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1974 - Kurzwellenempfang zum Nachlesen!
Jänner 1974
Mit der Ausgabe 1 des Jahres 1974 beginnt der kurze monatliche wwh Rückblick.
Durch die Trennung mit der ADDX wurde die zuvor von der ADDX hergestellte Zeitschrift nun von der AGDX alleine herausgegeben. Zum grossen Teil von Wolf Harranth produziert, der auch für Entwurf, Satz und Inhalt verantwortlich war und eine inhaltliche und grafische Gestaltung vorgab, die auch Jahrzehnte später noch Bestand hatte.
In der Ausgabe 1 wurde der Sony CRF 220 getestet, damals war die Ablesegenauigkeit der Empfänger ein wirkliches Thema, zudem war das Testgerät "nicht optimal" abgeglichen.
Im wwh-thema wurde die holländischen Rundfunklandschaft vorgestellt, Radio Veronica - "das schwarze Schaf" fand auch ausführlich Beachtung.
In den Hintergründen wird hinterfragt warum sich Länder wie Amerika und Australien keinen deutschen Dienst mehr leisten, auch "wenn sie der DXer vielleicht wünscht und es auch zweifellos Gründe gibt, die dafür sprechen".
In den Kleinanzeigen finden sich Nordmende Galaxy (für 1.900.- öS zu haben) ein kompletter Morselehrgang auf 10 Schallplatten für 15 DM, aber auch ein Ford Taunus 12M mit Ratenzahlung für DXer.
In der Weltschau erfahren wir im Januar 1974 das der ERF in zunehmenden Maße die Relaisstation Monte Carlo nutzt und die Stimme der DDR nun auf 6125 kHz anstatt 6115 aus Königswusterhausen mit 5 kW zu hören ist. Burma hat von 5040 kHz auf 5045 kHz gewechselt um Störungen von Thailand auszuweichen und AIR Srinagar aus Indien ist bis 1734 GMT auf 3277 kHz zu hören. Rhodesien sendet auf 3396 kHz und die Kapverdischen Inseln sind mit 0,5 kW auf 6025 kHz zu hören. HCJB hat einen DX-Club gegründet und Radio Transmundial aus den Niederländischen Antillen sendet auf 15.275 kHz. Radio Grenada von den Winwards sendet von 2000-2135 auf 15105 kHz, danach bis 0215 auf 3330 kHz.
PDF Datei, hohe Auflösung, 16,7 MB Zusätzlich verfügbar: PDF Datei, geringere Auflösung, 3,8 MB
Februar 1974
Auf 32 Seiten fand man vor 30 Jahren viele spannende Dinge, die von bekannten Hobbyfreunden wie Herbert Meixner, Gerd Klawitter, Nils Schiffhauer und Peter Ungerböck - um nur einige zu nennen - wieder unter der Regie von Wolf Harranth heraugegeben wurden.
So hörte man in London die ersten Mäuse piepsen, der unabhängige Rundfunk auf der Insel war geboren und wir erfahren das sich um einen Job bei Capitel Radio 5200 Anwärter meldeten um dann am 16. Oktober 1973 erstmals "on air" zu gehen. Gesendet wurde über ein Senderprovisorium auf 557 kHz, die endgültige Frequenz wird 1.546 kHz sein.
Dann gab es Hinweise zur Fortführung des mit Recht als "legendär" bezeichneten adxb-oe Vademecums, das weiterhin allen AGDX Klubs zur Verfügung steht und aus Kostengründen nun auch mit bedruckten Rückseiten geliefert wird...
Im wwh Test findet sich der bekannte Trio 9R59DS als einer der preisgünstigsten und beliebtesten Empfänger dieser Serie, der Nachfolger der Modelle 9R59D und DE. Spiegelfrequenzen auf allen Bereichen waren damals nichts besonderes, das Wiederauffinden einer Station anhand von Eichtabellen wurde beim Trio durch den grossen Skalentrieb erschwert. Dafür macht "wwh mehr aus deinem Trio" und bietet einige Modifikationen von Raimund Bamboscheck und Hans Getele.
Ein Hintergrundbericht informiert zum Thema "Sachlich sollen die Nachrichten sein", wohl auch heute noch ein aktuelles Thema wenn man liest "immer stärker wird der Ruf nach allgemeinverständlichen, kritischen und präzisen Meldungen"...
Die wwh weltschau meldet im Februar 1974: Das staatliche Rundfunkkomitee der DDR erhielt 1973 900.000 Zuschriften und die "Happy Station" bietet zum 45. Geburtstag kostenlos eine Schallplatte mit vier Liedern von Tom Meijer an. Der KW-Dienst des ORF führt einen Contest durch, bei dem es wertvolle Preise zu gewinnen gibt. Leider konnte der geplante Relaisdienst ORF via Sackville, und RCI via Moosbrunn wegen technischen Schwierigkeiten nicht realisiert werden.
Radio N.Y.A.B aus Bhutan sendet in Englisch nun Sonntags von 0730-0930 mit 10 kW auf 7050 kHz und BBS Rangoon ist von 5045 wieder auf 5040 kHz zurückgekehrt.
Der Sender der Elfenbeinküste ist in Englisch von 1845 -2000 auf 11920 kHz zu hören und der Tschad hat seine Sendungen auf 4904 verstärkt.
Ausführliche Informationen zum Mittelwellenfernempfang bietet der "Mittelwellen Monitor" des MWAKI - schon damals fand man prägnante und verständliche Abkürzungen. Den Empfang von HJCY, Radio Sutatenza auf 810 khz aus Venezuela hat das sicher nicht gestört.
Und zum Abschluss berichtet die QSL-Umschau das Radio Gambia in 21 Wochen mit Brief bestätigt, Radio Abidjan in nur einer Woche mittels Karte antwortet und ETLF aus Äthiopien antwortet ebenfalls nach einer Woche. Die Karte von Radio Kabul ist dafür 20 Wochen unterwegs, Radio Orient aus dem Libanon antwortete nach drei Wochen mittels Brief. Aus Südamerika trafen Bestätigungen von HCJB nach kurzer Zeit ein, Radio El Espectador schickte nach 20 Wochen Laufzeit eine Karte.
In der wwh weltschau finden sich neben den genannten Neuheiten viele interessante Berichte, die wie auch der Testbericht des Trio 9R59DS Empfängers unten als PDF heruntergeladen werden können.
Unveränderte/ungekürzte Wiedergabe der Seiten 7-10, 24-26 und 30 aus Heft 2/1974. PDF Datei, hohe Auflösung, 944 kB
März 1974
Auf 32 Seiten finden sich auch diesmal wieder spannende Berichte und Informationen rund um unser Hobby.
So bilden ein Bericht über Irlands RTE und Radio na Gaeltachta den Auftakt des Magazin. Radio na Gaeltachta sendete übrigens auf Mittelwelle 539 mit 2 kW und erhielt im Monat ein- bis zwei Empfangsberichte, aus Deutschland erst einen, was nicht verwundert wenn die Berichte in Gälisch abgefasst sein sollten.
In der Liste der Klubtreffen erfahren wir das neben anderen auch Frank Helmbold und Georg Einfalt monatlich ein Klubtreffen organisieren, vielleicht hat man dort bereits den wwh Test des Drake SPR-4 von Walter Hann besprochen.
OM Walter bezeichnet den SPR-4 als hochwertigen RX mit sehr guter Einstellgenauigkeit, was damals ein wichtiges Kriterium für den Empfänger war. Und zum damals hohen Preis von 18.995 öS erhielt man von Ing. Schmidbauer (der sein Geschäft IGS electronic in Linz heute noch führt) ein solides Stück Technik, das auch heute noch seine Liebhaber hat.
Eine "wwh Skala" von Hans Getele bewertete im März 1974 viele Kurzwellenempfänger und stellte dem Drake SPR-4 eine hohe Punktzahl aus.
Ein Hintergrundbericht befasst sich mit der immer aktuellen Diskussion um QSL-Karten, in der erwähnt wird das die Kurzwelle "noch nicht ganz ihren Reiz verloren hat". 1974...
Kurzmeldungen berichten über die Ablehnung des Quadrofonie Rundfunks in Deutschland durh die ARD und über den "Rundfunk-Krieg" in Österreich, der nach dem berühmt-berüchtigten Proports-System nun alle Posten von einem ausschliesslich parteipolitisch beherrschten Gremium bestellen lässt.
"wwh utility" berichtete in einem Artikel von Gerd Klawitter über die Küstenfunkstellen des New Zealand Post Office, Auckland (ZLD), Wellington (ZLW), Awarua (ZLB) und Chatham Island (ZLC).
Das wwh Interview wurde mit Ing. Herbert R. Leutgeb, dem Moderator, der DX-Programme im Auslandsdienst des Österreichischen Rundfunks geführt. Herr Leutgeb erklärte das Ziel der Sendung "Kurzwellen-Panorama". Ein wesentlicher Punkt sei den Hörern den österreichischen Kurzwellendienst transparenter näher zu bringen.
Nach dem Bericht über die "Doppel-Koax-Antenne" folgt der Hinweis das dieses Heft von der Konzeption von den Vorgängern abweicht, mehr Beiträge, kürzere Texte, mehr Tabellen und Übersichten sollen dem weltweit hören Leser mehr bieten.
"So schreibt man Politikernamen in Empfangsberichten richtig" bringt eine zweiseitige Auflistung viler Staatsmänner und lässt vermuten das die richtige Schreibweise von Jigme Singhye für einen Empfangsbericht nach Bhutan wohl nicht so oft gebraucht worden ist wie die von Tschou En-lai oder Bruno Kreisky.
Die Empfangstipps beginnen mit einer langen Aufstellung von Nordamerikanischen Mittelwellenstationen die in Europa gehört wurden, danach auch eine Auflistung von gehörten Mittelwellensendern aus anderen Ländern wie AFKN Seoul auf 560 kHz oder Godthab - Grönland auf 570 kHz, BCC Tamsui - Taiwan auf 1100 kHz oder AFN Taiwan auf 1560 kHz. Danach folgt eine Auflistung sowjetischer Lokalstationen, Baku, Dushanbe, Kaliningrad, Kiew, Radio Leningrad, Minsk, Riga, Tallin, Erewan, Tashkent, Tbillisi und Vilnius sind im Detail erwähnt.
Die von Nils Schiffhauer bearbeitete Weltschau berichtet aus Asien über die neue Frequenz von Azad Kashmir Radio, das nun auf 3379 sendet und ähnlich laut wie Radio Nepal auf 3245 zu hören ist. RRI Penang hat eine neue QSL Karte herausgebracht, die das Rundfunkgebäude zeigt und Radio Malaysia Sarawak hat die Frequenz von 7230 auf 7270 gewechselt, gleichzeitig zu 4895 Penang, berichtet Wolfgang Büschel aus Bangkok via Sweden Calling DXers Ausgabe 1257.
In den DX-Logs wurde über den Empfang von Radio Conakry auf 11865 kHz um 0745 GMT berichtet, WINB wurde auf 17865 um 1702 GMT gehört, Emisorra Reg. de Acores war um 2014 auf 4865 kHz aufzunehmen, etwas später um 2039 GMT war SABC Springbok Radio auf 4790 kHz zu hören.
Die QSL Umschau berichtet über Bestätigungen von Radio Maldives nach 7 Wochen, Radio Senegal nach 4 Wochen und Radio Bagdad bestätigte ebenfalls nach 4 Wochen die Frequenz 692 kHz.
In der wwh weltschau finden sich neben den genannten Neuheiten viele weitere Berichte, die wie auch der Testbericht des Drake SPR-4 Empfängers und die Mittelwellenliste unten als PDF heruntergeladen werden können.
Unveränderte/ungekürzte Wiedergabe der Seiten 3-9, 18-19, 23 und 25 aus Heft 3/1974. PDF Datei, hohe Auflösung, 1,6 MB
April 1974
Auf 32 Seiten fand man auch im April 1974 wieder viele spannende Dinge aus der Welt der kurzen Wellen.
Den Beginn machte ein Exklusivbericht über Radio Illusión de Santa Teresina aus El Salvador, über den der Österreichische Entwicklungshilfe-Dienst berichtete. Gesendet wurde ab 1. April 1974 über einen Drake 2CV Sender auf der Frequenz 11845 kHz.
Der Technik-Teil beginnt mit einem Vergleichstest der Eichmarkengeber DGM 03c und EMG 3, mit denen die ungenaue Frequenzsuche ein Ende haben sollte. Für 135 DM konnte man damals den EMG erwerben und somit seinen Empfänger relativ quarzgenau eichen.
Danach folgen 4 Seiten mit mechanischen und elektrischen Modifikationen für den Barlow Wadley XCR 30, die von Hans Getele, Ing. Pigal und "der Stimme des Südens" Walter Hann aus Kärnten zusammengestellt wurden.
Im Vorwort wird man gleich darauf hingewiesen das man mit dem in Südafrika vorabgeglichene Gerät keine Chance hat ein sauber abgeglichenes Gerät zu erhalten - ausser man bezieht für 5 DM eine Abgleichanleitung. Diese im Aprilheft übersetzte Anleitung beschreibt nun den genauen Abgleich, auf ZF und BFO Ebene, ebenso des Oberwellen Verstärkers, des 1. Oszillators und des Antennentrimmers. Selbst mehrere "WWH-Modifikationen" wie der Einbau einer WWH-Skalenbeleuchtung wird im Detail erklärt.
Die wwh-Hörübersicht, die sich ja nicht mehr Hörfahrplan nennen darf, weil ein ADDX-Mitarbeiter diesen Begriff in "jahrelangem Ringen geprägt hatte" (...) verzeichnet alle deutschsprachigen Stationen mit ihren Sendezeiten, darunter Klassiker wie die Morgensendung von Radio RSA um 07 Uhr auf 15220 17805 und 21545 kHz und OEY-21 auf 6255 kHz, die immer gern gehörten Sendungen von "Frieden und Fortschritt" auf der Leipziger Mittelwelle 1322 und via Armavir auf 6120 kHz. Im englischen Hörfahrplan fand sich neben AFRTS aus Greenville und Bethany auch WINB, Red Lion auf 15185 und Radio Grenada auf 11930 und 15105 kHz.
Der MIRAMO Radio Service schaltete ein ganzseitiges Inserat über den XCR 30, dem "preiswerten Spitzenempfänger nach dem Racal-Prinzip".
Gerd Klawitter berichtete über Israel aus der Sicht des Utility Hörers und listet zahlreiche Hörmöglichkeiten auf, Haifa Radio, die Küstenfunkstelle der Marine und die Flugfunkstation des Tel Aviver Flighafens werden vorgestellt.
In der Rubrik "Hintergründe" wird dargestellt warum seit der Programmreform beim WDR in Köln die Nationalhymne eben nicht mehr täglich "abgenudelt" werde, sondern durch das ARD Nachtprogramm nun kein Platz mehr sein, zudem es auch unpassend wäre diese nach Popmusik zu spielen.
Die ADXB-OE sucht in den Kleinazeigen zur Vervollständigung ihres Senderzeichen-Tonbands noch Aufnahmen aller albanischen Lokalsender, von Radio Sud aus Andorra, und vieler anderer bis zu Aufnahmen von Untergrundsendern. Weiters wird eine Mitfahrgelegenheit von Peter Messingfeld zum EDXC-Meeting in Canterbury (1-3. Juni 74) gesucht und in den Kleinanzeigen wurde ein Nordmende Galaxy Mersa 7000 für nur 450 DM angeboten, diverse WRTH Ausgaben von 1971-74 für wenige IRCs und Mitschnitte von Sendungen rundfunkgeschichtlichen Inhalts konnte man über Rainer Pinkau beziehen.
In der weltschau berichtet man über die Störungen der DW-Sendungen nach der CSSR und Bulgarien, weiters über abgesagte Kabelfernseh-Versuche in Bremen. Ganz finster bleib der Schirm zwei Monate in der Bretagne, nachdem dort "Extremisten" den dortigen Fernsehsehsender in die Luft gesprengt hatten, und der 220 m hohe Fernsehturm einstürzte.
In England wurde die Empfangsstation Tatsfield der BBC geschlossen und mit der technisch besser ausgestatteten Empfangsstation Crowsley Park zusammengelegt.
Radio Afghanistan bestätigt anscheinend wieder Empfangsberichte, wobei Nils Schiffhauer anmerkt das seine beiden Berichte über 3390 und 4775 noch immer unbeantwortet sind. DYBS Aden aus der demokratischen Rep. Yemen ist auf 5060 kHz mit seinem 7,5 kW Sender bis 22 Uhr zu hören. Aus Portugal ist das Relais des ersten Heimatprogramms für die Azoren und Madeira jetzt auf 6185 kHz SSB, oberes Seitenband nach 16 Uhr zu hören. Und aus dem Pazifik ist ORTF Noumea auf 7170 kHz von 0755-0835 mit französischer Popmusik und Ansagen in Norddeutschland gehört worden.
Das AGDX -Diplom für 160 bestätigte EDXC Länder wurde an Nils Schiffhauer vergeben, Hajo Russow erhielt es für 210 EDXC Länder.
Im DX-Log fand man auf Mittelwelle Stationen aus Thailand (VoA Ban Phachi auf 1503 kHz), dem Senegal, (Radio Senegal auf 764 kHz) und Guinea. (Radio Conakry auf 1403 kHz).
Dem Hinweis das RRI Pekanbaru fast jeden Abend nach 2330 zu hören ist folgt noch die genaue Postanschrift des Senders, allerdings keine Empfangsfrequenz.
In der April Ausgabe der QSL-Umschau finden sich QSL Eingänge von Radio ETLF Addis Abeba nach vier Wochen, ELWA Monrovia nach fünf Wochen und Radio Maldives bestätigte einen Empfangsbericht von Kurt Ringel nach nur 3 Wochen mit QSL-Karte.
In der wwh weltschau finden sich neben den genannten Neuheiten viele weitere Berichte, die wie auch die Abgleichanleitung des Barlow Empfängers und der Hörfahrplan deutsch unten als PDF heruntergeladen werden können.
Unveränderte/ungekürzte Wiedergabe der Seiten 4-11, 17, 22-25 und 28-29 aus Heft 4/1974. PDF Datei, hohe Auflösung, 2,5 MB
Mai 1974
Im Mai 1974 wurde aufgelöst das Radio Illusion de Santa Teresina nur am 1.April sendete und ein 2CV Sender von Drake auch nie gebaut wurde...
Das wwh Thema befasste sich mit Frankreich, stellt dessen Rundfunklandschaft vor und besucht die deutsche Redaktion des ORTF, die unter denkbar ungünstigen Bedingungen arbeiten müssen, so stehen für alle Mitarbeiter nur 6 Schreibmaschinen zur Verfügung. Dafür erhielt man neben QSL Karten auch ein Sonderdiplom, aber nur wenn man ein besonders treuer Hörer war. Der gesamte Artikel findet sich als Download unserer Zusammenfassung.
Im Empfängertest wurde einer der beliebtesten Empfänger seiner Zeit vorgestellt, der Barlow Wadley XCR-30, der nicht nur Pluspunkte sammeln konnte, die schlampige Verarbeitung und der schlechte Abgleich der Geräte wurden bemängelt. Somit konnte man den Empfänger nur mit einer Genauigkeit von +/- 5 kHz ablesen. Die in wwh schon früher vorgestellten Modifikationen brachten dafür beim Empfang grosse Verbesserungen.
In den Kleinanzeigen wurden heute gesuchte WRTHs des Jahrens 1972 verschenkt, oder für geringe Beträge angeboten, in den Klubnachrichten wurde vermerkt das man für das Döbriach-Camp nur mehr wenige Plätze frei hat. Der Radio Japan Club München feierte seinen 10 Geburtstag, dazu wurde am 3. Mai 1974 im "DX-Cocktail" von Radio Portugal ( 20.15 GMT auf 6025 kHz ) ein Quiz gesendet.
Einen grossen Teil des Heftes nahm das bekannte "Vademecum" ein, das sich leider nicht mehr im Heft befand.
In der Weltschau wurde im Mai 1974 berichtet das die BBC plant auf Christmas Island vier 250 KW Sender zu berichten. R. Male von den Malediven ist laut Redakteur Nils Schiffhauer auf 4740 kHz mit seinem 30 kW Sender derzeit gut gegen 1630-1700 GMT hörbar und bestätigte mit schönen Farbpostkarten.
Aus Afrika war Radio CORDAC aus Burundi auf 4900 kHz gehört, ebenso der Sender des Tschad auf 4904 abends mit lauten Signalen hörbar war.
Eine weitere Neuheit war das Chile "als zweiter faschistischer Staat in Südamerika" neben Brasilien einen deutschen Dienst ins Leben gerufen hat und um Empfangsberichte gebeten hat.
Spannende Logs runden die Ausgabe Mai 1974 von weltweit hören ab, so konnte im Tropenband der bekannte Kolumbianer Ondas del Meta auf 4885 kHz gut gegen 0230 gehört werden, wie auch Radio Progrese 4920 kHz aus Honduras zu hören war. Radio Diego Portales aus Chile auf 9570 war sicher auch kein täglicher Gast, weiters war ELWA auf 4770 um 2140 GMT aufzunehmen.
In der wwh weltschau finden sich neben den genannten Neuheiten viele interessante Berichte auch aus der Uitlity Welt, die wie auch der Testbericht des Barlow Wadley XCR-30 Empfängers unten als PDF heruntergeladen werden können.
Unveränderte/ungekürzte Wiedergabe der Seiten 4-8, 27-31 aus Heft 5/1974. PDF Datei, hohe Auflösung, 1,5 MB
Juni 1974
wwh Technik stellt einen abstimmbaren Antennenverstärker vor, da ja nicht jeder DXer eine Langdrahtantenne zur Verfügung hat. Der Verstärker wurde für Besitzer des bekannten "Trio" gebaut und auch daran verwendet. Als Schaltung wurde eine gleichspannungsgekoppelte HF-Vorverstärkerstufe, welche auch als Kaskodenstufe bekannt ist, verwendet. Der Artikel steht für Nachbauwillige im untenstehenden PDF zum Download bereit.
Die genaue Erklärung des SIO-Codes, den einige Rundfunkanstalten anstatt des SINPO Codes - der ja wiederum vom SINPFEMO-Code abgeleitet wurde - folgt, damit zukünftig jeder die technische Empfangsqualität besser bewerten kann...
wwh utility stellt danach die Radio Schweiz AG vor, welche damals für die internationale Telekomunikation sowie für die Flugsicherung zuständig war.
In den Hintergründen wird die Frage gestelllt "Wem nützen Hörerklubs?". Otto Teufel jr. hinterfragt warum man zB bei den Hörerklubs von Radio Kanada, der BBC - mit dessen bekannten Worldradio-Club - bei Radio Prag, Japan, Kiew usw dabei sein sollte, oder wollte...
In der deutschsprachigen wwh Hörübersicht finden sich wieder die damals aktuellen Sendefrequenzen von Stationen wie Radio Transmundial von den Niederländischen Antillen, Radio Afghanistan ( 1100-1130 GMT auf 15195 kHz), oder der Stimme Chiles, welche ab 2045 GMT auf 15150 und 15300 kHz auch in Deutsch sendete. In der darauffolgenden Übersicht der Hörerpostsendungen erfuhr man das Radio Baghdad seine deutschsprachige Hörerpostsendung Freitags um 2020 GMT ausstrahlte.
Die Klubnachrichten stellten den KWR Süd vor, der im Oktober 1966 gegründet wurde und im April 74 der AGDX beitrat. Bekannte Namen wie Georg Einfalt, der den Klub 1974 leitete, sind ja auch noch heute für den KWRS aktiv.
In der weltschau wurde im Juni 1974 über den neuen DX-Club von Radio Tallinn berichtet, Victor Goonetilleke aus Sri Lanka meldet das der einige Zeit gemeldete angebliche neue 10 kW Sender aus Bhutan auf 7050 kHz trotz Verwendung eines Collins 51J4 Empfängers nicht hörbar war. Weiters der Hinweis von Victor das Radio Maldives die Mittelwellenfrequenz durch die Tropenbandfrequenz 3522 kHz ersetzt hat. In Afrika wurde das Programm des angolanischen Rundfunks nach dem Staatsstreich in Portugal unter die Kontrolle der portugisischen Armee gestellt und in Mauritius wechselt die Frequenz von Pt. Louis oft, so wurden die Programme ab 1732 GMT nun auf 4870 kHz gehört.
Zusätzlich finden sich in der wwh weltschau neben den genannten Neuheiten viele interessante Berichte aus allen Teilen der Welt, die wie auch die Bauanleitung des Antennenverstärkers und der Bericht über die Radio Schweiz AG sowie die Hörübersicht unten als PDF heruntergeladen werden können.
Unveränderte/ungekürzte Wiedergabe der Seiten 3-7, 15, 24, 26-27 aus Heft 6/1974. PDF Datei, hohe Auflösung, 2,3 MB
Juli-August 1974
Und hier die Ausgabe Juli-August 1974 im monatlichen wwh Rückblick.
Mit dem Artikel Balsmusik für Ougadougou beginnt das Sommerheft 7-8 des Jahres 1974. Der neue Mittelwellensender in Obervolta und die Funktion des Rundfunks wird detailiert beschrieben. Wolf Harranth berichtet danach als DXer in New York über seine Empfangserlebnisse, mit XCR30 und WRTH ausgerüstet.
Im wwh Test wird der Spitzenempfänger Eddystone EC958 beschrieben, der für DXer kein Traumgerät - sondern ein Renomiergerät ist das ohne die erforderliche Antenne mehr ein Riesenspielzeug sei.
In der Amateurfunkrubrik wird der bekannte SWL Geoff Watts vorgestellt, damals Herausgeber des DX News Sheets, eine der wichtigsten Informationsquellen der damaligen Zeit für Funkamateure und SWLs.
Den Mittelteil des Heftes bildeten Vordrucke und sogar ein Umschlag aus Karton mit dem man sich sein eigenes Rundfunk Logbook selbst zusammenbauen konnte.
Die Weltschau der Sommerausgabe berichtet über den Zusammenschluss des Danish Shortwave Club International und des Cimbrer DX Club zum DSWCI, dem auch heute noch angesehensten (und aktivsten) DX Club in Mitteleuropa.
Radio Nederland hat zum DX Handicapped Year eine eigene QSL Karte mit Text in Blindenschrift eingeprägt, herausgegeben. Und in der UdSSR wurde der Sender "Frieden und Fortschritt" von folgenden Vereinigungen unterstützt: vom Verband der sowjetischen Journalisten, der nachrichtenagentur APN, der sowjetischen Gesellschaft für Freundschaft und kulturelle Bindungen mit dem Ausland, Schriftsteller- und Komponistenverband, dem sowjetischen Frauenverband und anderen.
Radio Lesotho reaktivierte seinen Tropenbandsender auf 4800 kHz von 0400-2030 GMT und RTV Gabonaise benutzt nun das Postfach 10.150 in Libreville.
In Asien geht das Rätselraten über NYAB-Thimpu weiter, angeblich sollte von 0730-0930 auf 7040 gesendet werden, welches Victor Goonetilleke nicht so recht glauben kann, da er viele Berichte aus Indien für unzuverlässig hält, ihm seien auch schon Empfangstipps über Radiostationen aus Guam und Hawaii zu Ohren gekommen. (Die es aber 1974 noch nicht gab.)
Zusätzlich finden sich in der wwh weltschau neben den genannten Neuheiten viele interessante Berichte aus allen Teilen der Welt, die unten als PDF heruntergeladen werden können.
Unveränderte/ungekürzte Wiedergabe der Seiten 3-5, 8-11 und 34-37 aus Heft 7/1974. PDF Datei, hohe Auflösung, 2,9 MB
September 1974
Und hier die Ausgabe September 1974 im monatlichen wwh Rückblick.
Durch die Beilage des nicht mehr im Heft befindlichen "Vademecums" ist auch diese Ausgabe etwas dünner.
RAI: Italiens Rundfunkuhren schlagen anders. Ein Blick hinter die Kulissen der grossen Rundfunkanstalt.
Grundig Satellit 2000: wwh Testbericht über einen der beliebtesten Empfänger seiner Zeit.
Kurzwellenlogs, Utilitylogs - Zeitzeichensender, Zusätzlich finden sich in der wwh weltschau neben den genannten Neuheiten viele interessante Berichte aus allen Teilen der Welt, die unten als PDF heruntergeladen werden können.
Unveränderte/ungekürzte Wiedergabe der Seiten 3-5, 7-8, 16-17 und 31 aus Heft 9/1974. PDF Datei, hohe Auflösung, 5,4 MB
Oktober 1974
Und hier die Ausgabe Oktober 1974 im monatlichen wwh Rückblick.
Durch die Beilage des nicht mehr im Heft befindlichen "Vademecums" ist auch diese Ausgabe etwas dünner.
Ende der Piratentage?
50 Jahre Radio Austria Aktiengesellschaft
Bauanleitung: Space Magnetic Ferrite Loop MW-Antenne
Kurzwellen-Logs, Utility-Logs
Zusätzlich finden sich in der wwh weltschau neben den genannten Neuheiten viele interessante Berichte aus allen Teilen der Welt, die unten als PDF heruntergeladen werden können.
Unveränderte/ungekürzte Wiedergabe der Seiten 3-10 und 24-29 aus Heft 10/1974. PDF Datei, hohe Auflösung, 3,6 MB
Die Ausgaben 11/12 1974 werden demnächst gescannt. (Nov. 08)
Copyright bei der AGDX e.V. bzw. den Autoren. Die unautorisierte Weiterverbreitung in welcher Form auch immer ist untersagt.
Gesamte Downloads bis 26. Dezember 2008: 106.954
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Aktuelle Tipps
zum Fernempfang
Alle Zeitangaben beziehen sich auf UTC Weltzeit, früher auch als GMT bekannt, also während des Sommers MESZ minus zwei Stunden. (10 Uhr UTC = 12 Uhr MESZ)
Funkwetter aktuell
Die Angabe der Frequenz differiert von den üblicherweise verwendeten Abkürzungen, daher gilt hier:
LF=unter 10MHz MF=10-20MHz
HF=über 20MHz
Argentinien
Ekkehard Domnik hörte den Auslandsdienst Argentiniens am 12. Juli gegen 17.50 UT mit dem DX-Programm auf 15345 kHz, meldet die A-DX Liste.
Brasilien
PPE Observatorio Nacional, die Zeitzeichenstation aus Rio hörte Patrick Robic am 3. Juli auf 10000 kHz um 2100 UTC
Aserbaidschan
Die Voice of Justice aus Stepanakert - Aserbaidschan konnte Anfang Juli von Thomas Lindenthal um
13:22 UTC auf 9677,77 mit einigermaßen gutem Signal, aber schlechter und
dumpfer Modulation gehört werden. Die Sendungen werden nur Dienstags und Samstags ausgetrahlt.
Diego Garcia
Willi Westrupp meldet auf A-DX den Empfang des AFN Senders der Insel Diego Garcia auf 4319 kHz. Gehört in USB Mode gegen 18.15 UT. (30.5.10)
Guinea
Patrick Robic meldet in A-DX den seltenen Empfang von Familia FM aus Guinea. Der schwache 1 kW Sender auf 4900 kHz ist seit Mai 2010 aktiv und in den späten Abendstunden sehr leise hörbar. Sendeschluss um 00.05 UT.
Isle of Man
Manx Radio von der Isle of Man konnte Reinhold Schuttkowski gegen 21.30 UT auf Mittelwelle 1368 kHz hören, berichtet er Mitte Mai in A-DX.
Niger
Nils Schiffhauer meldet Mitte Mai 2010 in A-DX den Empfang von LV du Sahel gegen 20.30 UT auf 9704 kHz.
Thailand
Andreas Hatting berichtet in A-DX vom Empfang des Senders Bangkok Meteo Radio auf 8743 kHz USB Mode gegen 19.00 UT , gehört auf dem DX-Camp Solingen. (20.5.10)
Griechenland
Radio Filia wurde am 29.3 gegen 09.00 UT von Felix Lechte auf 11645 kHz gehört. Anstatt des deutschen Programms wurde eine Musiksendung übertragen.
Tartastan
Herbert Meixner berichtet über den Empfang des Rundfunksenders Tartastans auf 9690 kHz am 28. März 2010 gegen 0630 UT.
Bolivien
Radio Logos aus Bolivien wurde von Erwin Duldner am 16. März gegen 23 UT auf 4865 kHz gehört.
Kuba
Der neue Sender von Radio Havanna im Tropenband auf 5040 kHz wurde von einigen Hörern Ende März in der A-DX Liste gemeldet. Der Empfang sollte während der späten Nachtstunden problemlos möglich sein.
Argentinien
Ralf Ladusch berichtet über den Empfang von RAE Buenos Aires abends auf 15345 kHz, nachdem der Sender einige Wochen außer Betrieb war. (18.2.10)
Kanada
Günter Lorenz berichtet in A-DX vom Empfang des CBC Northern Service auf 9625 kHz gegen 22.10 UT. (15.2.10)
Saipan
Reinhard Schmidt berichtet in A-DX vom Empfang von KFBS Saipan in russisch auf 11650 kHz gegen 11.20 UT. (14.2.10)
Indonesien
Wolfgang Büschel berichtet in A-DX über sehr guten Empfang der deutschen Sendung der Stimme Indonesiens ab 17.00 UT auf 9525 kHz. Der Sender aus Jakarta Cimangis ist bis ca. 17.30 UT gut hörbar. (13.2.10)
Surinam
Radio Apintie ist nachts auf 4990 kHz schwach zu hören. Bester Empfang gegen 03-05 Uhr UT, man sollte aber eine gute Antenne besitzen und auf wenige Störungen hoffen, die Station aus Surinam ist mit max. S1/S3 zu hören. (3.2.10)
Russland
Radio Rossii aus Magadan ist von Patrick Robic auf 7320 kHz um 07 UT gehört worden. Das Programm aus Yakutsk auf 7200 kHz war zeitgleich zu hören.(29.1.10)
Laos
A-DXer Thomas Lindenthal hörte den nationalen Rundfunk aus Laos gegen 13.30 UT auf 7145 kHz. Auch nachts ist auf der freien Frequenz der Sender aus Vientiane schwach zu hören.(26.11)
Burkina Faso
Überraschend hat Radio Burkina Anfang November seinen Tropenbandsenderauf 5030 kHz wieder aktiviert und ist seither abends schwach zu hören. (3.11)
Somaliland
Sam Voron berichtete über guten Empfang von Radio Hargeisa auf 7145 kHz. Tatsächlich ist die Station nach 17 Uhr UT bis zum Sendeschluss um 19 Uhr UT gut zu hören.
Kuba
Radio Rebelde ist eine der am lautesten hörbaren Stationen im 60 Meter Tropenband. Auf 5025 kHz kann der Sender ab ca. 22 Uhr UT die ganze Nacht selbst mit kleinen Radios gut gehört werden.
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