Re: KH8WW - war [A-DX] Neuseeland auf 1,8 MHz.
Clemens Paul via groups.ioSamstag, 26. September 2026, 10:30 Uhr
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Hallo Sebastian, alles sehr zutreffend beschrieben. Ergänzen könnte man vielleicht noch, daß die besten Erfolgschancen auf den Low Bands speziell zu den Antipoden herrschen, wenn an Sende- *und* Empfangsort zur gleichen Zeit Greyline Bedingungen vorliegen, was nur an wenigen Tagen im Jahr der Fall ist. Hierzu gibt es verschiedene Tools wie z.B. den DX-Atlas https://dxatlas.com/ Das Weiteste, was ich bisher auf 160m in FT8 erreicht habe, ist VK9DX auf Norfolk Island (Details zu seiner Station kann man auf QRZ.com sehen), etwa zwischen Australien und Neuseeland gelegen, 16991 km von hier (JN68KJ). Und das mit einer eigentlich völlig ungeeigneten Antenne (Steilstrahler), einem fullsize 160m Dipol in nur 8m Höhe über Grund. Das Meiste der abgestrahlten Leistung hat die Würmer im Acker erwärmt, aber das Bißchen, was an Flachstrahlung wegging, hat offensichtlich noch gereicht. Im Vergleich mit einem befreundeten OM mit Vertikalantene plus Radials hat sich beim Empfang mal wieder gezeigt, daß heutzutage auf den Low Bands eine ruhige Empfangsumgebung oft wichtiger ist, als eine ausgeprägte Flachstrahlung der Antenne. Er konnte die Station nicht empfangen. 73 Clemens DL4RAJ > -----Ursprüngliche Nachricht----- > Von: a-dx@...Im Auftrag von Sebastian Schlüter via > groups.io > Gesendet: Freitag, 25. September 2026 19:34 > An: a-dx@... > Betreff: Re: KH8WW - war [A-DX] Neuseeland auf 1,8 MHz. > > Hallo, > > ich denke, dass bei einer DXpedition Welten zwischen 20m (worauf Norbert > sich bezog) und 160m (worauf Christoph sich bezog) liegen. Es ist für eine > DXpedition kein Problem, eine DX-fähige Sendeantenne für das 20m Band > aufzubauen, die sowohl einen hohen Wirkungsgrad als auch einen flachen > Abstrahlwinkel hat. Auf dem 160m Band sieht es völlig anders aus, da schafft > man als DXpedition meistens nicht gleichzeitig sowohl hohen Wirkungsgrad als > auch flachen Abstrahlwinkel. Der Kompromiss ist meist eine Inverted-L Antenne > mit möglichst viel Vertikalanteil. > > Dazu kommt beim 160m Band noch die D-Schicht-Dämpfung: Bei einem Signal > vom anderen Ende der Welt gibt es nur ein kleines Zeitfenster, bei dem eine > solche Verbindung grundsätzlich möglich wäre, weil der Pfad im Wesentlichen > durch Dunkelheit führen muss. > > Dazu kommt noch das erheblich höhere Bandrauschen beim 160m Band im > Vergleich zum 20m Band, welches das SNR erheblich verschlechtert. > > Daher ist der Empfang von KH8WW in Europa nach meiner Einschätzung auf > 160m sehr viel schwieriger als auf 20m. > > Aber selbstverständlich sind beides tolle Erfolge: Christoph hatte den erheblich > schwierigeren Empfang, hat aber auch eine mega professionelle > Empfangsstation, Norbert hingegen hatte ein vollständiges QSO mit der Station > und hat dabei nur eine 1m Magnetic-Loop-Antenne verwendet. Das ist beides > auf seine Art absolut beeindruckend :) > > > > 73, > Sebastian > > > Christoph Ratzer via groups.io schrieb am Fr., 25. > Sept. 2026, 14:22: > > > > Mit entsprechender Ausrüstung wäre sie sicherlich auch für SWL´s > > aufzunehmen gewesen. > > > > Mir ist gestern am späten Nachmittag der Empfang von KH8WW aus Western > > Samoa auf 1,8 MHz gelungen. Auch wenn ich eine „entsprechende > > Ausrüstung“ habe, erscheint mir ein solcher Empfang aus dem Pazifik > > fast auf der Mittelwelle schon als ein ganz besonderer. > > > > 73 Christoph > > > > — > > https://remotedx.com > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > >
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