[A-DX] Seewetterdienst, eine Frage.

Roger
Sa Mai 9 13:36:34 CEST 2015


Am 09.05.2015 um 12:37 schrieb Rémy Friess:
> Dabei ist mir aufgefallen dass der Sprecher nie das Wort "zwei" benutzt, er sagt "zwo".



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http://de.wikipedia.org/wiki/Zwei



Kardinalzahl

Bis ins 18. Jahrhundert wurden im Hochdeutschen bei dem Zahlwort zwei 
die drei grammatischen *Geschlechter* unterschieden. In einigen 
Dialekten des Schweizerdeutschen, des Bairischen und des 
Moselfränkischen sind diese Unterscheidungen noch geläufig, wobei 
sächlich für gemischtgeschlechtliche Paare stehen kann.

Fall         Männlich     Weiblich     Neutral
Nominativ     zween        zwo         zwei
Genitiv       zwener       zwoer       zweier
Dativ         zween        zwo(e)n     zweien
Akkusativ     zween        zwo         zwei

So übersetzt Luther im alten Testament beispielsweise:

     Und sollst Ketten zu dem Schildlein machen mit zwei Enden, aber die 
Glieder ineinander hangend, von feinem Golde, und zween güldene Ringe an 
das Schildlein, also daß du dieselben zween Ringe heftest an zwo Ecken 
des Schildleins und die zwo güldenen Ketten in die selben zween Ringe an 
den beiden Ecken des Schildleins tust. (2. Mose 28,22-24)

In späteren Zeiten herrschte Unsicherheit und Inkonsequenz in der 
Verwendung dieser Formen, bis die Unterscheidung zwischen den 
Geschlechtern schließlich völlig veraltete; die Beugung von zwei 
unterbleibt heute bis auf den Genitiv und noch seltener den Dativ ganz, 
wenn die Form eindeutig ist.

Vom Genitiv zweier stammt die ebenfalls veraltete Form zwier für 
„zweimal“, so etwa bei Luther: Ich faste zwier in der Woche. (Lukas 18,12)

Mit dem Aufkommen elektronischer Sprechverbindungen (Telefon und 
Sprechfunk) bürgerte sich die Form zwo für zwei ein, um bei schlechter 
Übertragungsqualität das Wort besser vom ähnlich lautenden „drei“ 
unterscheiden zu können. Diese Lautung ging in Deutschland auf den 
allgemeinen geschäftlichen Verkehr und auf die Umgangssprache über. 
Mittlerweile ist die „Zwo“ weniger verbreitet, allerdings wird nach wie 
vor im Sprechfunk „Zwo“ verwendet, das die Verwechslungsgefahr 
verringert. Dies trifft für die Feuerwehr und im Alltagsbetrieb bei der 
Bundeswehr, dem Bundesheer und der Schweizer Armee zu. ......

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"Zwo"  ist also die weibliche Form/Beugung  der Kardinalzahl "zwei".

zween Ringe heftest an zwo Ecken    ===>   der Ring [m] und   die Ecke [w]



roger