Re: [A-DX] Frage zur Deutschen Welle in Russland

Roger Thauer via groups.io
Sonntag, 14. Dezember 2025, 23:31 Uhr


Am 14.12.2025 um 17:41 schrieb Tom Kamp via groups.io:
> Die Nutzerzahlen sind statistisch präzise erfasst. Was bei Hörern ja 
> auch gar nicht ginge. Dazu kommen Angebote über soziale Medien (wie 
> der YouTube-Kanal „DW Russian“) und spezielle Apps.

📊 Nutzungszahlen im russischsprachigen Bereich
🔹 DW Russian („Russisch“) – 2025

Laut Berichten von internationalen Nachrichtendiensten erreicht „DW 
Russian“ etwa 10 Millionen wöchentliche Nutzer – hauptsächlich über 
Videoangebote.
Yahoo News UK
Diese Reichweite zählt auch trotz der Blockade des regulären 
DW-Webangebots in Russland.
→ Damit gehört „DW Russian“ zu den Top-10 der meistgenutzten 
Sprachservices der DW insgesamt.
Yahoo News UK

📈 Langfristige Nutzungstrends trotz Restriktionen
📍 Anstieg der Nutzung trotz Blockade

Schon in 2022 zeigte sich, dass:
Die DW-Website in russischer Sprache einen 120 %-Anstieg der 
Gesamtzugriffe erzielte.
Die Zugriffe aus Russland selbst stiegen um etwa 24 % im Vergleich zu 
vor dem Ukraine-Krieg.
FAZ.NET

📍 Soziale Medien

Frühe Zahlen zeigen, dass auf der russischsprachigen DW-Facebook-Seite 
nach dem Kriegsausbruch die Video-Views um etwa 370 % stiegen im 
Vergleich zu den fünf Monaten davor.
FAZ.NET

📌 Erklärende Faktoren

✔ Blockade & Umgehung:
Offizielle DW-Websites und viele Social-Media-Kanäle sind in Russland 
gesperrt, aber Nutzer greifen darauf über VPN, Tor, Telegram-Kanäle etc. 
zu.
newsroom.de

✔ Plattformnutzung:
YouTube-Kanäle der DW Russian-Sprachservices haben trotz teilweise 
Blockaden erhebliches Engagement und tragen stark zur Reichweite bei.
static.dw.com

✔ Zensur-Risiko:
Aktuelle Meldungen berichten von einer weiteren Einstufung der DW als 
„unerwünschte Organisation“ in Russland (Dez 2025) – was die Verbreitung 
und Kooperationen noch stärker erschwert.
stern.de



https://static.dw.com/downloads/74608058/Lagebericht_DW_2024.pdf

Die DW-Angebote in Osteuropa und Zentralasien erreichten im Berichtsjahr 
zusammen 13 Mio. wö-
chentliche Nutzendenkontakte. Trotz der erschwerten Zensur- und 
Produktionsbedingungen wurde
im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 2 Mio. Nutzendenkontakten 
erreicht. Die Reichwei-
tengewinne auf Russisch wurden vor allem über YouTube erzielt. Obwohl 
die Plattform lange unzen-
siert blieb, ist sie inzwischen teilweise blockiert, aber über VPN 
weiterhin erreichbar. Dennoch hat
die Drosselung zu erheblichen Reichweitenverlusten in Russland geführt. 
Im ukrainischen Markt
wurde die Sichtbarkeit durch den Aufbau neuer TV-Partnerschaften 
gestärkt. Durch die Zusammen-
arbeit mit Partnern wie Psiphon und Proton zielt die DW darauf ab, 
Nutzenden in Russland trotz
Zensur Zugang zu ihren Angeboten zu ermöglichen. Die zensurresistenten 
Angebote auf dem Mess-
enger-Dienst Telegram wurde im Berichtsjahr ebenfalls ausgebaut.

Telegram....


https://t.me/s/dwglavnoe
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DW in Russland als „unerwünscht“ eingestuft: Was Leser und Zuschauer 
wissen müssen
Die Deutsche Welle wurde laut russischen Medienberichten in Russland als 
„unerwünschte Organisation” eingestuft. Offizielle Mitteilungen dazu 
gibt es bislang noch nicht, aber hier ist, was sich durch den Status 
„unerwünschte Organisation” in Russland für diejenigen ändert, die 
weiterhin unsere Texte lesen und unsere Videos sehen möchten:
Was vorerst sicher ist: Unsere Website lesen, uns in sozialen Netzwerken 
folgen, unsere Videos auf YouTube ansehen, Podcasts anhören, unsere App 
auf dem Smartphone installieren. Sie können auch über unsere Inhalte 
berichten, jedoch ohne Hyperlinks.
Was unsicher ist: Reposts machen, Kommentare hinterlassen und 
möglicherweise Likes setzen. " Selbst ein alter, längst vergessener Link 
zu einer Veröffentlichung eines solchen Medienunternehmens, der bei 
jemandem auf „Vkontakte” gespeichert ist, kann zunächst Anlass für ein 
Verwaltungsverfahren sein und dann, wenn nach Verhängung der 
Verwaltungsstrafe noch etwas anderes aufgedeckt wird, auch für ein 
Strafverfahren”, sagt Ivan Pavlov, Gründer des Menschenrechtsprojekts 
„Erste Abteilung”.

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roger