Re: [A-DX] NZZ: Die SRG muss die analoge UKW-Technik mühsam reaktivieren
Martin BöschSonntag, 10. Mai 2026, 07:51 Uhr
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Am 09.05.2026 um 23:48 schrieb Patrick Robic via groups.io: > Am 09.05.2026 um 23:08 schrieb Kai Samulowitz via groups.io: >> So kann´s gehen, wenn die Fortschrittsgläubigkeit des Senders (DAB+) die >> Gewohnheiten und Bedürfnisse der Hörer (UKW) nicht berücksichtigt. > Das hat damit doch nichts zu tun, sondern mit einem Zick-Zack-Kurs der > Politik, die auf Druck einiger Privatsender den schon beschlossenenen > UKW-Ausstieg mit Ende 2026 wieder zurückgenommen bzw. verschoben hat. Ich fürchte nein, die SRG Programme haben echt massiv an Hörerschaft verloren - ich habe meistens im Auto gehört und werde meinen Subaru nicht umrüsten oder mit einer popligen Windschutzscheiben-Klebeantenne versehen, so läuft halt kein SRF Programm mehr. Es gibt Zahlen dazu, wohl etwa ein Drittel der Hörer weg, die meisten zu den Privatradios. Wenn die Privaten auch noch hätten von UKW weg müssen, wären die Hörer zu ausländischen Stationen abgewandert - das ist die Sorge (und im TI und Romandie noch mehr die Realität als in der Deutschschweiz). Die SRG Mitarbeiter scherts nicht gross, wenn die Hörerschaft klein ist (aufgrund von Protesten bleibt DRS 2, der Kultursender mit 2,5 % Hörerschaft erhalten), sondern die Privaten, bei deren Mitarbeitern der Job nicht auf ewig gesichert ist. Schawinski, ja der Begründer von Radio 24, hat sich laut gemacht, dass der Staat mit dem Regal auf die Frequenznutzung nicht einfach die Ausstrahlung auf UKW verbieten kann (was der Ansatz war, dass es keiner wagt, zu bleiben). Ursprünglich war die Idee der SRG, auf UKW zu verzichten (da die 1400 KLeinsender viel Energie brauchten) und mit DAB mit gleicher Energie mehr Programme auszustrahlen, man hat so die Privaten (erhalten mehr Reichweite, als nur im Einzugsgebiet des UKW Senders) und die Industrie (will neue Geräte verkaufen, wobei, aus Europa gibts ohnehin nichts mehr, ausser vielleicht B&O) haben den Kompromiss mitgemacht. Die Hörerschaft leider nicht, und da dank Druck der Stop SRG / "200 Franken sind genug" Initiative die Konzessionsgelder bereits reduziert wurden (von 360 auf 300), hatte man aufgrund des massiven Hörerverlusts (die ältere Generation, die UKW hörte, sind die Wähler, auf deren Stimmen man hoffen konnte, da die Jungen ohnehin nur das Smartphone nutzen) schlechte Karten und gab wohl hinsichtlich der Abstimmung knurrend den Wiedereinstieg auf UKW bekannt. Sonst hätte man riskiert, dass die Privaten je nach Gerichtsentscheid UKW weiter nutzen dürften, Auslandssender ohnehin, und man weiter Hörer verliert und die Steuergelder rechtfertigen muss. Seit einigen Jahren ist die Radiokonzessionsgebühr eine Steuer, ich zahle dreimal, einmal als Privater, einmal als Geschäft (mein Geschäftspartner zahlt gleich nochmal, d.h. auch ein zweites Mal) und ein drittes Mal für den Verein, den ich präsidiere, wir haben ja eine Website und somit Internetzugang... Die Hörer und Schawinski mit seinem Umfeld treiben nur die Politiker etwas vor sich her, die Idee zum UKW-Verzicht kam aber von der SRG, die Widerzulassung dürfte sich in die Länge ziehen, da die SRG auf die Frequenzen verzichtet hat und nun die Politik überzeugen muss, ihren Fehler mit einer beschleunigten Gangart wieder auszubügeln. Dumm gelaufen... only my five cents Martin
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