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Re:[A-DX] DRM-RX



----- Original Message ----- 
From: <rickl@xxxxxxxx>
To: <adx@xxxxxxxxxx>
Sent: Friday, March 19, 2004 1:27 PM
Subject: Aw: Re: [A-DX] Elektor DRM-RX


Hallo die Runde,

da ich mich seit über einem Jahr mit der DRM-Nachrüstung von Empfängern
befasse, ein paar Bemerkungen von mir:

> Moin Martin,
> Nachbarkanäle sind auf MW kein Problem, man wird sich nur mit wenigen
Außnahmen von > dem Gedanken großflächiger DRM-Versorgung trennen müssen.

Das gilt auch für die KW bei 10 kHz Abstand.
Auch bei Analog- und DRM-Belegung wie hier:
>
> > BR 6085 und Luxemburg 6095: Das sind 10 kHz Kanalabstand,

> 10 kHz sind bei den üblichen Keramikfiltern nicht viel, da müssten sehr
steilflankige DSP-
> Filter her. Ob das dem Gedanken des erschwinglichen DRM-RX widerspricht ?!

Um  Martin zu zitieren: Mumpitz!
Übliche Keramikfilter in KW-Empfängern (Ausnahme: Der Elektronikschrott vom
Lebensmitteldiscounter) haben deutlich weniger als 10 kHz Bandbreite!
Fast immer müssen die eingebauten Filter durch breitere Typen ersetzt
werden.
Ideal sind Filter mit katalogmässig 9 kHz Bandbreite wie CFW 455 G.
Im SONY ICF 2001D ist so ein Filter im AM wide eingebaut.
Zur Steilflankigkeit: Der shape-factor dieses Mittelklassefilters liegt bei
1,6 !
DSP-Filter schaden zwar nicht, bringen aber keinen Vorteil.


> Größere Kanalabstände sind in den höheren Frequenzbereichen durchaus
denkbar, zumindest im 19m-Band klaffen bei normalen Ausbreitungsbedingungen
ja heute schon einige Lücken.

Dazu besteht absolut keine Notwendigkeit....

Zum Empfänger selbst:
Ein Analogempfänger der oberen (privat noch bezahlbaren) Preisklasse hat
bessere
Signal-/Rauschabstände wie ein Portabelempfänger. Analog fällt der
Unterschied meist
nur im direkten Hörvergleich auf, bei DRM wird er in Zahlen sichtbar:
Im angezeigten SNR der DRM Software nämlich !
Wer DRM-Empfang betreiben will ist daher gut beraten, nicht irgendeinen
schon in die
Ecke gestellten Drittempfänger auf DRM umzubauen, sondern seinen besten!
Der Trend bei geplanten DRM-Empfängern geht aber wie üblich in Richtung
"billig".
Da entwickelt ein in Digitalschaltungen bestens bewanderter Diplomingenieur
dann
nebenbei den Analogteil auch noch mit. Analogtechnik wurde in seinem Studium
nur am Rande behandelt, liegt auch nicht mehr im Trend. Was macht er?
Er nimmt irgendeine einfache Applikation und fertig.
Das Ergebnis sind dann die dB SNR, die u.U. zum Empfang eines DRM-Senders
fehlen.
Warten wir mal ab, was an Geräten auf den Markt kommt.

Viele Grüsse

Jürgen Martens

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