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Re: [A-DX] Welche Antenne?


  • Subject: Re: [A-DX] Welche Antenne?
  • From: "Clemens Paul" <cpaul@xxxxxxx>
  • Date: Sat, 15 Nov 2008 16:48:23 +0100

Bis auf folgenden Absatz uneingeschränkte Zustimmung:

Wenn bereits eine Anpassschaltung (Balun o. ä.) dazwischen liegt, muss diese den gewünscheten >Frequenzbereich selbstverständlich auch ohne besondere Dämpfung weiterleiten bzw. transformieren. Hier sind >Breitband-Baluns (Trafo-Wicklungen) besser geeignet als abgestimmte Leitungsstücke o. ä.

Einen Balun einer Impedanz auszusetzen wie es bei einer stark verkürzten Antenne der Fall ist,also hoher (hier kapazitiver) Blindanteil mit kleinem Realanteil,bedeutet hohe Verluste in Kauf zu nehmen. Zudem übersteigen die Anforderungen an seine Sperrwirkung für Mantel-/Gleichtaktwellen die technische Realisierbarkeit,d.h. das Speisekabel wird wieder zurAntenne
(Störnebelaufnahme via Kabelmantel ist hier das Stichwort).

Wer verküzte Antennen im Allbandbetrieb möglichst effizient betreiben will und möchte,daß die
Zuleitung möglichst nichts vom man made noise aufnimmt,kommt am Dipol mit symmetrischer
Speisleitung nicht vorbei.
Im Shack erfolgt die Anpassung und Symmetrierung (Balun) *auf der 50Ohm-Seite*.
Falls man nur ein unsymmetrisches Anpaßnetzwerk zur Verfügung hat,kann man dieses
floatend mit Ferrit-Mantelwellensperre (aka "Kellermannbalun") auf der 50Ohm-Seite betreiben.

73
Clemens
DL4RAJ

----- Original Message ----- From: "Bernhard Weiskopf" <bweiskopf@xxxxxx>
To: <liste@xxxxxxx>
Sent: Saturday, November 15, 2008 3:54 PM
Subject: Re: [A-DX] Welche Antenne?


Aber bei 20m Gesamtlänge bleibt es trotzdem beim 40 mB als tiefster
Frequenz, oder?

Hallo Willi und Mitleser,

gerade tiefere Frequenzen als die abgestimmte sind oft weniger kritisch: Hier ändert sich die Richtungscharakteristik der Antenne praktisch nicht mehr. Die Strahlungscharakteristiken zwischen Halbwellendipol und hertzschem Dipol (sehr kurz im Vgl. zur Wellenlänge) sind ähnlich.

Bei höheren Frequenzen entstehen Nebenzipfel und die Impedanz wird unkalkulierbar, wenn die Frequenz wesentlich erhöht wird.

Bie tieferen Frequenzen wird die Impedanz kapazitiv, während der reelle Strahlungswiderstand sinkt. Mit einer Serienspule oder gar einem Anpassgerät kann man dann die Antenne wieder optimal an die Leitung bzw. den Empfängereingang anpassen.

Wenn man ziemlich weit unter die Antennen-Eigenresonanzfrequenz geht, wird die Abstimmung allerdings ziemlich empfindlich (knifflig einstellbar), besonders, wenn man über die Antenne auch senden will. Bedingt durch den kleinen Strahlungswiderstand wird der der Strom in der Leitung zwischen Anpass-Schaltung und Antenne ziemlich groß.

Wenn bereits eine Anpassschaltung (Balun o. ä.) dazwischen liegt, muss diese den gewünscheten Frequenzbereich selbstverständlich auch ohne besondere Dämpfung weiterleiten bzw. transformieren. Hier sind Breitband-Baluns (Trafo-Wicklungen) besser geeignet als abgestimmte Leitungsstücke o. ä.

Beispiel: DCF 77: f = 77,5 kHz, Wellenlänge = 3,9 km, Antennenlänge (Monopol) = 150 m (ca. 1/25 der Wellenlänge), Strahlungswiderstand = 2 Ohm. Bei 50 kW beträgt der Strom im Antennenankoppelpunkt 170 A.

Bei diesem Verhältnis wärst du mit deiner 40mB-Antenne bereits im Mittelewellenbereich.

73, Bernhard











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