[A-DX] Kuba: Rundfunk unter schwierigen Bedingungen

Tom Kamp via groups.io
Dienstag, 17. Februar 2026, 19:36 Uhr


Wie Radio Magazine aus Belgien berichtet, kommt es in Kuba immer 
häufiger zu Ausfällen bei Radio- und Fernsehübertragungen. Dies sei in 
erster Linie auf die Krise des nationalen Stromversorgungssystems 
zurückzuführen, von der die Insel betroffen ist.

Im Artikel beruft man sich auf Radiocuba, dort heißt es, dass die 
Stromproduktion nur die Hälfte des Bedarfs deckt, weshalb 
Notstromaggregate in den Sendezentren installiert wurden. Diese sind 
jedoch anfällig, weil es Kuba an Treibstoffen und Schmiermitteln 
mangelt; Hauptlieferant ist Venezuela, das Öl im Austausch für Personal 
(Sicherheits- und Gesundheitsdienste) lieferte — ein Arrangement, das 
nach Eingreifen der USA infrage gestellt ist.

Die inländische Ölproduktion ist gering und liefert bituminöses, 
schwefelhaltiges Rohöl; das zur verträglichen Raffinierung nötige, 
US-patentierte Verfahren ist wegen des Embargos nicht zugänglich, sodass 
schwefelhaltiger Diesel die Aggregate stärker verschleißt.

Einige kommunale Sender können nur noch sechs Stunden täglich senden, 
was Radiocuba Ciego de Ávila bestätigt: Radio (AM/FM) sowie analoges und 
digitales Fernsehen sind betroffen, da etwa Fernseh- und FM-Sendezentren 
nicht über genügend Treibstoff für Ausfallsituationen verfügen.

Zusätzlich belasten veraltete Anlagen, fehlende Ersatzteile und durch 
Wirbelstürme verursachte Schäden den Betrieb. Gleichzeitig laufen 
Modernisierungs- und Digitalisierungsmaßnahmen im Fernsehen dank 
chinesischer Unterstützung weiter.


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