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AW: AW: [A-DX] Deutschlandradio stellt DAB-Abstahlung zum Jahresende ein


  • Subject: AW: AW: [A-DX] Deutschlandradio stellt DAB-Abstahlung zum Jahresende ein
  • From: Günter Lorenz <glorenz@xxxxxxxxxxxxx>
  • Date: Mon, 28 Sep 2009 21:16:33 +0200

Guten Abend,

> Grundsätzliche Frage: Ich bin für die Abschaffung der Redundanz im
> deutschen Hörfunk und für die Einführung des französischen 
> Modells. Wir
> brauchen nicht 10 mal sowas wie hr3 parallel gebührenfinanziert. Drei,
> vier nationale Programme und daneben ein regionaler Kanal pro 
> Bundesland
> würden reichen, und dann sähe auch die Frequenznutzung ganz 
> anders aus.

Dem kann ich mich nur anschliessen. Es mag zwar in besseren Zeiten für mehr Arbeitsplätze gesorgt haben, aber heute ist das einfach nicht mehr sinnvoll. Eine Bündelung der Ressourcen würde der Qualität sicher nicht schaden, die Kosten aber senken helfen. Leider werden wir es nicht erleben - dann schon eher den bayerischen Reisepass.
Für mich ist auch Italien ein Beispiel, RAI 1, 2 und 3 sind als nationale Rundfunkprogramme (bis auf regionale Nachrichtenfenster und besondere Ableger wie Südtirol und Triest) durchaus von hoher Qualität (vor allem das Kulturprogramm RAI3, Berlusconi interessiert sich nicht für Radio) und bedienen ein Land, das in sich nicht unterschiedlicher sein könnte als Deutschland zwischen Waterkant und Alpen. Ein Autofahrer-Sender (ISORADIO) und ein Parlamentskanal runden das Spektrum ab. Den Rest der Frequenzen belegen die Privaten, wobei dazu Parteisender wie Radio Radicale und Radio Padania Libera ebenso gehören wie die katholische Kirche (Radio Maria, Radio Mater) und die unzähligen sonstigen meist musikalischen "Spartenkanäle", von denen die meisten mittlerweile überregional senden. Was nicht beispielhaft ist, ist die dichte und hochenergetische Frequenzbelegung, bei der Empfänge aus 80 km schon rares DX sind. Aber davor bewahren uns die hierzulande eingehaltenen Grenzwerte, "Abstandsregeln" und die BNetzA.

Ich hatte mir vor einiger Zeit ein DAB-Radio gekauft, um Deutschlandradio und D-Kultur hören zu können, auf UKW ist das im Küchenradio nicht wirklich möglich (nein, bitte keine neue Funsel in Freising). Solange Aholming sendet (207 kHz) und es Radios mit "LW"-Taste gibt, brauche ich es aber nicht wirklich - und jetzt hat es sich sowieso ausgeDABt. 

73,
Günter

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