Re: [A-DX] Hilfe gesucht: FT8 Logs nach "eQSL" übertragen?

Frank Helmbold DB9DT via groups.io
Mittwoch, 03. Juni 2026, 10:47 Uhr


Hallo Christoph,

am besten lässt man WSJT-X abschnittsweise eine Protokolldatei anlegen, 
die dann anschließend nach Prefixen und Triggerworten wie RR, RR73 u.ä. 
durchsucht werden muss. Ich habe mich damit vor einigen Jahren im 
Zusammenhang mit weltweitem Sporadik-E-DX auf 50 MHz beschäftigt und 
danach einen Artikel für die Jubiläumsausgabe REFLEXION 300 geschrieben. 
Darin wird die Analyse der Protokolldatei kochrezeptartig beschrieben, 
damit Interessenten das leicht nachvollziehen können. Ich hatte 
seinerzeit angeregt, dass der Artikel auch über die Website des 
UKW/TV-Arbeitskreises allgemein zur Verfügung gestellt werden sollte, 
habe aber nicht verfolgt, ob das tatsächlich gemacht wurde.

Ich habe diese Analyse "zu Fuß" gemacht, nur mit Textsuche. Ein normaler 
ASCII-Text-Betrachter genügt, um die interessanten Passagen zu finden 
und zeilenweise herauszukopieren. Man kann natürlich für diesen Zweck 
ein Programm schreiben. So eine Textanalyse habe ich früher mal in 
anderem Zusammenhang gemacht. Ob sich das lohnt hängt davon ab, wie 
lange und wie oft man das nutzen will.

Für die Empfangsberichte habe ich eigene Hardcopy-SWL-Karten, eQSL und 
(manchmal nur begleitend oder als f/up) auch Emails verwendet. Mit 
Postversand und SASE (Stamps, möglichst keine US$) oder Paypal hat es am 
besten funktioniert. eQSL ging auch, aber einige meiner Berichte wurden 
nicht beachtet. Ich habe generell versucht, einige Zeilen aus dem 
Originalprotokoll mit dem Bericht mitzuschicken, möglichst auch den 
kompletten geloggten Traffic mit mehreren Gegenstationen. Das ist dann 
wirklich überzeugend. Zwei passende Rufzeichen kann man vielleicht auch 
auf anderem Wege finden. Bei eQSL ist leider dafür nicht genug Platz, 
außerdem gab es vor fünf Jahren keine treffende Phrase, die den 
SWL-Bericht unmissverständlich als solchen kennzeichnet, so wie "Hrd ur 
sigs". Wer nicht genau hinschaut, hält die eQSL dann evtl. für eine 
falsch adressierte QSL und denkt "not in my log".

Im Kontext "SWL-Berichte" erinnere ich mich leider auch immer an den 
"Elefant im Raum", nämlich LoTW, Clublog und ähnliches. Dort ist 
SWL-Tätigkeit außen vor, dabei wäre m.E. ein leichtes, LoTW mit einem 
3er-Match (2 Funker, 1 Hörer) zu einem Tool zu erweitern, dass dann für 
alle nutzbar wäre.

vy 73! Frank

Frank Helmbold DB9DT, Radio Amateur and SWL
Rotenburg(Wuemme) in Northern Germany, JO43rc

Am 02.06.2026 um 20:07 schrieb Christoph Ratzer via groups.io:
> Vielleicht kann mir jemand aus der Runde helfen:
>
> Ich nutze zur Beobachtung der Ausbreitung im Mittelwellenband auch FT8 auf 160 Meter. Dabei empfange ich immer wieder schöne Signale, auch aus dem Pazifik oder der Antarktis. Nun suche ich eine Möglichkeit solche seltenen FT8 Reports als SWL direkt - also „einfach“ - nach eQSL zu übertragen - wohl die einzige Möglichkeit SWL Berichte direkt an die OMs zu versenden. Ich verwende einen Web-888 der die ausgewerteten Logs direkt an den PSK Reporter überträgt, aber das scheint wohl nicht der mögliche Weg.
>
> Zusätzlich setze auch JTDX_improved ein und lasse die Resultate im GridTracker anzeigen - von dort sollte es möglich sein, könnte natürlich auch WSJT-X verwenden. Ist hier der Weg - auch als SWL - über eine Logsoftware möglich? Bis jetzt habe ich immer nur Lösungen gefunden richtige Zwei-Weg QSOs automatisiert weiterzuleiten. Als SWL der ja nur ein „one way QSO“ empfängt habe ich den richtigen Weg noch nicht gefunden.
>
> Vielleicht hat sich schon mal jemand damit beschäftigt wie man als SWL das halbwegs automatisiert lösen kann - ich habe ja keine QSOs die im Logbuch eingetragen werden und somit automatisch übertragen werden können. Ich möchte auch nur von besonderen einzelnen Empfängen einen Bericht über eQSL versenden, um vielleicht Antworten von den Stationen zu bekommen. Hat jemand von euch eine Idee wie man das als SWL umsetzen könnte?
>
> 73 Christoph
>