DK8OK
__________________________________
Empfänger: Perseus & SDR-14
Antenne: 42 m lange Windom, ca. 8 m hoch & DX-One
Ort: Burgdorf, bei Hannover

[A-DX] Nachrichten aus Indien auf 60 m
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Nachrichten aus Indien auf 60 m
Datum: 26. Dezember 2007 12:43:14 MEZ

Moin, moin - gestern habe ich mal drei Minuten im 60 mb mit dem Perseus
aufgenommen, um die AIR-News um 15:30 UTC zu hören. Die zentral aus Delhi
durchgestellten Nachrichten laufen erstaunlich synchron auf folgenden
Frequenzen bei Bedingungen am Anfang des oberen Drittels:
4760
4775
4800
4810 (hier allerdings nur zu ahnen, aber wer hat schon um 15:30
Zeitzeichen?)
4835
4880
4895
4910
4940
4950
4965
4970
5010
5015
5040 (extrem blechern, Übertragung via Lautsprecherempfang & Mikrofon?!)
Nur auf 4860 kHz lief ein anderes Programm.
Die Pegel sind unterschiedlicher, als es die Randbedingungen (Sendeleistung,
Ort) erwarten lassen. Offenbar betreibt man die Sender an unterschiedlichen
Antennen und mal auf Fels, mal im Sumpf ...

73 Nils, DK8OK
__________________________________
Empfänger: Perseus & SDR-14
Antenne: 42 m lange Windom, ca. 8 m hoch & DX-One
Ort: Burgdorf, bei Hannover

[A-DX] Indien schaltet ein auf 60 m
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Indien schaltet ein auf 60 m
Datum: 24. Dezember 2007 17:13:04 MEZ

Moin, in die Runde - und leider scheint "Weihnachtsdepression" ein nicht
allein meteorologisch-psychologischer Begriff zu sein, sondern Rudolfs
Schlittenfahrten scheinen auch die Ionosphäre durcheinanderzubringen. Meine
gestrige Schicht im 60 mb war / bis auf die paar Afrikaner / doch ziemlich
enttäuschend. So konnte ich mich auf das hier nächtliche/dort morgendliche
s/on der Inder auf 60 m konzentrieren.

Das läuft fast immer folgendermaßen ab:
* Träger ein
* 1.000-Hz-Ton ein
* das "Pausenzeichen"
* die ehrfürchtige Ankündigung des Kommenden in nur zwei Worten: "Vande
Mataram"
* das Lied "Vande Mataram", gut 60 Sekunden lang
* die Lokal-Ansage, oftmals mit Frequenzangaben; zumeist in Hindi

Dieses standardisierte Programme durchdringt auch China auf 4800 kHz.
Manchmal geht’s ohne 1.000-Hz-Träger los, wie am 24.12. bei AIR Mumbai.
Interessant ist ja immer die Lokalansage, daher hier die exakten Uhrzeiten
derer von heute morgen:
23:56:05 Mumbai, 4840
00:01:15 Gawahti, 4940
00:16:25 Chennai, 4920
00:21:10 Hyderabad, 4800
00:21:20 Thiruvananthapuram, 5010
00:26:10 Bhopal, 4810
00:26:15 Delhi, 4860
00:26:20 Shimla, 4965
00:26:20 Kolkata, 4820
00:26:54 Lucknow, 4880
00:31:00 Imphal, 4775 (gelistetes s/on 00:00!)
02:13:10 Leh, 4.760

Nicht prüfbar w/ QRM war s/on Pt. Blair 4760 um 23:55. Und (diesesmal) nicht
gehört wurden:
4835 Gangtok
4850 Kohima
4880 Lucknow
4895 Kurseong
4970 Shillong
4990 Itanagar
Ärgerlich, denn bei einer vorherigen Aufnahme war z.B. Kurseong zu
Sendebeginn mit Ansage gut zu hören.

Wobei ich gerne mal mit einigen DXern einen Doppelblindtest machen würde:
sechs, sieben Inder in der Qualität vorspielen, die sie als O=3 bezeichnen,
und dann ohne weitere Hilfe niederzuschreiben bitten, welche Stationsansage
das denn nun war. Wobei ich mich selbst da sicherlich nicht unbedingt im
Spitzenfeld sähe. "Kurseong" etwa klingt wie "kar-song"; sogar "Delhi" mit
dem aspirierten h springt nicht jedem gleich ins Ohr. Wer Loriots Hund
sprechen hört, ist hier im Vorteil.

Wer also trotz Bunter Teller mit seinem Bauch den Drehknopf seines Radios
doch noch erreichen kann, möge sich über den Gutschein für seinen Perseus
strecken und die Frequenzen seriell statt parallel abdrehen.

73 und ein schönes Weihnachten: Nils, DK8OK
__________________________________
Empfänger: Perseus & SDR-14
Antenne: 42 m lange Windom, ca. 8 m hoch & DX-One
Ort: Burgdorf, bei Hannover

[A-DX] Tonumfang
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Tonumfang
Datum: 23. Dezember 2007 11:25:27 MEZ

Einen schönen Tag in die Runde – und ein kleines Wort noch zu Mitschnitten,
soweit es den Tonumfang angeht:

Wenn es die Störungen zulassen, versuche ich immer, soviel Signal wie
möglich mitzubekommen. Was die Bässe angeht, so ist das meistens kein
Problem. Beim Synchrondetektor sind sie schon aus technischen Gründen
komplett mit von der Partie, da ich hier ja den Träger im Blick des Filter
haben muss. Und bei ECSS ist das (fast) immer der Fall & nützlich.

Beim Anblick der Modulationsseitenbänder stellt man dann fast immer fest,
dass bei den meisten Sendern die Tiefen beschnitten sind. Zumindest soweit,
dass man vom 50- oder 60-Hz-Netzbrummen nur die höheren Harmonischen
mitbekommt.

Die Höhen jedoch schwingen sich oftmals recht weit hinaus. Auch hier hilft
ein Blick auf das Spektrum um zu sehen, wo denn die die Spitzen enden.
Störsituation vorausgesetzt, ziehe ich dann die Filter ebenfalls
entsprechend weit auf – notfalls eben asymmetrisch, da man mit wenigstens
einem Seitenband oft schon wieder sich den benachbarten Träger einfängt,
selbst wenn dessen Seitenbänder zu schwach zum Stören sind (den 5-kHz-Pfiff
aber hört man garantiert!).

Was passiert nun mit der Wiedergabe? Zum einen erfasst sie so den vollen
abgestrahlten Tonumfang. Zum andern klingt sie für schmalbandkonditionierte
Ohren ungewohnt. Und auch ich mußte mich erst an diese „Neue Luftigkeit“
gewöhnen. Der Signal-/Rauschabstand sinkt natürlich durch die größere
Bandbreite um einige dB. Dünne Signale also, die vor allem Sprache
übertragen, profitieren nicht unbedingt. Sobald die Sprache jedoch Zisch-
und Reibelaute enthält, ist man unter Umständen da doch wieder im Vorteil.

Wie in der Fotografie das RAW-Bild, kann man eine optimal-breitbandige
Aufnahme nun natürlich den eigenen Vorlieben anpassen. Diese
„Interpretation“ läuft oftmals auf Beschneidung der Höhen und Betonung der
Bässe hinaus. Nicht so, als ob fahrende Lautsprecher neben einem an der
Ampel halten, aber es klingt schon satt & voll. Bei Weinen ist es ähnlich.
Herr Parker vergibt seine Punkte nach dem, was ich für einen eher
rustikal-gefälligen Geschmack halte. Allerdings hat er damit mehr Erfolg als
ich mit meiner Ansicht …

73 Nils, DK8OK
__________________________________
Empfänger: Perseus & SDR-14
Antenne: 42 m lange Windom, ca. 8 m hoch & DX-One
Ort: Burgdorf, bei Hannover

[A-DX] Heute morgen auf 31 m
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Heute morgen auf 31 m
Datum: 22. Dezember 2007 15:31:22 MEZ


Moin, moin - heute morgen so zwischen 08:00 und 09:00 UTC habe ich mal eine
400-kHz-Portion kurant (mit)geschnitten. Hier nur jene Dinge, die mir
irgendwie auffielen:

9500 China ID
9505 R. Record, ID
9510 Xinjiang
9515 R. Novas de Paz? (Pt., aber ohne ID)
9540 Sound of Hope TWN? 09:00
9560 Xinjiang, local ID 08:00
9570 Korea, ID in E
9575 R. Mediterrane, ID in F & A
9580 Afrique 1, F
9585 R. Farda/Lampertheim (fast Tote Zone hier)
9595 R. Nikkei, ID
9600 Xinjiang, ID
9615 R. Cultura? (Pt., aber ohne ID)
9620 China Business Radio, ID in C+E
9630 R. Aparecida (Pt., aber ohne ID)
9675 R. Cancao Nova, schöne IDs, 08:00 & 09:00
9690 Nigeria, 08:00 s/on in VN & ID
9725 Dr. Gene Scott CTR, endlos in E
9750 NHK, ID 08:00
9765 RNZI
9810 China Business Radio, 09:00 ID inC+E
9820 wie 9.810, aber 232 statt 343
9825 NHK, ID mit Echo

73 Nils, DK8OK
__________________________________
Empfänger: Perseus & SDR-14
Antenne: 42 m lange Windom, ca. 8 m hoch & DX-One
Ort: Burgdorf, bei Hannover

[A-DX] BBC Singapur mit Echo
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] BBC Singapur mit Echo
Datum: 21. Dezember 2007 16:59:48 MEZ

Moin, moin - die Damen verbannten mich vor den Receiver, und da kommt man
beim Abhören einer heute gegen 12 Uhr UTC aufgenommenen 400-kHz-Portion
natürlich auf allerlei dumme Gedanken. Beispielsweise, dem leichten Echo
nachzugehen, das die BBC Singapur auf 9740 bot. Gottlob kamen die
Zeitzeichen, anhand derer sich das verifizieren ließ (mit dem Analyzer2000,
dessen zeitliche Auflösung immer wieder verblüfft:
http://www.brownbear.de/):
* die (kurzen) Zeitzeichen haben eine Länge von 100 Millisekunden
* der "kurze" Weg Burgdorf-Singapur beträgt 10.150 km oder gut 35
Millisekunden
* der "lange" Weg beträgt 29.870 km oder 102 Millisekunden (beides mit
VoACAP ermittelt)
Differenz somit 67 Millisekunden. Was passiert? Das Zeitzeichen legt in
beide Richtungen los und erreicht den Receiver zuerst 35 ms nach Aussendung.
67 Millisekunden später kommt es auf dem anderen Weg nochmals. Insgesamt
verlängerte es sich auf also 167 Millisekunden. Am Pegelunterschied ist
sowohl das zusätzliche Eintreffen des langen Weges sichtbar, als auch, 35
Millisekunden später, das Ende des kurzen Weges.

73 Nils, DK8OK
__________________________________
Empfänger: Perseus
Antenne: 42 m lange Windom, ca. 8 m hoch
Or: Burgdorf, bei Hannover

[A-DX] Frage zum Perseus / Mitschnitte
von Franz Ladner
Gesendet: Freitag, 21. Dezember 2007 08:16
Betreff: [A-DX] Frage zum Perseus / Mitschnitte

Mir kommt da grad eine Frage in den Sinn...:
Könnte man mit diesem Zauberkastl auch einen "Mitschnitt" anfertigen und
diesen irgendwo online stellen?
Bzw., gibt es (freie) Software, mit der allfällige (Perseus-lose)
Interessenten diese Mitschnitte dann analysieren können?
Ich könnte mir vorstellen, daß man da von diversen DXpeditionen ein nettes
Mitbrigsel für die Hobbykollegen mitnehmen könnte ;-)

Oder weniger idealistisch gesehen:
"Verkaufe Perseus-Breitband-Mitschnitt, vom letzten Sonnenfleckenmaximum,
aufgezeichnet auf Sankt Helena, bringt mindestens 100 Top-IDs!!!"
;-)
Franz

Franz - das wird es geben. Schon jetzt können Perseus-Besitzer die bis zu
400 kHz breiten Files anderer Perseus-Besitzer "empfangen". Die Beschränkung
auf den Besitz der Receiver war eine Idee von Nico, sein geistiges Eigentum
zu schützen. Argumente, das freizugeben, haben wir mit ihm in kleiner und
größerer Runde reiflich erwogen. Mit dem Ergebnis, dass man derzeit mit
Perseus und Winrad aufgenommene und bis 500 kHz breite Daten ohne
Perseus-Besitz mit Winrad wiedergeben kann. Letztere Software erscheint im
Januar runderneuert, auch mit AM und weniger speicherhungrig. Auch Nico wird
zum Neuen Jahr seine erste Alpha-Version seiner Software präsentieren. Was
sie über das schon Bekannte hinaus enthalten wird, ist im Moment noch
unsichtbar in seiner Wundertüte.
Ich bin aber sicher, dass es eine Lösung geben wird, so daß man im Sommer im
Netz von den bei winterlichen DX-Peditionen nördlich des Polarkreises
angelegten Kiribati-Mittelwellen-Mitschnitten wird zehren können.
73 Nils

Jetzt erhältlich: Das kostenlose Perseus Info-Booklet.


[A-DX] Wie eigentlich klingt "Perseus"

Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Wie eigentlich klingt "Perseus"
Datum: 21. Dezember 2007 08:45:21 MEZ


Moin, moin - womöglich ist im Pulverqualm eine wichtige Frage ein
wenig verlorengegangen, weshalb ich sie noch einmal in meinen Worten stellen
möchte:
* Wie eigentlich klingt "Perseus", ganz für sich genommen?

Also, wenn man alle Randbedingungen wie Antennen, Erdmagnetik etc. außer
Acht lässt und "rein die Wiedergabe" sich anhört. Wie stehts da mit
Tonumfang, Verständlichkeit, Transparenz? Ist da etwas anders? Und wenn ja:
was genau? Und: ist es besser, ist es schlechter, ist es schlicht ungewohnt?

Ich denke, dazu reichen die gut 50 Clips auf
http://www.ssb.de/amateur/products/perseus/perseus.shtml (links oben:
Hörproben), bevor Christoph seine mit Spannung erwarteten Vergleiche ins
Netz stellt. Ich wäre wirklich gespannt, wie Andere ihre Erfahrung
einbringen und den Vergleich in Worte fassen. Wobei es darum gehen sollte,
das Gesendete auch zu verstehen.
Das wäre eine Sache, über die sich zu diskutieren und notfalls auch zu
streiten verlohnte.

Und dann sollten wir für März oder so einen kleinen Vergleich ausloben: z.B.
25 Stationen, die zur jeweils selben Zeit gehört werden sollten. Bleibt noch
ein großherziger Herrscher über Festplattenlatifundien und Bandbreiten zu
finden, den man dann breitschlägt, diese jeweils Zehn-Sekunden-Takes von
Ansage und Musik zum Vergleich ins Netz zu stellen.

73 Nils, DK8OK

[A-DX] Frage: Empfindlichkeit
Von: nils.schiffhauer
Betreff: AW: [A-DX] Frage: Empfindlichkeit
Datum: 20. Dezember 2007 20:15:34 MEZ


Tja, Gernot - zum einen laufen jetzt andere Päpste durch die Zeitschriften,
zum anderen haben wir den Perseus einigermaßen wacker mit dem IC-R8500, dem
AR-7030, dem Hagenuk RX-1001 und dem Telefunken E1500 verglichen. Cheek to
cheek mit dem, was gerade zur Hand war; den IC-R9500 hatte ich schon vorher
ziehen lassen ;-)

Ich denke, Martin & ich haben die Ergebnisse dieses Vergleiches, an dem auch
noch zwei weitere Ohren mit einiger Sachkunde dazwischen beteiligt waren,
hier hinreichend ausgebreitet.

Hörst Du hier: Des weiteren stehen "im Netz" über 50 Empfangsbeispiele zur
Verfügung. Mit Datum und Antennenangabe. Man skaliere das für seine eigenen
Verhältnisse. Ich halte diese O-Töne für instruktiver als noch so
elaborierte Beschreibungen, die sich im Kopfe der Leserschaft ja doch je
unterschiedlich wieder zu einem virtuellen Hörbild zusammensetzen. Nächte
musste ich mir dafür nicht um die Ohren schlagen, aber so manche Stunde hats
denn schon Spaß gemacht. Der Hörer sei gebeten, sich nicht so sehr auf die
Exotik der Station "an sich" zu konzentrieren, sondern auf die
Verständlichkeit, auf das transparente Klangbild, den Störabstand. Das
sollte ebenso gelingen, wie man, um die unterschiedliche Zubereitung von
zwei, drei Jakobsmuscheln zu vergleichen, sie nicht nebeneinander serviert
bekommen muss.

Christoph hat zudem schon sein Silvesterfeuerwerk mit einem Vergleich
angekündigt: 8.000-Euro- gegen 800-Euro-Receiver. Wovon ich nur einen habe,
der, selbst wenn der sich als der schlechtere herausstellen sollte,
keinesfalls der schlechteste ist. Auf Christophs Knaller freue ich mich
schon. Das dürfte denn wohl alles Wünsche zufriedenstellen, noch bevor man
überhaupt von so etwas wie einer allgemeinen Verfügbarkeit des Receivers
sprechen kann. Bis dahin liegen sicherlich auch Vergleiche mit dem E1700/3
vor (jene mit dem E1700/1 sind noch in Vorbereitung, ebenso wie jene mit dem
Drake 2B - mal mit, mal ohne Q-Multiplier). Ich durfte schon mal doppelblind
probehören und wußte mich nicht 100%ig zu entscheiden, sondern nur
tendenziell. Bin gespannt auf die Auflösung!

Was aber eigentlich werden die Hörer machen, die bei Vergleichen den E1800A
in 60% der Beispiele leicht in der Vorhand hören sollten? Welche praktischen
Auswirkungen wird das dann am Ende der eigenen Antenne haben? Kaufen die
sich dann 22 E-1800 und 22 MP3-Recorder, um "voll die 100 kHz" in
AM-Bandbreite hören, speichern und auswerten zu können? Das aber: perfekt!
(Doch nicht einmal das, denn schon die AGC kann man da nachträglich nicht
mehr verstellen ...)

Also: ich kann ja verstehen, dass Manchem das Perseus-Lob allmählich auf den
Schleppzeiger geht. Doch allein, dass man zu einem Vergleich wie dem E1800
greifen muss, um überhaupt die Chance zu gewahren etwas
Gleichwertiges/Besseres zu finden, sollte eigentlich ein Indikator dafür
sein, dass man es hier mit einem wirklichen Ausnahmegerät
(Paradigmenwechsel, ist jetzt das Stichwort) zu tun hat. Natürlich wird es
das nicht bleiben. Doch selbst, wenn ich mal so Revue passieren lasse, was
uns im kommenden Jahr ("Receiver, das ganze Programm") erwartet, wird
Perseus standhaft auch den übernächsten Jahreswechsel überstehen. Vielleicht
dann sogar mit aufklebbaren Rallyestreifen ...

73 Nils, DK8OK

[A-DX] Frage: Empfindlichkeit

Von: nils.schiffhauer
Betreff: AW: [A-DX] Frage: Empfindlichkeit
Datum: 20. Dezember 2007 19:06:41 MEZ

Tja, ich wundere mich auch manchmal darüber, dass selbst die Meßdiener
diverser Fachmagazine immer noch denken, Sinn und Zweck eines Receivers sei
es, das spektral mal mehr, mal weniger reine Signal eines HP-Generators
möglichst scharmant wiederzugeben. Die ARRL hatte ja noch einigermaßen
rechtzeitig die Kurve gekriegt, nachdem man ihr Bescheid gestoßen hatte,
dass sie bei ihrer Methode und ihrem Equipment z.B. das Seitenbandrauschen
ihres Meßsenders so vorzüglich darstellen könne.

Sicherlich geben isolierte Meßwerte Anhaltspunkte, wie sich ein Receiver
sich verhalten könnte. Sobald man jedoch eine Antenne anschließt und hat
sich nicht gerade auf Tropo-Empfang von DRM-Sendern um 26 MHz spezialisiert
(eine zwar kaufkräftige, da institutionelle Klientel, aber irgendwie auch
negligiabel) sieht die Welt anders aus.
Die wiederum ist gekennzeichnet von einem recht dynamischen Szenario Und die
Herren Top-Funkamateure, die immer klinische Meßkurven fordern (freilich
schon bei Montage eines N-Steckers verzagen und erst recht an der Auslegung
schönster Meßwerte scheitern), die sollten sich mal an die Lötfahnen ihrer
Endstufentransistoren fassen: für manches DX ist inzwischen nicht mehr ein
durchschnittlich preiswerter Receiver der limitierende Faktor, sondern es
sind schlecht eingestellte Sender oder suboptimal konstruierte Oszillatoren,
die einfach berauschend sind. Immer schön auf 80 oder 40, wenn der OM dann
mal den Faden seines Sprüchleins "Mein Name ist Horst, Horst ist mein Name"
verliert, sinnierend pausieren muss und allein der Ventilator seiner
Endstufe mein S-Meter über S9 treibt.

Und wie man meßtechnisch eine klare, transparente Wiedergabe von einem
Muffelsound scheidet, scheint sich auch noch nicht recht herumgesprochen zu
haben. Die Gourmandise, im übrigen, die etwas mehr umsetzt als alle
Receiverschmieden der Welt, hat hier allgemein akzeptierte Methoden der
Beschreibung und des Vergleiches gefunden, ohne dass nun der numerische
Säuregehalt des Senfes in einer Sauce bis zur zweiten Kommastelle irgendeine
Rolle spielte. Hier wird das Gesamtergebnis gewürdigt. Was nicht heißt, daß
man von seinem Zustandekommen und also auch seinen Teilen etwas verstehen
möchte (gilt gleichermaßen für Koch, Gast und Kritiker - was besonders die
Gäste gerne unter den Tisch kehren).

Dennoch: Wer messen will, der messe. Das s/on nicht nur der Inder (sondern
auch, z.B. der VoA-Sender auf 60 m) bietet mit Träger & Testtönen
herausragende Möglichkeiten, die sehr unterschiedlichen Sendereigenschaften
zu dokumentieren, bis der Kopf so brummt wie derzeit der Träger von Radio
Kossuth im 75-m-Band.

Verzeiht das Poltrige, aber es sollte nur die Maßstäbe mal wieder
zurechtrücken. Und die Forderung des geschätzten Jürgen Martens war gewiß
nicht die die Ursache meiner Worte.
Ich bin dann mal weg. Aufkleber besorgen, um dem wespenfarbenem, aber eben
auch wespenschlankem Gehäuse des Perseus optisch etwas aufzuhelfen.
Irgendwas zwischen "Achtung, Feindsender!" und "Lernt Albanisch mit Radio
Tirana" wird sich da schon finden ...

73 Nils, DK8OK

[A-DX] Perseus - ich komme meinen Wünschen näher...
nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] AW: [A-DX] Perseus - ich komme meinen Wünschen näher...
Datum: 18. Dezember 2007 09:16:06 MEZ

Frank - Deine Kombination ist doch schon ganz prima! Und - wie immer - das
Ende ist nahe. Hier das Ende aller Wünsche. Und das könnte so aussehen:

* Receiver kombiniert mit leistungsstarker und selbst editierbarer Datenbank
(so dass man erst die EiBi-Liste als Grundlage importieren, sie z.B. mit dem
DBS des DSWCI auffüllen und nach Gusto selbst abschmecken kann), aus der der
Receiver direkt steuerbar ist plus Weltkarte mit Großkreis, Sonnenstand und
MUF/LUF-Verlauf zwischen eigenem Standort und DX.

Die "losen Enden" dazu liegen schon rum. Sie müssen "nur" noch kombiniert
werden. So kommt etwa ERGO4 (http://swldx.com/ergo42.htm) den Wünschen in
erster Näherung schon recht nahe, wenn man sich (nur) der üblichen
Verdächtigen unter den Receivern bis 2006 bedient. John hat schon
versprochen, den Perseus mit aufzunehmen, sobald Nico die Schnittstelle
präsentiert.

Was ich beim RadioExplorer (http://www.radioexplorer.com.ru/en/) so sehr
mag, ist seine Visualisierung der Sendezeiten im übersichtlichen
GANTT-Diagramm sowie die Darstellung von Sonnenstand und MUF (letztere in
allerdings bescheidener Ausführung). Leider hat Dmitry (noch?) keinerlei
Receiver-Schnittstelle eingebaut.

Das professionelle VisualRadio schätze ich u.a. wegen Konsistenz und Tempo
ganz besonders (http://www.visualradio.de/). Sicherlich wird Bernd Liedtke
auch den Perseus bedienen, so dass zum völligen Glück dort nur noch eine
integrierte Weltkarte mit Ausbreitungsprognose fehlt.

Diese wiederum bietet meiner Ansicht nach am besten der DX-Atlas
(http://www.dxatlas.com/) als zumal eines der raren Programme, das bei
seinen Iso-MUFs auf Basis von VoACap auch die erdmagnetische Aktivität in
vielfacher Form und dank IonoProbe (http://www.dxatlas.com/IonoProbe/) in
Echtzeit berücksichtigt. Allerdings bietet Alex (noch?) keine einzige
Datenbank oder Receiver-Schnittstelle. Auch sind die Iso-MUFs für
Point-to-Point nicht immer leicht interpretierbar. Eine Kombination mit
seiner (!) Freeware (!) "HamCap" (http://www.dxatlas.com/HamCap/) wäre da
eher das Mittel der Wahl.

Vergessen sei hier keinesfalls der FrequencyManager
(http://www.frequenzmanager.de/) mit Steuerungsmöglichkeit, 3D-Prognose und
einer der sattesten Utility-Datenbanken, die hienieden zu finden sein
dürften. Ich bin sicher, auch Roland wird eine Perseus-Schnittstelle
anbieten.

Wie gesagt: noch sind da viele lose Enden zu sehen, die sich bestimmt bis
Sommer 2008 zu einer schönen Schleife geschürzt haben werden. Mal sehen,
welch' neue Wünsche dann erwachen ... Beispielsweise, dass den Spitzen oder
Trägern im Spektrum- oder Wasserfalldisplay des Receivers gleich die
(möglichen) Stationsnamen angeheftet werden. Im Amateurfunkbereich kann z.B.
MixW2 das (http://www.mixw.net/) ganz nett, wobei Nick & Denis gleich auch
ziemlich viele Decoder eingebaut haben. Allerdings: keine
Ausbreitungsprognose, keine "richtige" Datenbank, kein Import.

Doch apropos "Decoder": auch diese Integration ist auf dem Vormarsch, so
dass man, sind beispielsweise HFDL-Frequenzen abzugrasen, nicht mehr den
Decoder extra aufrufen und einstellen wird müssen. Was bei vergleichweise
teuren Kombinationen schon jetzt funktioniert, wird sicherlich bis Sommer
2008 auch mit Perseus und SkySweep (http://www.skysweep.com/) laufen.

Wir stehen da gewissermaßen erst am Anfang. Übrigens auch jenem unserer
Phantasie.

73 Nils, DK8OK

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Im Auftrag von Frank
M. Muth
Gesendet: Montag, 17. Dezember 2007 20:55
Betreff: [A-DX] Perseus - ich komme meinen Wünschen näher...

Liebe Liste,

ich hatte hier ja schon mal sinngemäß geschrieben, es fehlt mir an einem
Programm, mit dem man Empfangsmöglichkeiten und Frequenzen irgendwie
verbinden kann. Also praktisch die "blondinen-geeignete" ultimative
Empfangsempfehlung für Amateure :-)

-----------------------------------------------------------------------
Diese Mail wurde ueber die A-DX Mailing-Liste gesendet.
Admin: Christoph Ratzer, OE2CRM http://www.ratzer.at
-----------------------------------------------------------------------

Aktuelle Tipps

zum Fernempfang

Alle Zeitangaben beziehen sich auf UTC Weltzeit, früher auch als GMT bekannt, also während des Winters MEZ minus einer Stunden. (10 Uhr UTC = 11 Uhr MEZ)

Funkwetter aktuell

Uganda

UBC Red Channel aus Kampala ist abends im Tropenband auf 4976 kHz gut zu empfangen. (24.2.13)

Papua

Radio New Ireland ist Abends zum Sendebeginn nach 19.oo UTC schwach auf 3905 kHz zu hören. Der Empfang sollte in den kommenden Wochen noch etwas besser werden. (10.12.12)

Kongo

Nils Schiffhauer berichtet über guten Empfang von Radio Congo aus Brazzaville auf 6115 kHz. Beste Empfangszeit ist gegen 1730 UT bis zum Sendeschluss gegen 1820-1840 UT. (12.10.12)

Indien

Der neue "Super-Power" Sender aus Rajkot, Indien auf 1071 kHz Mittelwelle ist abends gegen 17 Uhr UT in oftmals erstaunlicher Qualität selbst mit kleineren Empfängern zu hören. (22.9.12)

Indonesien

Die Stimme Indonesiens aus Jakarta sendet sein deutsches Programm ab 1. September 2012 täglich von 17-18 Uhr UT auf 3955 kHz. Sehr guter empfang in Mitteleuropa! (1.9.12)

Somaliland

Radio Hargeisa ist mit dem neuen 100 kW Sender auf 7120 kHz Anfang September abends gegen 17 Uhr UT gut gehört worden. (1.9.12)

Oman

Radio Sultanate of Oman ist nachmittags gegen 14 Uhr UT auf 15140 kHz mit seinem Programm "90.4 FM" zu hören, berichtet Felix Lechte in der A-DX Liste. (16.06.12)

Deutschland - HCJB

Radio HCJB nutzt seit Mitte Juni einen neuen Sender mit Standort Weenermoor. Auf der Frequenz 3995 kHz ist abends guter Empfang der deutschen Sendungen aus Equator möglich. (11.06.12)

Äquatorial Guinea

Radio Bata ist abends im Tropenband auf 5005 kHz wieder zu hören, zumeist gibt es ein hörenswertes Musikprogramm. (10.6.12)

Australien

VL8A, Alice Springs sendet nun durchgehend auf 4835 kHz im Tropenband und ist abends auch in Europa zu hören. (01.06.12)

Sansibar

Radio Tanzania Sansibar ist recht überraschend wieder auf Kurzwelle zu hören. Nach 17 Uhr UT ist auf 11735 kHz ein sehr gutes Signal in Mitteleuropa zu hören. (25.04.12)

Malaysia

TraxxFM aus Kuala Lumpur ist gegen 17 Uhr UT auf 7295 kHz gut zu hören, berichtet Herbert Meixner in A-DX. (9.4.12)

Philippinen

Radio Philippinas ist gegen 19 Uhr UT sehr gut und mit vielen Stationsansagen auf 15190 kHz zu hören. (9.4.12)

Bonaire

Guter Empfang von Radio Nederland aus Bonaire um 21:00 UTC auf 15315 kHz und 17605 kHz (da bis 21:57 UTC) in Holländisch. Da Radio Nederland seinen Holländischdienst am 11.Mai schließt, ist nicht mehr viel Zeit für einen Empfangsbericht berichtet Gerald Kallinger in unserer A-DX Fernempfang Facebook Gruppe. (9.4.12)

Kongo

Der nationale Rundfunk des Kongos aus Brazzaville ist Anfang April gegen 18 Uhr UT auf 6115 kHz zu hören, da die Frequenz nicht von anderen Stationen belegt wird. Ein seltener Fang! (1.4.12)

Neuseeland

Radio Neuseeland ist abends gegen 20 Uhr UT gut auf 11725 kHz zu hören berichtet Felix Lechte in A-DX. (27.3.12)

Bhutan

Der lokale Kurzwellensender aus Bhutan ist wieder im Tropenband zu hören! Seit den Weihnachtstagen wird auch auf 5030 kHz getestet, ein schwacher Empfang ist dort gegen 14 Uhr UT und nach 00 UT möglich, wenn auch nicht täglich. Zeitgleich ist auch die Frequenz 6035 kHz im Einsatz. (27.12.11)

Afghanistan

Seit wenigen Tagen ist der neue Sender des staatlichen Radios aus Kabul auf 7200 kHz zu hören, berichtet Herbert Meixner in A-DX. Die gut zu hörende Sendung beginnt gegen 15.30 UT und endet um 16.30 UT. (28.11.11)

Alaska

KNLS Anchor Point ist schwach gegen 10 Uhr UT auf 11870 kHz mit dem Sendebeginn zu hören, berichtet Eike Moeckel in A-DX. (20.10.11)

Argentinien

Das argentinische Auslandsradio RAE ist am Abend nach 21 Uhr UT sehr gut in Europa zu hören. Die deutsche Sendung auf 15345 kHz bietet dann einen sehr guten Empfang! (18.10.11)

Diego Garcia

American Forces Network ist abends nach 19 Uhr UT auf der USB Frequenz 4319 kHz sehr gut in Mitteleuropa zu hören, berichtet Kai in der A-DX Liste. (20.6.11)

Guatemala

Radio Verdad aus Guatemala hat ja dieser Tage den verbesserten Sender auf nun genau 4055 kHz mit nun 700 Watt in Betrieb genommen. Dieser bringt gegen 03 UT ein wunderschönes S7+ Signal in Salzburg. Hörbar war die Station von ca. 0130 UT bis zum Sendeschluß um 0604 UT, am besten in LSB zu hören. (6.4.11)

Japan

NHK Radio Japan ist mit der englischen Sendung mittags um 12 Uhr UT auf 9790 kHz gut zu hören. (13.3.11)

Niger

La Voix du Sahel hat die Frequenz 9705 kHz reaktiviert und ist abends schwach zu hören berichtet Thorsten Hallmann in A-DX. Auf gleicher Frequenz sendet gelegentlich auch Äthiopien bis 21 UT, Niger meist länger. (21.11)

Kuba

Der neue Sender von Radio Havanna im Tropenband auf 5040 kHz wurde von einigen Hörern Ende März in der A-DX Liste gemeldet. Der Empfang sollte während der späten Nachtstunden problemlos möglich sein.

Kuba

Radio Rebelde ist eine der am lautesten hörbaren Stationen im 60 Meter Tropenband. Auf 5025 kHz kann der Sender ab ca. 22 Uhr UT die ganze Nacht selbst mit kleinen Radios gut gehört werden.

Copyright

Die Webseiten von ratzer.at, ratzer.eu, a-dx.at,a-dx.com und internet-radio.at ihre Struktur und sämtliche darin enthaltenen Funktionalitäten, Informationen, Daten, Texte, Bild- und Tonmaterialien sowie alle zur Funktionalität dieser Webseiten eingesetzten Komponenten unterliegen dem gesetzlich geschützten Urheberrecht von ratzer.at. Der Nutzer darf die Inhalte nur im Rahmen der angebotenen Funktionalitäten der Webseiten für seinen persönlichen Gebrauch nutzen und erwirbt im übrigen keinerlei Rechte an den Inhalten, Texten, Bildern, Daten und Programmen.